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Wie Kinder das Zuhören lernen

Ob wohl mit Linas Gehör etwas nicht in Ordnung ist? Das soeben geführte Gespräch mit Linas Lehrerin gibt den Eltern zu denken. Die Klassenlehrerin beklagte sich, dass das Mädchen oft nicht mitbekommt, was besprochen wird. Mündliche Arbeitsaufträge führt Lina teilweise unvollständig oder ganz falsch durch. Ganz schlimm ist es bei Diktaten, denn dabei muss sie immer wieder ermahnt werden, besser zuzuhören. Im Sportunterricht reagiert sie selbst auf Rufe der Lehrerin oftmals überhaupt nicht. Sicher – auch zu Hause kommt es schon mal vor, dass Lina nicht immer zuhört; aber bislang waren die Eltern davon überzeugt, dass sie hin und wieder einfach nicht hören will und deshalb ganz gerne die „Ohren auf Durchzug“ stellt.
Doch sollte sie  wirklich schlecht hören können, hätte der Hals-Nasen-Ohrenarzt das doch sicherlich längst festgestellt.


Also warum hört Lina nicht richtig oder gar nicht zu?

Die Zahl der Kinder, denen es oftmals schwerfällt, zuzuhören, aufmerksam zu lauschen und genau hinzuhören, scheint stetig zu wachsen. Immer mehr Pädagogen beklagen dies bei ihren Schülern und auch vielen Eltern bereitet dieses „nicht richtig hinhören“ vermehrt Probleme.

Doch auch wenn eine ärztliche Untersuchung keinen Hinweis auf eine Hörschädigung oder Beeinträchtigung ergibt, muss dies keinesfalls bedeuten, dass es dem betreffenden Kind einfach nur am guten Willen fehlt. Die geschilderten Merkmale können Anzeichen für eine Beeinträchtigung der auditiven Wahrnehmung – der Wahrnehmungsfähigkeit sein. Es ist nicht ausreichend, in der Lage zu sein, einen akustischen Reiz wahrzunehmen, es muss auch die Bereitschaft und die Fähigkeit bestehen, diese Reize zu verarbeiten – sie in ihrer Reihenfolge aufzunehmen. Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, Unterschiede zu erkennen, das Gehör zu speichern, zu verstehen und inhaltlich zuordnen zu können.
Dass diese Verarbeitungsprozesse bei vielen Kindern nicht oder zumindest nicht im erforderlichen Umfang erfolgen, kann in Zusammenhang stehen mit emotionalen Belastungen wie Sorgen oder Stress oder auch Folge permanenten Überreizungen des Hörsinns sein. Heutzutage sind wir alle einer regelrechten Bombardierung akustischer Reize ausgesetzt. Kaum ein Ort, an dem unsere Ohren nicht musikalischer Dauerberieselung, Geräuschen und Lärm ausgeliefert sind.

Vor optischen Überfluss sind wir in der Lage uns zu schützen, in dem wir unsere Augen schließen – den akustischen Reizen jedoch können wir uns nicht entziehen. Da bleibt es einem oftmals nur noch übrig „die Ohren auf Durchzug zu stellen“.



Was das Zuhören schult

Nur die Aufforderung „Hör doch mal richtig zu!“ hilft dabei ziemlich wenig. Damit Kinder zuhören können, müssen sie zunächst einmal lernen, die Ohren zu „spitzen“ und richtig „aufzumachen“.

Als besonders effektiv und hilfreich haben sich dabei sogenannte „Lauschspiele“, die mit geschlossenen Augen die auditive Wahrnehmung fördern, erwiesen.
Neben den altbekannten Spielen wie „Koffer packen“ und „Stille Post“ bieten sich viele andere spielerische Übungen zum Lauschen und Horchen an, wie etwa ein „Lausch-Spaziergang“ im Wald oder durch den Stadtpark, am Fluss oder am Ententeich.

