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Kinderwunsch zum Punsch

Wenn die durchschnittliche Frau in Deutschland 1,4 Kinder bekommt, dann liege ich doch mit meinen zwei Kindern wunderbar über dem Durchschnitt (ziemlich nah sogar an der sogenannten „Bestandserhaltung“ von 2,1) und keiner kann mir vorwerfen, ich würde mich nicht um die Renten von morgen kümmern. Zwei Kinder sind genug – eigentlich. Denn seit unsere Nachbarin schwanger geworden ist, höre ich Stimmen …

Und diese Stimmen flüstern mir zu, dass es doch schön wäre, noch mal ein Baby zu haben. So kurz vor der magischen 40-Jahr-Grenze, ein kleiner Nachzügler, den man mit zwei wunderbaren Puppenmütterchen bestimmt noch mal so richtig genießen könnte. Dann steh ich bei H&M plötzlich in der Baby-Abteilung mit etwas winzig kleinem Rosanen in der einen Hand und supercoolen, edelweichen Westernboots in der anderen Hand und überlege, ob ich nicht doch mal im Keller nachsehen sollte, in welchem Zustand eigentlich der alte Kinderwagen ist. Und wie ich meinem Mann klarmache, dass die Namensauswahl in meinem Unterbewusstsein längst gefallen ist und sich durch den Bauch meiner Nachbarin Monat für Monat mehr an die brüchige Oberfläche gegraben hat.

Doch bereits im Parkhaus gibt es einen Inneren-Stimmen-Streit vom Feinsten. Denn plötzlich höre ich so Dinge wie: ein Kombi langt dann aber nicht mehr! Zwei Kinder gleichzeitig anschnallen und mit Brezen versorgen, während ich mit Argusaugen die immer wieder in den Untiefen unsere Autos verschwindende Parkkarte bewache, das schaff ich grad noch, aber ein Drittes? Sicher, ich weiß, die Frage stellt man sich bei jedem neuen Kind. Und wäre meine zweite kein klassischer Stillunfall hätte ich die kleine Maus wahrscheinlich heute noch nicht, vor lauter „Ich weiß nicht, ob das der richtige Zeitpunkt ist“. Aber ein drittes Kind ist ein entscheidender Schritt. Für zwei Kinder ist in jedem Auto und in jeder Wohnung Platz, aber drei Kinder kann man nicht mehr in ein Zimmer stecken und drei Kindersitze kann man nicht in ein normales Auto bauen, einen Babysitter, der gleich drei Wuzeln bändigt, ist kaum zu finden (da streikt die geduldigste Oma) und dreimal hintereinander Magen-Darm-Grippe – das dauert selbst dem geduldigsten Chef zu lange. Mal ganz abgesehen davon, was das kostet und wie massiv es meine abendlichen Ausflüge in Cocktailbars, Restaurants und Kinos beschneiden würde. Ganz zu schweigen von dem Schlaf, an den ich mich, das muss ich zugeben, in den letzten zwei Jahren schon wieder sehr gewöhnt habe. Man ist ja nicht mehr die Jüngste und eine durchgemachte Nacht zeigt sich ziemlich deutlich auf der Landkarte meines Gesichtes. Ich möchte mir lieber nicht vorstellen, wie ich aussehen würde, wenn ich wieder alle zwei Stunden ein halbes Stündchen wach wäre. Schließlich ist das ja auch nicht wie beim ersten Kind – einen Mittagsschlaf würden meine zwei großen definitiv boykottieren.  

Auf einen Stillunfall brauch ich nun nicht mehr zu hoffen, da müsste meiner Vernunft schon ein anderer Unfall dazwischen kommen …

Simone Blass

 

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