Hochbegabung ist die schönste Form von Behinderung. Ein provokanter Satz? Vielleicht. Auf jeden Fall spiegelt er sehr gut wieder, was Eltern von hochbegabten Kindern im Alltag ständig zu spüren bekommen: Unverständnis in der Gesellschaft, Schwierigkeiten in der Schule.
Bei der Identifikation von Hochbegabung ergibt sich zunächst ein Problem, das aus der fehlenden präzisen Definition von Hochbegabung resultiert. Ohne eine exakte theoretische und operationale Definition können keine verbindlichen Strategien und Verfahren zur Identifikation entwickelt werden. Ein allgemein verbindliches Identifikationsverfahren existiert also nicht.
Da die eindimensionale Definition von Hochbegabung, die sich ausschließlich auf kognitive Fähigkeiten bzw. auf intellektuelle Faktoren bezieht, mehr und mehr als unzulänglich angesehen wurde, kam es zunehmend zu der Aufstellung von mehrdimensionalen Modellen von Hochbegabung.
Zunächst einmal ist zu klären, was unter dem Terminus "besonders begabt" bzw. "hochbegabt" zu verstehen ist. Diesen Begriff eindeutig beschreiben zu wollen ist allerdings äußerst problematisch. Begriffsunklarheiten entstehen im deutschsprachigen Raum u.a. aufgrund der Vielzahl von Termini. So umfaßt noch nicht einmal die Auflistung von Rost alle Begriffe, die in der deutschsprachigen Literatur verwendet werden
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