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Elternabend - nur was für starke Nerven!

Neulich hörte ich eine Radioreportage, in der sich der Moderator über seinen ersten Elternabend als Vater ausließ.
Er begann mit dem Satz „Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich Jahre später mit anderen Erwachsenen stundenlang auf viel zu kleinen Stühlen hocken würde, dann hätte ich es mir wohl anders überlegt …“
Was er sich dann wohl anders überlegt hätte, ließ er allerdings offen.
Nicht zu überhören war jedoch seine „Betroffenheit“ über das Erlebte und sein fester Wille (selbst auf die Gefahr hin, dass seine Frau ihn mit wochenlanger Nichtachtung strafen würde) sich standhaft zu weigern, jemals wieder an einem Elternabend teilzunehmen.
„Nee, nie wieder! Die wenigen Väter die da hocken, schweigen beharrlich vor sich hin, starren betont interessiert auf die Lehrerin, schreiben gewissenhaft jedes ihrer Worte mit (ob nun wichtig oder nicht) und wünschen sich insgeheim, dass endlich alles vorbei ist. Doch die Mütter, dessen Kinder mindestens drei Vornamen haben, machen ihnen einen ordentlichen Strich durch die heimliche Rechnung. Denen fällt selbst noch nach drei Stunden immer noch ein Thema ein, das unbedingt noch angesprochen werden muss.“, endete sein äußerst amüsanten „Erfahrungsbericht“.
Ich gebe zu (auch wenn ich eine Frau und Mutter bin) der Mann hat Recht.
Seit Jahren hocke ich in Klassenzimmern auf (auch mir) viel zu kleinen Stühlen herum.
Meistens fängt es ganz harmlos mit einer lockeren Vorstellungsrunde an, in der fast jede Mutter davon berichtet, was sie so alles leistet.
„Also, ich bin die Heidrun Hammer-Schnuppe und die Mutti von Jan Oliver Ole. Der Jan Oliver Ole hat noch einen großen Bruder, den Malte Torben Tim. Ich  bin halbtags berufstätig als Empfangschefin der „siebenunddreißig  Könige“ und Vorsitzende der Interessengemeinschaft „Alles wird gut“, „Starke Mütter braucht das Land“, „Mütter an die Stricknadeln“, „Keine Macht den Plastiktüten“ und natürlich „Mehr Jungs in Ballettschuhe“. In meiner Freizeit laufe ich mit meinen Söhnen durch Wiesen und Wälder und habe es mir zur Aufgabe gemacht, Regenwürmer vor dem Austrocknen zu bewahren.
So lernen meine Söhne viel über die Natur und ihr Respekt vor sämtlichen Lebewesen nimmt enorm zu.“
Wahnsinn! Ich bin echt beeindruckt. Nur, hab ich nicht gerade letzte Woche ihren Bengel  beim „Nacktschneckenweitwurf“ erwischt?
Schließlich lausche ich den Worten der Mütter, die sich lautstark und sichtlich entsetzt über Eltern erregen, die ihren Kindern Nutellabrote mit in die Schule geben und unbedingt eine Abstimmung über ein generelles Nutellabrotverbot durchsetzen wollen.
Ich versuche mich unsichtbar zu machen (wie so ziemlich alle Anwesenden) wenn es um die Wahl der Elternvertreter geht - bis sich dann schließlich die Mutter von Jan Oliver Ole „opfert“ und sofort damit beginnt, diverse Listen einzuführen und in einem umfangreichen Protokoll die spannenden Geschehnisse des Elternabends festzuhalten.
Ich stimme mit ab, ob beim Ausflug, Klassenfest, Spielenachmittag, Elternstammtisch, Frühlings-, Sommer-, Herbst-, Winterfest Kuchen gebacken werden soll und trage gewissenhaft, in eine der zahlreichen Listen (die Jan Oliver Oles Mutter in einer beneidenswert schnellen Zeit angelegt hat) ein, welchen Kucken ich backen werde (oder kaufen!!!).
Ich hoffe inständig, dass nach zwei Stunden des sich vorstellen, in Listen eintragen, nicht wählen lassen, völlig überflüssigen Diskutionen lauschen, auf dem kleinen Stuhl hin und her rutschen, abstimmen, wieder abstimmen, noch mal abstimmen  … endlich alles vorbei ist und keiner Mutter (dessen Kind mindestens drei Vornamen hat) noch ein Thema einfällt, welches noch unbedingt besprochen werden müsste. (Sollen wir für das Frühlingsfest rote oder gelbe Tischdecken nehmen? Ach, lasst uns doch schnell mal darüber abstimmen …)
Wenn ich mich dann endlich nach drei Stunden aus dem Klassenzimmer schleppe, mit brennenden Augen und Schmerzen im Rücken (und in den Ohren) schwöre ich mir jedes Mal: NIE WIEDER!

Das nächste Mal geht der Herr Papa!

Antje Szillat

 

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