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Clinic-Clowns: Lachen ist die beste Medizin

Der Spruch Lachen ist die beste Medizin ist nicht einfach so daher gesagt – da steckt tatsächlich jede  Menge wahres drin! 1971 fand ein amerikanischer Arzt heraus, dass seine Patienten schneller genesen, wenn sie regelmäßig lachen. Diese Erkenntnis war die Geburtsstunde der Clinic-Clowns. Jener amerikanische Arzt war der erste, der die Spaßmacher als Therapie für seine Patienten ein setzte.

Nach anfänglicher Skepsis ist diese Methode mittlerweile weltweit akzeptiert. Alleine durch das  Lachen wird man natürlich selten gesund, aber Experten sind sich in einem einig:  Lachen und Fröhlichkeit hilft kranken Menschen, schneller wieder auf die Beine zu kommen!

Das Universitätsklinikum Münster (UKM) setzt bereits seit 1993 auf eine kleine bunte Künstlertruppe, die Farbe in das weiße Einerlei des Klinikalltags bringt und den psychosozialen Nebenwirkungen eines Krankenhausaufenthaltes mit einem Lachen begegnet. Der 23.Februar 1993 wurde das Modellprojektes „Kultur -imPulse im Krankenhaus“ im Uniklinikum Münster mit Konzerten von Klassik bis Jazz für die erwachsenen Patienten eingeführt. Zudem gibt es seither ein regelmäßiges  Kindertheaterprogramm, Ausstellungen und eben auch einer ambulanten „task force“ in Gestalt von Clinic-Clowns und Clownsdoktoren. 

„Wir suchten damals etwas, was die Kinder ablenkt und ihnen Freude machen würde, denn Kinder, die ins Krankenhaus kommen, fühlen sich unwohl in der fremden Umgebung, ihnen fehlt das vertraute Umfeld, ihr vertrauter Tagesablauf – umso größer dann die Überraschung, wenn Sie ausgerechnet hier im Klinikum auf Spaßmacher, Clowns und Artisten stoßen, die sie zum Lachen bringen“, erzählt  Kulturreferent Christian Heeck. Viele Künstler waren von dieser Idee spontan so begeistert, dass sie sofort dabei waren.

Irmhild Willenbrink gehört seit 1999 zum festen Team der Clinic-Clowns. Gemeinsam ihrem Partner Marcel Kaiser tritt sie regelmäßig in den Krankenzimmern der Uniklinik auf. „Als Clownin entdecke ich alles immer und immer wieder neu. Die Leichtgläubigkeit und Neugier der Clowns bringt ganz viel frischen Wind in die sonst eher sterile Krankenhausatmosphäre“, so Clownin Irmhild, „und das lässt alle Beteiligten für einige schöne Momente den sonst so geregelt ablaufenden Klinikalltag vergessen.“

Für Irmhild alias Lollo ist es immer ein ganz besonderer Moment, wenn sich die Krankenzimmer mit bunter Heiterkeit füllen und sie die Kinder für einen Moment in eine völlig andere Welt entführen kann – eine Welt fernab vom Kranksein. „Und wenn das Lachen und die Freude auch dann noch bleibt, wenn wir Clowns schon weiterziehen müssen, dann wissen wir alle, warum wir das machen.“

Insgesamt sieben Künstler teilen sich die Visiten auf den 12 Kinderstationen. „Zwei Teams kriegen wir fast immer zusammen, die am Clownstag herum gehen“, so Christian Heeck. Es ist inzwischen selbstverständlicher Teil der Krankenhauskultur. Auch Eltern haben bereits bemerkt,  dass es jetzt viel leichter ist, mit den Kindern zu einer Untersuchung zu kommen. Und auch der Aufenthalt im Krankenhaus wird durch die Atmosphäre aufgelockert!

Jeden Dienstag ist Kindertheater zu Besuch in der Universitätsklinik Müstner ist seit einiger Zeit ist der Mittwoch fest für die ist Clowns reserviert – darauf freuen sich die Kinder oft die ganze Woche! Mit Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe, Talent und Humor holen die Spaßmacher große und vor allem kleine Patienten  aus einer fremden, sterilen Welt, die oft von Krankheit und Kummer, Schmerz und Einsamkeit geprägt ist, in eine Welt des Lachens, Staunens, der Farben, Musik und des Zaubers. Aber natürlich nur, wenn sie erwünscht sind. Die Clowns klopfen leise an die Türen und fragen: „Dürfen wir reinkommen?“ Erst nach Aufforderung betreten sie dann die Zimmer.  Kunterbunt, mal leise und sanft, mal laut und lustig, bringen sie Spaß und Lachen an jedes Bett. Die Künstler gehen paarweise, um sich sozusagen die Bälle zuwerfen zu können. Die jungen Patienten müssen nicht reagieren, sondern können auch einfach erstmal gucken, bis ihre Neugierde erwacht ist.

„Manchmal sind die Kinder so krank, dass sie gar nicht spielen können. Aber dann kommen die Clowns und tun die wunderlichsten Dinge. Sie können sich hervorragend in die Fantasiewelt der Kinder einfühlen. Ihre Späße geben den Kindern neuen Mut. Im Spiel bleibt die Zeit stehen – für den Zauber eines Augenblicks“, so eine Kinderkrankenschwester.

Es gibt für ein Clownspaar immer eine klare Rollenverteilung, der oder die eine ist der Schlaumeier (der Weiße), der andere ist der „dumme August“ (der Rote). Mit dem, was im Zimmer ist, fangen sie an zu improvisieren, ohne am Anfang schon zu wissen, wo sie das hinführt.

Die Künstler verzichten auf ihr übliches Honorar. Sie bekommen lediglich ein kleines Taschengeld, Fahrtkosten und Material werden ersetzt. Fortbildungen und Supervision trägt ebenfalls das Klinikum.

Das mag pro Visite nicht viel sein, ergibt in der Summe aber doch einen Betrag, der durch Spenden finanziert werden muss.

Aber viele Unternehmen, vor allem aber die breite Bevölkerung unterstützt die Arbeit kontinuierlich – denn jeder hat in der Familie oder im Freundeskreis schon mal ein Kind im Krankenhaus gehabt, kennt daher die wohltuende Wirkung der Clownsvisiten und gibt gerne. Jeder Cent ist willkommen. Das UKM hat dafür ein eigenes Spendenkonto eingerichtet:

 

Universitätsklinikum Münster
WestLB Düsseldorf
BLZ 400 500 00
Kto-Nr. 672527.
Verwendungszweck nicht vergessen: Clinic-Clowns
Sonderkonto ZU 200 001

 

 

Heute werden in fast allen größeren und vielen kleinen Krankenhäusern Spaßtherapeuten eingesetzt! Wer ein Krankenhaus in seiner Region unterstützen möchte, der kann sich auf der jeweiligen Homepage erkundigen!

 

Wenn ihr tolle Projekte kennt, die sich für Kinder einsetzen, dann schickt uns einer E-Mail! An dieser Stelle wollen wir regelmäßig auf Projekte und Initiativen aufmerksam machen, die sich für Kinder stark machen!

 

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