Hoppsala
 

Die Struktur von hoppsala.de alle Inhalte

Du bist hier: Home »» Journal »» Familienleben

Suchen

Home

Journal

Kurz gemeldet

Aktionen & Aktuelles

Servicethemen

Kolumne

Ein Plausch mit ...

Familie & Beruf

Familienleben

Junge Erwachsene

Reportage

Beziehungsweise ...

Life & Balance

Generation 60+

Für die Frau

Autorenspecials

Services

Reise

 

Pädagogik

Junge Familie

Gesundheit

Ernährung

Freizeit & Feste

Kindergeburtstage

DIY - Selbstgemacht!

Seite für Kinder

Bücher für Kids & Co

Gewinnspiele

Kontakt/Impressum

 

Aus der Bücherecke

Isola

lesen


Zurück zur letzten Seite Druckversion Seite empfehlen Einen Kommentar schreiben

 

Getrennte Wege: Wenn die Liebe abhanden kommt …

Das Zusammenleben ist nicht immer ganz einfach, besonders dann, wenn Kinder mit ins Spiel kommen und die eigenen Bedürfnisse und auch die Zweisamkeit mit dem Partner mehr und mehr in den Hintergrund geraten. Während einige Familien die neue Situation prima meistern und das Paar sogar noch enger zusammenrückt, leben andere sich mit der Zeit auseinander und müssen sich irgendwann eingestehen: So geht es nicht mehr. Oft ist die Situation bereits so zerfahren, dass auch eine Therapie die kaputte Beziehung/Ehe nicht mehr retten kann. Die Trennung der Familie ist nicht mehr aufzuhalten.

„Wir drehten uns schon seit Jahren im Kreis“, erinnert sich Katja L. *, „Jeder lebte irgendwie sein Leben, aber ein wirkliches Miteinander hatten wir schon lange nicht mehr. Als unsere beiden Kinder 8 und 11 Jahre alt waren, fasste ich den Entschluss, mich von meinem damaligen Mann zu trennen, da ich mich neu verliebt hatte. Er war erst sehr aufgebracht und verletzt, aber wir haben uns den Kindern zuliebe geschworen, dass die Scheidung friedlich verläuft und wir uns weiterhin respektieren.“

 

Negative Gefühle dürfen keine Überhand gewinnen

Dieses Ziel haben wohl erst einmal alle Eltern, doch oft durchkreuzt ein negatives Gefühlswirrwarr dieses so wichtige Ziel. Verletzte Eitelkeit, Wut, Ängste und gegenseitige Schuldzuweisungen hindern Eltern nicht selten daran, die Trennung zu Wohle der Kinder durchzuführen.

 

Hilfreich: Moderator kann schlimmeres verhindern

Katja L. Und ihr damaliger Mann haben sich in der akuten Trennungsphase Beratung gesucht. „Wir haben uns nur angeschrien und schnell gemerkt, dass wir es alleine nicht schaffen.“ Katja L. Hat schließlich bei einer Familienberatungsstelle angerufen und um Hilfe gebeten. Dort wurde dem Paar eine mediative Begleitung angeboten. Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Meditation definiert den Begriff als ein freiwilliges Verfahren, in dem die Konfliktpartner mit Hilfe einer neutralen Person im direkten Gespräch miteinander eigene Entscheidungen entwickeln und verbindlich beschließen. Damit das funktioniert, müssen beide Partner sich natürlich auf einen solchen Prozess einlassen und gesprächsbereit sein. „Wir haben uns einmal wöchentlich mit einer Psychologin zusammen gesetzt und mit ihr alle wichtigen Themen in Bezug auf die Trennung besprochen“, so Katja L. „Anfänglich war es schwierig und es ging auch schon mal lauter zur Sache, aber dank der Mediatorin ist es nie wirklich eskaliert. Wir mussten lernen, unsere negativen Gefühle zurück zu halten und aneinander nicht anzuklagen. Im Nachhinein war es unglaublich gut und wichtig, einen neutralen Begleiter bei diesem wirklich schwierigen Schritt zur Seite gestellt bekommen zu haben“, erinnert sich die zweifache Mutter. „Am Ende dieses Prozesses haben wir klare Vereinbarungen getroffen, hinter denen wir beide stehen konnten!“

 

Den Kindern zuliebe

Und das ist bis heute - fünf Jahre später - so. Ganz wichtig war beiden Partnern das gemeinsame Sorgerecht und auch die Kinder sollten beide Eltern gleichermaßen oft sehen können. „Wir haben unser Haus verkauft und darauf geachtet, dass unsere Wohnungen nicht zu weit voneinander entfernt sind, um den Kindern zu ermöglichen, jederzeit mal zum Vater zu können. Unsere große Tochter lebt mittlerweile überwiegend bei meinem EX-Mann und seiner neuen Freundin, aber damit kann ich gut leben“, so Katja L. Sie selber hat wieder geheiratet und noch ein weiteres Kind bekommen. Die Ex-Eheleute verstehen sich heute gut und sind froh, dass sie damals diesen Weg gewählt haben.


Info:

Familien-Mediatoren sind Berater mit einer Zusatzqualifikation. Oft lassen sich Juristen, Psychologen oder Sozialpädagogen weiterbilden.
Familien-Meditationen – die sich übrigens nicht nur bei einem Trennungsprozess, sondern auch bei anderen Konflikten lohnen – sind in der Regel nicht ganz günstig. Gerade dann, wenn es wie bei Trennungsprozess oder auch bei Erbstreitigkeiten und viel Geld geht, ist eine Mediation nicht nur stressfreier, sondern am Ende auch günstiger als ein langwieriger Prozess. Oft bieten Familienberatungsstellen aber auch kostenlose Mediationen an.


 

Weitere Beratungsseiten im Internet:

 

 

Text: Kerstin Klimenta
Foto: Bernd Wachtmeister / pixelio.de


* Name von der Redaktion geändert

 

Hier findet Ihr weitere Artikel aus unserem Bereich Familienleben

nach oben

Zurück zur letzten Seite
Druckfähige Version dieser Seite
Diese Seite empfehlen
Meinung zu diesem Artikel schreiben

Yoga & Spirit

Auf unserer Partnerseite so-ham.de findest du viele Inspirationen rund um Yoga und Achtsamkeit. Gönn dir eine Auszeit auf




Quicklinks



 

© hoppsala.de | Entwicklung: HEIM:SPIEL | Datenschutz