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Hm ... lecker Kekse!

Liebe Mütter und vielleicht auch Väter, habt ihr schon einmal an der vorweihnachtlichen Kekse-Backen-Stunde in der Schule teilgenommen?
Wer diese Frage mit Ja beantworten kann, weiß vielleicht, worauf ich hinaus will. Für die anderen Kandidaten kommt hier ein kurzer Einblick und eine Warnung vorweg: Macht es nicht!

Wenn ihr jemals wieder voller Appetit in einen Keks beißen möchtet, dann weigert euch an diesem Termin teilzunehmen. Trotz meiner zwei älteren Schulkinder, hatte ich mich bislang erfolgreich um dieses wunderbare Ereignis drücken können – bis meine jüngste Tochter an der Reihe war.
„Mama, du musst!“, erklärte sie mir mit Nachdruck.

Alles klar - weigern war unmöglich!, kombinierte ich haarscharf.
Ich wurde in die zweite „Müttergruppe“ (obwohl tatsächlich ein Vater anwesend war) eingeteilt und sollte pünktlich zur dritten Unterrichtsstunde in der Schulküche erscheinen.

Schon von draußen hörte ich die herzerweichenden Klänge von „In der Weihnachtsbäckerei“.

Ich öffnete fröhlich die Tür und trat ein.

Einige Kinder (unter ihnen auch meine Tochter) waren bereits fleißig dabei, den (von den Müttern mitgebrachten) Teig auszurollen oder Kekse auszustechen oder die bereits fertig gebackenen Kekse mit Glasur und Streuseln zu verzieren. Ich gesellte mich zu meiner Tochter, die am „Ausstechtisch“ stand. Neben ihr ein Junge mit unglaublich schmutzigen Händen. Ich übersah sie, beschloss aber insgeheim genau darauf zu achten, welche Kekse er angefasste. Ich überlegte mir sogar, ob ich die Kekse nicht irgendwie markieren könnte, verwarf diesen Gedanken aber schnell wieder, weil ich gerade ein Mädchen beobachtete, die voller Elan in der Nase popelte und anschließend ...  ich kann es einfach nicht aussprechen (schreiben). Doch während ich mich noch mächtig ekelte, fiel dem Jungen daneben, ein bisschen Teig auf den Boden. Der Boden war ziemlich dreckig (zahlreiche Kinderschuhabdrücke ... ist doch wohl klar und auch völlig okay). Er hob ihn wieder auf und mischte ihn unter den anderen Teig. Ich spürte ein Würgen in der Kehle und drehte mich deshalb ein bisschen zur Seite. Aber nur, um meine Tochter dabei zu beobachten, wie sie sich die Finger ableckte, (und zwar richtig) um anschließend damit, (mit den ordentlich abgeschleckten Fingern) den Teig durchzukneten.
Eine Mutter kam vorbei und steckte sich einen Keks genussvoll in den Mund – mir wurde schlecht.

„Möchtest du auch einen Keks?“, meinte sie und hielt mir die Keksdose hin. Ich lehnte dankend ab und begründete meinen rundlichen Po mit zu vielen Keksen und das sich dieser Zustand unbedingt ändern müsste. Wir lachten gemeinsam und sie steckte sich einen weiteren Keks, aus dem eindeutig ein langes Haar hervorstand, in den Mund. Ich verabschiedete mich kurz aufs WC und spritze mir kaltes Wasser ins Gesicht.

Als ich in den Raum zurückkehrte, trafen gerade die nächsten Backkinder in der Schulküche ein. Meine Tochter war schon verschwunden – zurück in den Unterricht. Ich beneidete sie.

„Antje, deine Tochter hat ihre Kekstüte vergessen. Nimmst du sie bitte mit!“, sprach mich die „Oberbackmutter“ an und übergab mir eine prallgefüllte Tüte, in der sich die selbsthergestellten Kekse befanden. Ich nickte.

„Wenn du möchtest, kannst du gerne noch mehr mitnehmen. Wir haben diesmal echt viel zu viel gebacken.“

„Ach ... nee ... lass mal ...“, stotterte ich und schnappte mir ein Geschirrtuch. Die restlichen Minuten verbrachte ich am Waschbecken mit Spülen und Abtrocknen. Dann durfte ich gehen – die nächste „Mütterrunde“ war an der Reihe. Ich ging zum Parkplatz. Direkt neben meinem Auto befand sich ein Mülleimer – ich schämte mich kurz und warf die Tüte mit den Keksen hinein.
Dann fiel mir ein, was ich meinen Kindern immer predigte und holte die Tüte wieder heraus. Ich fuhr los und landete am Ententeich. Die Enten dankten es mir mit lauten Schmatzgeräuschen und ich verabschiedet mich wieder.
Kurze Zeit später kam meine Tochter von der Schule.

„Wo sind die Kekse?“, wollte sie sofort von mir erfahren.
„Oh, Kind“, log ich ohne rot zu werden, „die habe ich alle aufgegessen. Entschuldige bitte. Ich kaufe später neue Kekse, ja?“

Sie schaute mich kurz prüfend an. Dann lächelte sie und wühlte in ihrem Tornister herum.

„Macht nichts. Ich habe noch zwei Tüten mitgebracht. Hier“, sie hielt mir eine der Tüten hin, „die ist nur für dich. Iss doch gleich mal einen Keks.“
„Ich bin sooo satt“, log ich und schämte mich mächtig.

Merle legte die Kekstüten auf den Tisch, wo sie später – aus unerklärlichen Gründen – einfach zu Boden fielen und unserer lieben Labradorhündin Lisar zum Opfer wurden.

Guten Appetit!

Eure Antje, die sich noch immer ein bisschen schämt!
 

 

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