Horch-Spiele mit dem CD-Player und auch Spiele, bei denen Menschen- oder Tierstimmen zu erraten sind, oder auch Papageien-Spiele, bei denen nachgesprochen werden muss, was zuvor eine andere Person gesagt hat, fördern die auditive Wahrnehmung spielerisch und somit mit viel Spaß und Freude für die Kinder.

Manchmal kann es auch sehr hilfreich für die Kinder sein, wenn ein Signal vereinbart wird – zum Beispiel das Läuten eines Glöckchens -  das dann erklingt, wenn eine Anweisung ausgesprochen werden soll. Besteht allerdings der Verdacht, dass die auditive Wahrnehmung eines Kindes beeinträchtigt ist, sollte es auf jeden Fall einem speziell ausgebildeten Facharzt vorgestellt werden.
Hier erhalten Eltern und Lehrer wichtige Hinweise und Anregungen, wie sie das Kind unterstützen und fördern können.


Spiele zur Förderung der auditiven Wahrnehmung:

Meine Ohren, meine Ohren ...
    
       
Vers: Meine Ohren, meine Ohren, die mach ich mir jetzt munter.
          Nun reib ich sie und streich ich sie, von oben bis ganz hinunter.
          Gleich fühl ich mich,  gleich fühl ich mich
          hellwach, ganz frisch und munter.

          Dann geht mir schnell ein Lichtlein auf und alles läuft viel runder.
          Das Zuhören, das Vorsprechen und ablenken, kann mich nun keiner.
          Meine Ohren, meine Ohren, die sind schon echt ein Wunder.

So geht es:
Die Kinder ziehen und massieren die Ränder beider Ohren mit Daumen und Zeigefinger sanft von innen nach außen (ausfalten). Sie beginnen oben an den Ohren und gehen der Rundung des Ohres nach, nach unten bis zu den Ohrläppchen.
Mindestens dreimal oder öfter wiederholen.
Während die Kinder sich die Ohren ausstreichen den Vers gemeinsam aufsagen.
Tipp
Die Denkmütze aktiviert über 400 Akupunkturpunkte an den Ohren.
Sie erhöht die Aufmerksamkeit beim Zuhören und erleichtert
das Vorsprechen. (Edu-Kinestetik)


Lauschen ...

Bei diesem Spiel sind konzentrierte Ohren gefragt. Ganz wichtig: die anderen Kinder (wenn das Spiel in der Gruppe gespielt wird) müssen dabei mucksmäuschenstill sein.

Das braucht man dafür:
Eine Stecknadel, Tisch oder anderen Untergrund mit harter Oberfläche

So geht es:
Alle Kinder sitzen mit geschlossenen Augen im Kreis. Ein Kind nimmt - mit geöffneten Augen! - die Stecknadel und lässt sie einige Male hintereinander auf den Tisch fallen. Alle Kinder spitzen die Ohren und sagen hinterher, wie oft sie die Nadel fallen hörten.
Natürlich könnt ihr dieses Lauschspiel auch zu zweit spielen.


Wer ist es?

Auch hier ist gutes und konzentriertes Hinhören unbedingt erforderlich.

Dazu braucht man:
Gläser und Gabeln

So geht es:
Ein Kind schließt die Augen. Die anderen Kinder nehmen jeweils ein Glas und eine Gabel und verteilen sich damit im Raum. Nun erzeugen die Kinder nacheinander einen Ton, in dem sie leicht mit der Gabel gegen das Glas schlagen. Ein Kind jedoch – dessen Ton zuvor bestimmt wurde -  schlägt sein Glas zweimal kurz hintereinander an. Das lauschende Kind, muss genau diesen Klang heraushören und seine Hand heben, wenn es das richtige Kind erkannt hat.


Alle Spielideen stammen aus dem Buch:
Spiele für Kopf und Herz
von Antje Szillat
Februar 2008, 147 Seiten
edition zweihorn Verlag
ISBN-13: 978-3-935265-50-8
ISBN-10: 3-935265-50-6
Preis: 11,90 Euro
>>> hier kann man das Buch vorab bestellen

 

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