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Kinder brauchen Rituale

Rituale sind laut Brockhaus Kulthandlungen. „Riten“ oder „Rituale“ sind so alt wie der Mensch selbst. Das immer wiederkehrende ordnende Prinzip ist es, was ein Ritual ausmacht. Rituale begleiten den Menschen durch Übergangsphasen des Lebens und helfen ihm, die Anforderungen des Alltags zu meistern.

Gerade in der heutigen Zeit gibt es ständig neue Anreize und viele Veränderungen. Die „Kindheit“ an sich hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert und Familien leben heute anders als noch vor 30 Jahren. Allein erziehende Mütter oder Väter, Patchwork-Familien und auch die Berufstätigkeit der Mütter haben die Familiensituation grundlegend verändert. Zudem wohnen die Großeltern heute oft viele Kilometer entfernt.

Durch diese vielfältigen Veränderungen sind selbst regelmäßige, gemeinsame Mahlzeiten im Kreise der (Klein-)Familie keine Selbstverständlichkeit mehr und auch die Zubettgehzeiten variieren, wenn es die Hektik des Alltags erfordert. Daher sind Rituale in der Familie heute wichtiger denn je.

Wer es also schafft, regelmäßige Abläufe in den Alltag zu integrieren, der tut sich und seinen Kindern einen Gefallen. Denn etwas stetig Wiederkehrendes sorgt für Vertrautheit und Geborgenheit, etwas, was Kinder schon in den ersten Lebensjahren kennen Kinder Vertrautes wieder erkennen.

Das müssen nicht die großen Dinge sein, auch kleine in den individuellen Tagesablauf integrierte Rituale sorgen für einen besseren Zusammenhalt und Stabilität.

 

Das schaffen Rituale

  • sie erleichtern das Lernen und die Konzentration
  • sie fördern die Selbstständigkeit
  • durch Rituale werden Regeln und Grenzen gesetzt
  • sie schaffen Ordnung und Orientierung und helfen dabei, Krisen zu bewältigen
  • sie geben uns Halt und schenken Geborgenheit
  • Rituale reduzieren Ängste

 

Durch immer neue Anreize und zu viele Veränderungen geraten sie immer mehr in den Hintergrund. Doch die Psychologen sind sich einig: Gerade deshalb sind Rituale heute wichtiger denn je.

Dabei genügt schon, wenn ihr an den Wochenenden gemeinsam Unternehmungen plant oder gemeinsam kocht, oder wenn ihr jeden Tag wenigstens eine Mahlzeit gemeinsam einnimmt. Auch ein gemeinsames Spiel am Abend, eine Gute-Nacht-Geschichte oder das Einschlaflied vor dem Zubettgehen können zu lieb gewonnenen Gewohnheiten, also zu  Ritualen, werden, die den Kindern und auch uns helfen, den Tag zu strukturieren.

Rituale bieten gerade in unruhigen Zeiten, die durch hohen Anforderungen und Alltagsstress gekennzeichnet ist, Halt und Stabilität. Rituale schaffen in der Familie Gemeinsamkeiten, die ansonsten im Alltag untergehen bzw. vernachlässigt werden. Rituale erzeugen ein starkes Wir-Gefühl und bedeuten für Kinder, dass sie sich auf etwas freuen können, dass sie auffängt, auch wenn der Tag mal weniger schön war.

Experten raten dazu, zwei bis höchstens drei einfache Rituale in den Tag zu integrieren, dazu ein paar Wochen- und/oder Jahresrituale.

Wichtig ist, dass die Rituale allen Spaß machen und dass man auch mal davon abweichen darf. Passt auf, dass ihr vor lauter Ritualen nicht dazu neigt, das Familienleben in allzu feste Schemata einzuteilen, die das Miteinander leblos und zwanghaft machen.


 

Wie entstehen Rituale

Rituale können Traditionen sein, die Eltern aus ihren Kindheitserlebnissen weiter geben. Oftmals sind es aber Zufallsprodukte, denn es macht keinen Sinn, Rituale nach einem Lehrbuch oder Schema F aufzustellen. Die Rituale müssen zu der jeweiligen Familie und ihrer individuellen Situation passen und sich gut in den Alltag integrieren lassen. Wenn ihr merkt, dass eine immer wiederkehrende Handlung der ganzen Familie gut tut, dann wird sie fast automatisch zum Ritual.

