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Nachfragen zum Thema "Wahrnehmungsstörungen"

Was haben Wahrnehmungsstörungen mit sensorischer Integration zu tun?

Ganz einfach beschrieben ist Wahrnehmung die Fähigkeit, seine Umwelt mit den Sinnen aufzunehmen; d.h. Sehen, Hören, Fühlen/Tasten, Riechen, Schmecken. Die Wahrnehmung umfasst ebenfalls alle Mechanismen, die an der Verarbeitung der Reize einer gegebenen Situation beteiligt sind, einschließlich der verschiedenen Speichersysteme und der Wiedererkennungsleistungen.

Gibt es nun Störungen einerseits bei der Sinneswahrnehmung, oder andererseits bei der Verarbeitung, Speicherung und Wiedererkennung dieser Informationen, so spricht man von Wahrnehmungsstörungen.
Sensorische Integration ist die Aufnahme, Verbindung und Verarbeitung von Berührung, Bewegung, Körperhaltung, Riechen, Schmecken, Tasten, Hören und Sehen. Sie ist die elementare Grundlage von Handeln, Sprechen und Lernen. Alle über die Sinnessysteme aufgenommenen Informationen werden "integriert": Das heißt sie werden im Nervensystem und Gehirn weitergeleitet, verarbeitet und gedeutet, so dass sie in sinnvolle, der jeweiligen Situation angemessenen Handlungen umgesetzt werden können.

Die Vernetzung der Sinneseindrücke, die über die Haut, Muskeln, Vestibularorgan (Bewegungsmelder im Innenohr), Nase, Zunge, Hände, Ohren und Augen aufgenommen werden, bilden die Basis für den Erwerb von Bewegung, Handlungsfähigkeit, Sprache, Interaktion und die Fähigkeit zu abstraktem Denken. Man kann also im Prinzip sehr große Ähnlichkeiten bei der Definition von "Wahrnehmung" und der "sensorischen Integration" erkennen. Der große Unterschied ist aber, dass die Wahrnehmung an sich die Aufnahme, Speicherung und Wiederkennung von Reizen aus der Umwelt beschreibt. Die sensorische Integration auf der anderen Seite meint die Weiterverarbeitung dieser Informationen - ihre "Integration" in das abstrakte Denken, die Sprache, Handlungsfähigkeit.

Die Wahrnehmung ist quasi der erste Schritt/die Aufnahme und Wiedererkennung durch Speicherung, und die sensorische Integration die Weiterverarbeitung, die "Integration" dieser Informationen und die Weiterverarbeitung in Denken, Sprechen, Handeln, etc.. Übertragen auf die Wahrnehmungsstörungen kann man also nun schließen: Gibt es Wahrnehmungsstörungen, so pflanzen sich diese in der sensorischen Integration fort und führen hier zu weiteren Störungen.

Der Unterschied zwischen sensorischer Integrationstherapie (SI) und Psychomotorik? Was ist die "sensorische Integrationstherapie (SI)"?

Vor der Behandlung wird ein sehr differenzierter Befund gemacht: Er beginnt mit einer ausführlichen Befragung zur bisherigen sensomotorischen Entwicklung. Hierauf folgen strukturierte und gezielte Beobachtungen und - wenn nötig - spezielle Tests zur sensorischen Integrationsentwicklung.

Aus Befragung, Beobachtung und Tests ergibt sich der Befund, der Stärken und Schwächen der sensorischen Verarbeitung aufzeigen soll und weiterhin einen "Förderplan" erstellen soll. Gemeinsam mit den Kindern und Eltern wird daraus ein konkret anzustrebendes Behandlungsziel zur Verbesserung der sensorisch integrativen Funktionen formuliert.

Die Therapie nutzt die Formbarkeit des Nervensystems und den inneren Antrieb des Patienten. Entsprechend dem Befund werden dem Patienten Angebote gemacht, die seine Sinnesorgane ansprechen und die im Rahmen seines Leistungsniveaus eine Herausforderung darstellen, motorische Aktivitäten zu entwickeln (d.h. mit Bewegung auf einen Sinnesreiz zu reagieren). Diese haben immer einen inneren Bezug für das Kind bzw. den Patienten und sind handlungsorientiert. Die Angebote werden in Art und Dosierung ständig kontrolliert und der Reaktion des Kindes angepasst.

ierbei werden zuerst vorwiegend die taktil-kinästhetisch-vestibulären HSinnessysteme angesprochen. Der Therapeut nutzt hierbei sein spezielles Wissen über die Wirkung der Sinne aufeinander. Ein wichtiger Bereich des Konzeptes der SI ist die Information der Bezugspersonen und der Lehrer zum Umgang mit diesen Problemen und die Erarbeitung konkreter Hilfestellungen zur Gestaltung des Umfelds. Ziele der SI-Therapie sind die Verbesserung der Neuralintegration und Selbstorganisation des Patienten: Selbstwertgefühl, Bewegungsfreude, Erkundungsdrang und Leistungsantrieb sollen gestärkt werden.

Was ist andererseits nun die Psychomotorik?

Unter Psychomotorik versteht man die Förderung der kindlichen Entwicklung durch das Zusammenwirken von Bewegen, Denken, Fühlen und Orientieren im Spiel mit anderen Kindern. Hierbei wird deutlich, dass zwischen der menschlichen Psyche und der Bewegung eine enge Verbindung besteht. Bei jeder motorischen Aktion eines Menschen sind eine Reihe von psychischen Faktoren beteiligt, die unsere Wahrnehmung und unser Verhalten beeinflussen. Auch hier sieht man, dass die SI und die Psychomotorik große Ähnlichkeiten aufweisen.

Der Unterschied ist nun, dass bei der SI vorrangig die Förderung der neutralen (also physischen) Defizite, d.h. der Defizite im Nervensystem an erster Stelle steht. Bei der Psychomotorik geht es um die Koordination und das Zusammenwirken der Psyche, des Denkens und Fühlens mit der Bewegung und der Auseinandersetzung mit der Umwelt.

Was ist der Unterschied zwischen Wahrnehmungsstörungen und sensorischen Integrationsstörungen?

Es handelt sich bei Wahrnehmungsstörungen um Störungen einerseits der Sinneswahrnehmung, und andererseits bei der Verarbeitung, Speicherung und Wiedererkennung dieser Informationen. Sensorische Integrationsstörungen sind nun andererseits Störungen bei der Sensorische Integration, d.h. die Aufnahme, Verbindung, Verarbeitung und Integration von Berührung, Bewegung, Körperhaltung, Riechen, Schmecken, Tasten, Hören und Sehen. Es liegen Störungen bei der Weiterleitung ins Nervensystem und Gehirn vor, bei der Verarbeitung und Deutung. Die Umsetzung in sinnvolle, der jeweiligen Situation angemessenen Handlungen ist gestört.

Sonja Schmitt

 

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