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Was tun bei Heimweh?

Sommerzeit ist Urlaubszeit – auch für Kinder. In diesen Wochen fahren viele Kinder zum ersten Mal ins Ferienlager. Doch der Urlaub ohne die eigenen Eltern hat neben Spaß und Abenteuer oft auch eine unerwünschte Nebenwirkung: Heimweh. Mit einigen kleinen Tricks könnt ihr das Heimwehrisiko bei eurem Kind ganz leicht senken.

 

Der Fall Monika

Monika ist zehn Jahre alt. Seit Wochen freut sie sich auf ihren ersten Sommer ganz ohne Mama und Papa. Gemeinsam mit ihrer Freundin Eva will Moni mit einer Kinderreiseorganisation für eine Woche an die Nordsee. Voller Aufregung und ganz gespannt fiebern die beiden dem letzten Schultag entgegen, damit es endlich losgehen kann.
Dann ist es so weit. Am Bus werden Mama und Papa zum Abschied fest gedrückt. Klar wollen sich auch die Eltern in Ruhe von ihrem Kind verabschieden.

 

Abschied nehmen

Durch eine zu starke Bindung können bereits hier die Grundsteine für späteres Heimweh gelegt werden. Statt Worte wie: „du wirst mir fehlen…“ oder „was mache ich nur die ganze Zeit ohne dich…“ sollten Eltern ihre Kinder ermutigen, sich auf eine schöne Woche zu freuen. Vor allem sollten Mamas und Papas nicht anfangen zu weinen. Kinder geben sich dann schnell die Schuld für die Trauer und denken auch am Ferienort immer wieder an diese schmerzliche Abschiedsszene zurück. Außerdem überträgt sich dieses Gefühl leicht auf die Kinder. Wenn ihr als Erwachsene noch nicht einmal eine Woche ohne euer Kind übersteht, wie sollen es dann eure Töchter und Söhne schaffen?

 

Erstmal ankommen

Am Lagerplatz angekommen sind die Kinder erst einmal mit allen möglichen Dingen gleichzeitig beschäftigt. Moni ist froh, dass Eva bei ihr ist, so ist sie nicht nur auf die vielen fremden Kinder und Betreuer angewiesen. Zu zweit finden Kinder sich in ungewohnten Situationen oft schneller zurecht. Beim Beziehen der Zelte fühlt sich Moni plötzlich nicht mehr richtig wohl. Sie und Eva sollen mit zwei anderen Mädchen in einem Zelt schlafen, die eigentlich viel lieber alleine bleiben wollen. Und da passiert es: Moni muss an zu Hause denken, an ihr Bett in ihrem eigenen Zimmer, wo alle ihre Sachen sind… Doch es ist noch viel zu tun und so vergisst Moni ihren ersten kleinen Heimwehanfall schnell wieder.

 

Was ist Heimweh?

Die Sehnsucht nach zu Hause, nach einem bekannten Ort oder geliebten Menschen kennt jeder von uns – egal ob kind oder erwachsen. Heimweh ist ein unangenehmes und beklemmendes Gefühl, das dazu führt, dass man wieder in seine vertraute Umgebung zurückkehren will. Ursache ist meistens die mangelnde Bereitschaft oder Fähigkeit, sich an neue Gegebenheiten, neue Regeln oder Strukturen im Tagesablauf anzupassen. Die Unsicherheit und die Umstellung auf die neue Situation werden als Last empfunden, das Kind sehnt sich nach der Geborgenheit des Bekannten, nach den Lebensbedingungen, die es von zu Hause kennt.

 

Erste Hilfe: Ablenkung

Erste und wichtigste Hilfe bei Heimweh ist Ablenkung. Das ist auch der Grund, warum Heimweh hauptsächlich kurz vorm Schlafengehen auftritt. Denn so lange die Kinder beschäftigt sind, hat Heimweh keine Chance. Auch bei Moni kamen die Gedanken an Mama und Papa, sobald sie zur Ruhe kam, sie also zum ersten Mal wirklich Zeit hatte, Heimweh zu bekommen. Wichtig ist, dass die Betreuer das Heimweh der Kinder erkennen, es ernst nehmen und wirklich darauf eingehen. Deshalb sollte man vor der Buchung der Reise auf eine ausreichende Ausbildung der Betreuer achten. Dass bedeutet nicht, dass die Reise gleich viel teurer werden muss. Auch die Gruppenleiter der Messdiener haben im Vorfeld ihrer Fahrten meist mehrere Seminare absolviert. Grundsätzlich sollte jeder Betreuer, der mit Kindern unterwegs ist, einen großen Erste-Hilfe-Schein, eine Rechtsbelehrung und pädagogische Grundkenntnisse vorweisen können.

