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Montessori-Pädagogik

Begründet wurde die Montessori-Pädagogik von Maria Montessori (1870-1952). Sie wuchs in einer italienischen, großbürgerlichen Familie auf und erwarb als erste Frau im 19.Jahrhundert in Italien den Doktortitel der Medizin. Als Medizinerin agierte sie sehr erfolgreich, u.a. arbeitete sie an der Clinica Psichiatrika. Sie beschäftigte sich mit alternativen Behandlungsmethoden für geistig behinderte Kinder: Ihrer Meinung nach sollten die Probleme dieser Kinder weniger medizinisch, als pädagogisch angegangen werden. Sie befasste sich mit den Werken der beiden franz. Ärzten Itard und Seguin (diese entwickelten Methoden, geistig behinderten und taubstummen Kindern zu helfen), Rousseau, Pestalozzi und Fröbel.

Durch ihre Arbeit, Forschung und ihre Beobachtungen entwickelte sie erste Formen des sog. "Sinnenmaterial" und hielt Vorträge über ihre Forschungsversuche und -ergebnisse. Das erste "Montessori-Kinderhaus" wurde von ihr 1907 in Rom gegründet > Casa dei Bambini. Hier arbeitete sie mit vernachlässigten Arbeiterkindern. Es folgten bald weitere Häuser, u.a. im römischen Proletarierviertel "San Lorenzo". In diesen Häusern erprobte sie ihre Arbeitsmaterialien an "gesunden" Kindern: Die Kinder erhielten eine kindgemäße Umgebung für selbstständiges und geordnetes Handeln mit attraktiven Lehrmaterialien. Es stellten sich Erfolge ein, die ihre Denkansätze bestätigten.

1916 verließ sie Italien; hielt Seminare, Vorträge und Kongresse im In -und Ausland. Es wurden Erzieher/Lehrer ausgebildet und Schulen aufgebaut; eine internationale Gesellschaft wurde gegründet. Sie hielt sich u.a. auch während des 2. Weltkrieges in Indien auf (dort lernte sie Gandhi kennen, der sich von ihrer Pädagogik Hilfe für sein Volk erhoffte) und wurde dort aufgrund ihrer Nationalität (italienisch) interniert. Erst nach dem Krieg (1946) kehrte sie nach Europa zurück, und reiste weitere Jahre, um ihre Pädagogik zu verbreiten. 1950 erhielt sie den Friedensnobelpreis. In dieser Zeit arbeitete sie mit ihrem Sohn weitere pädagogische Konzepte aus. 1952 starb sie in ihrem Haus in den Niederlanden. 

Die Montessori-Pädagogik ist eine reformpädagogische Bewegung, die sich unmittelbar am Kind und seinen individuellen Bedürfnissen orientiert. Sie ist seit vielen Jahrzehnten erprobt und bewährt. Bis heute gibt es Montessori-Kinderhäuser und -Schulen in fast allen Ländern der Erde.
In der Montessori-Pädagogik wird das Kind als ganzheitliche, vollwertige Persönlichkeit geachtet. Die "Freiarbeit" ist das Kernstück der reformpädagogischen Bildung von Montessori: Das Kind wählt selbstständig, womit es sich beschäftigen möchte. Es lernt eigene, freie Entscheidungen zu treffen, selbstständig zu denken und zu handeln.

Das Kind bestimmt ebenfalls weitgehend seinen Arbeitsrhythmus und die Beschäftigungsdauer; ebenso ob es mit oder ohne einen Partner arbeitet, spielt oder lernt. Dem Kind wird die Gelegenheit geboten, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen: Kinder wollen nicht irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas besonderes > "sensible Phase".

Diese Entscheidungsfreiheit bildet eine Disziplin, die von innen heraus kommt und nicht vom Erzieher geformt wird - jeder Laienzuschauer der montessorischen Freiarbeit ist erstaunt über die entspannte und ruhige Arbeitsatmosphäre.

Der Montessori-Erzieher versteht sich als Helfer und Diener für die Entwicklung der selbstständigen Persönlichkeit. Er hilft und ermutigt das Kind, Schwierigkeiten selbstständig zu überwinden anstatt ihnen auszuweichen. Zur richtigen Zeit sind seine richtigen Worte und Konsequenzen gefragt.

Der Montessori-Erzieher ist sehr flexibel: Mit viel Geduld erklärt und unterstützt er das Kind bei dem Umgang mit den speziellen Montessori-Materialien: Diese Materialien sprechen das Kind auf verschiedenen Ebenen an: Sie bilden einen Bewegungsanreiz; schulen die Sinne, sprechen die Ästhetik an.

Die Montessori-Pädagogik sieht das Kind als den Hauptakteur und Bestimmer des Lernweges, nicht einen geplanten, vorbestimmten Entwicklungs- und Lernplan, dem sich das Kind unterzuordnen hat.

Sonja Schmitt

 

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