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Welche Schule ist die richtige?

In Deutschland nimmt jede staatliche Grundschule die Kinder innerhalb eines festgelegten Einzuggebietes auf. Die Eltern können ihr Kind jedoch auch auf eine andere Schule schicken. Hier haben Sie zwei Möglichkeiten: entweder Sie beantragen die Aufnahme an einer anderen staatlichen Grundschule oder sie entscheiden sich für eine so genannte freie Schule.
Eltern, die eine andere staatliche Grundschule wählen, müssen einen Antrag beim zuständigen Schulamt einreichen. Dieser Antrag ist individuell und muss vor allem gut begründet sein.

 

Gründe für die Schulwahl

Es gibt unterschiedliche Gründe dafür, warum sich Eltern bei der Schulwahl ihres Kindes nicht für eine Schule im Einzugsgebiet entscheiden, sondern ihr Kind lieber auf eine andere Schule schicken wollen. Hierfür können beispielsweise enge Bindungen zu Kindergartenfreunden, der Arbeitsort der Eltern oder der Wohnort der Großeltern, die die Betreuung der Kinder nach der Schule übernehmen, ausschlaggebend sein.

Einige Eltern halten die zuständige Schule auch für unzureichend. Ihnen sagen beispielsweise die Klassenräume oder der Pausenhof nicht zu oder der Ruf der Schule. Auch der Schulweg kann die Wahl beeinflussen. Wird dieser von den Eltern als ungünstig empfunden, entscheiden sie sich häufig für eine andere Schule. Entscheidend für die Schulwahl kann auch die Unterrichtsform sein. Jede Regelschule organisiert den Schulalltag unterschiedlich. Freie Schulen wie beispielsweise Waldorf- und Montessori-Schulen bieten spezielle pädagogische Konzepte an, die manchen Eltern besonders wichtig sind.

Eine weitere wichtige Rolle  bei der Schulwahl spielt die Betreuung. Die meisten Grundschulen in Deutschland sind Halbtagsschulen. Hier werden die Kinder in der Regel den ganzen Vormittag, also auch bei Unterrichtsausfall, betreut. Vielerorts ist dies jedoch nicht der Fall. Für viele Eltern ist es ein Problem, da sie Familie und Beruf  miteinander vereinbaren müssen. Unzureichende Betreuung an Schulen ist demnach mit großem organisatorischem Aufwand verbunden.

Bei allen Überlegungen zur Schulwahl sollten Eltern auf jeden Fall bedenken, dass ein Kind Freunde beim Schulbesuch haben sollte. Besucht das Kind eine Schule im Einzugsbereich, so geht es mit seinen Freunden aus dem Kindergarten oder aus der Nachbarschaft zur Schule. Seine Klassenkameraden wohnen dann alle um die Ecke. Es kann sich jederzeit ohne große Probleme mit ihnen verabreden. Wenn ein Kind jedoch eine andere, vielleicht sogar weiter entfernte Schule besucht, besteht die Gefahr, dass es den Kontakt zu seinen alten Freunden verliert. Gegenseitige Besuche der Klassenkameraden sind nur möglich, wenn die Eltern das Kind fahren.

 

Regelschule oder freie Schule?

Regelschulen sind staatliche Grundschulen. Die meisten sind Halbtagsschulen. Dies soll sich jedoch in Zukunft ändern. Die Zahl der Ganztagsschulen wächst ständig. Eltern können ihr Kind auch in einer so genannten freien Schule anmelden. Hierzu ist kein besonderer Antrag erforderlich. Die Entscheidung, welche und wie viele Kinder aufgenommen werden, liegt allein bei der Schule selbst. Freie Schulen sind nicht-staatliche Schulen. Hierbei wird zwischen genehmigter Ersatz- oder anerkannter Ergänzungsschule unterschieden. Dies hängt vom Gesetz des jeweiligen Bundeslandes ab, in dem sich die Schule befindet.