 

Das sollten Eltern vermeiden

Bei Moni half die Ablenkung nur kurz. Egal ob Karten spielen, tanzen, spazieren gehen oder „quatschen“, das Heimweh brach sich immer wieder Bahn. Schließlich rief sie zu Hause an. Doch gerade bei Anrufen ist äußerste Vorsicht geboten. Bei den meisten Kindern wird das Heimweh durch ein Gespräch mit Mama oder Papa nur noch schlimmer. Deshalb sollten Eltern nie von sich aus bei ihrem Kind anrufen. Habt ihr eine gute Reiseorganisation für euer Kind ausgewählt, dann könnt ihr euch sicher sein, dass die Betreuer vor Ort genau abwägen, wann ein Kind zu Hause anrufen sollte und wann andere Methoden besser gegen Heimweh helfen. Noch schlimmer: Ein Besuch der Eltern im Camp. Damit bringt ihr nicht nur euer  eigenes Kind durcheinander, sondern auch das gesamte Lagerleben und das geplante Programm. Außerdem werden viele der anderen Kinder nicht verstehen, warum ihre eigenen Eltern nicht zu Besuch gekommen sind und könnten so wiederum selber Heimweh entwickeln.

 

Meist verschwindet Heimweh von allein

So schnell wie das Heimweh aufgetaucht ist, verschwindet es in den meisten Fällen auch wieder. Bei Moni hat der Anruf bei den Eltern geholfen. Ihre Eltern haben sie ermutigt, dass bestimmt alles ganz toll wird. Sie konnten ihre Ängste, keine neuen Freunde zu finden oder nicht mit den neuen Regeln klar zu kommen, beruhigen. Zwar hatte Moni auch an den folgenden zwei Tagen zwischen Abendessen und Schlafen gehen noch ein wenig Heimweh. Insgesamt hat sie sich aber so gut eingelebt, dass sie tagsüber an allen Aktivitäten mit viel Freude teilnahm. Diese positiven Eindrücke trugen dazu bei, die schweren Minuten des Heimwehs zu überstehen. Und am Ende der Woche wollte Moni gar nicht wieder nach Hause…


 

So können Eltern Heimweh vorbeugen:

  • Informiert euch vorher gut über die Reise. Wenn Sie der Organisation wirklich vertrauen, wird sich dieses Vertrauen auch auf euer Kind übertragen.
  • Ist euer Kind zum ersten Mal alleine unterwegs, sollte der Urlaub nicht zu lange dauern. Eine Woche oder zehn Tage sind angemessen.
  • Auch das Ferienziel sollte für den ersten Urlaub ohne Eltern nicht zu weit entfernt liegen. So könnt ihr im Notfall schnell bei eurem Kind sein.
  • Je kleiner die Gruppe, umso besser für das Kind. Viele fremde Gesichter wirken auf einige Kinder schnell einschüchternd.
  • Auch der Betreuerschlüssel sollte möglichst klein sein. Nur so können sich die Verantwortlichen ausreichend um jedes einzelne Kind kümmern.
  • Eltern sollten im Vorfeld mit dem Kind über das Feriencamp sprechen, damit die neuen Regeln und Strukturen nicht völlig unerwartet kommen.
  • Werden die Kinder in Zelten untergebracht, sollten sie diesen Schlafplatz zu Hause wenigsten einmal ausprobiert haben. Auch der Umgang mit dem Schlafsack sollte geübt werden.
  • Für viele Kinder ist es im Feriencamp einfacher, wenn ein Freund oder eine Freundin mitfährt. Große Cliquen verhindern jedoch oft, dass am Ferienort enger Kontakt zu den anderen Kindern geschlossen wird.

 

Anke Hermeling
Foto: pixelio.de

 

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