 

  • Ersatzschulen

    Ersatzschulen unterscheiden sich von staatlichen Schulen generell nur durch ihren Träger. Dieser ist in der Regel eine der beiden Großkirchen. Die Lehrpläne sind dem staatlichen Schulsystem angepasst. Ersatzschulen werden durch den Staat finanziert und sind, wie andere staatliche Schulen auch, kostenlos.


  • Ergänzungsschulen

    Ergänzungsschulen unterscheiden sich von staatlichen Regelschulen durch ihre  pädagogischen Konzepte. Lehrpläne, Schulorganisation und Schulalltag sind anders gestaltet. Diese Schulen verlangen meist ein Schulgeld, so dass dies meist zu einer sozialen Auslese führt. Die bekanntesten Ergänzungsschulen in Deutschland sind die Waldorf-Schulen, die Montessori-Schulen und die Jenaplan-Schulen.


Waldorf-Schule

Die Waldorf-Schule umfasst zwölf Schuljahre. Sitzenbleiben können die Schüler an dieser Schule nicht. Das Prinzip der Auslese soll durch eine Pädagogik der Förderung ersetzt werden. Zusätzlich zum Fachunterricht wird an der Waldorf-Schule großen Wert auf vielseitigen künstlerisch-handwerklichen Unterricht gelegt. Die Unterichtsinhalte sind auf das kindliche Lernen und die kreative Entfaltung des Kindes abgestimmt. Die Lehrbücher werden weitgehend durch selbstgestaltete so genannte Epochenhefte für die Fächer Deutsch, Geschichte und Mathematik ersetzt. Beurteilung durch Noten gibt es nicht. Die Zeugnisse bestehen aus möglichst detaillierten Charakterisierungen, wodurch Leistungen, Fortschritte und Bemühen in den einzelnen Fächern darlegt werden.

Weitere Infos unter www.waldorfschule.de

 

Montessori-Schule

Das Lernen an der Montessori-Schule erfolgt in jahrgangsgemischten Gruppen. Freiarbeit wird an dieser Schule groß geschrieben. Die Schüler können sich auf die Aufgaben ihrer eignen Wahl konzentrieren und selbst ausgesuchte Methoden und Materialien verwenden.  Der Lehrplan sieht nicht nur Fachunterricht vor, sondern zusätzlich auch Projekte, Betriebspraktika oder Exkursionen. Die Lehrkräfte an der Montessori-Schule fungieren als  Lernberater und –begleiter. Sie sollen die Bedingungen schaffen, damit das Kind aus eigener Kraft lernt, selbstständig zu denken und zu handeln. Die Fortschritte der Schüler werden durch die Montessori-Pädagogen beobachtet und in individuellen Entwicklungsberichten festgehalten.

Weitere Infos unter www.montessori-bonn.de

 

Jenaplan-Schule

Das soziale und individuelle Lernen des Kindes steht an der Jenaplan-Schule im Vordergrund. Der Unterricht ist in Wochenplänen strukturiert. Zensuren, Tests und lernzentrierter Unterricht werden abgelehnt. Die Schüler lernen in leistungsdifferenzierten Kursen Basiswissen in beispielsweise Mathematik und Lesen. Der Lernrhythmus ist hierbei individuell auf das Kind abgestimmt. Der Unterricht erfolgt in jahrgangsübergreifenden Stammgruppen. Hier sind in der Regel drei Jahrgänge gemischt, die gemeinsam unterrichtet werden. Der Stammgruppenleiter steht dem Kind als Begleiter und Berater zur Seite. Er bewertet es nach gemeinsamen Gesprächen durch schriftliche und mündliche Berichte. Fester Bestandteil der Jenaplan-Pädagogik sind außerdem Projektunterricht, Spiele, Gespräche und Feiern.

Weitere Infos unter www.jenaplan-schule-jena.de

Jenny Schnabel

 

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Nutzer-Kommentare zu diesem Beitrag

10.09.2008

Montessori-Schulen sind Ersatzschulen (von Dr. Jörg Boysen)

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