Und das müssen gar nicht immer die großen Dinge sein. Wir haben für euch mal ein paar Ideen für Rituale zu unterschiedlichen Anlässen zusammengestellt.


 

Guten Morgen, Sonnenschein! Rituale für einen guten Start in den Tag!

Ein schöner Start in den Tag ist besonders wichtig. Überlegt euch, was ihr in eurer Familie dafür tun könnt. Um Hektik und Stress zu vermeiden ist es sinnvoll, den Taqg rechtzeitig zu beginnen.


Unser "Guten Morgen Ritual" sieht so aus, dass wir gemeinsam noch mindestens fünf bis zehn Minuten im Bett liegen und kuscheln und uns Mut für den Tag machen.

Hier mal ein paar weitere Ideen, die den Start in den Tag verschönern und zu einer lieb gewonnenen Gewohnheit werden können:

  • Steht rechtzeitig auf, um Stress und Hektik zu vermeiden
  • Weckt eure Kinder mit einem Lieblingslied oder singt ihnen ein Aufstehlied vor
  • Stellt euch selbst keinen schrillen Wecker lasst euch von schöner Musik wecken.
  • Wer schwer aus den Federn kommt, sollte dafür sorgen, dass er vor dem allgemeinen Wecken schon etwas Zeit zum Wachwerden hat.
  • Auch ein gemeinsames Frühstück mit liebevoll gedecktem Tisch kann für manch` eine Familie zu einem nicht mehr wegzudenkenden Start in den Tag werden. Hierbei solltet ihr euch mit dem Frühstück machen abwechseln. Wenn die Kinder schon etwas älter sind, können sie diesen Part an den Wochenenden übernehmen.
  • Jeder hat vielleicht einen Lieblingsbecher, aus dem er morgens am liebsten den Kaffee, Tee oder Kakao schlürft? Und wahrscheinlich hat jedes Familienmitglied eh schon einen festen Platz am Tisch?


Es gibt sicherlich noch weitere Möglichkeiten. Nicht in allen Familien ist es möglich, den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück zu beginnen, doch es sollte möglich sein, wenigstens einmal am Tag eine Mahlzeit gemeinsam einzunehmen.

In diesem Artikel findet ihr noch weitere Tipps für das richtige Aufwachen >>

 

Wasch- und Körperpflegerituale

Insbesondere bei Babys und Kleinkindern solltet ihr die Körperpflege zum Ritual werden lassen und die Pflegehandlungen wie Wickeln, Anziehen und Waschen mit Worten oder Liedern begleiten. Achtet darauf, dass ihr sie regelmäßig in der gleichen Reihefolge durchführt.

Schön ist es auch, wenn ihr euer Baby einmal am Tag zu einem geeigneten Zeitpunkt massiert. Einen Artikel zum Thema Babymassage gibt es hier >>

Auch bei Kindergarten- und Schulkindern könnt ihr die Körperpflege mit spielerischen Ritualen unterstützen. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Zähneputzen bei einem Lieblingslied (statt die übliche langweilige Sanduhr)? Weitere Motivationstricks zum Thema „Zahnpflege“ gibt es hier >>

 

Abschieds- und Begrüßungsrituale

Wenn die Familie nach dem Frühstück auseinander geht, solltet ihr euren Kindern  fröhliche Abschiedsformeln mit auf ihren Weg geben. Statt „Pass auf“, oder „Du musst dich jetzt aber beeilen“ oder „Hoffentlich wird diese Mathearbeit besser“ könnt ihr euren Nachwuchs „Viel Spaß im Kindergarten oder in der Schule“ wünschen.

Vielleicht habt ihr in eurer Familie eure ureigenen Verabschiedungsrituale, die ihr euch gegenseitig mit auf den Weg gibt? Wichtig ist nur, dass es sie eine positive und stärkende Wirkung beinhaltet. Es gibt nicht schlimmeres, als morgens zerstritten auseinander zu gehen.

Auch die Begrüßungsrituale bei der Zusammenkunft am Mittag oder Nachmittag sollten freundlich und positiv sein. Begrüßt eure Kinder nie mit „Habt ihr eure Deutscharbeit zurück“, „Sei mal ein bisschen leiser!“ oder „Musst du immer so unordentlich sein!“

Lasst eure Kinder erstmal zur Ruhe kommen. Vielleicht nehmt ihr sie zur Begrüßung in den Arm oder reibt – wie die Eskimos – die Nasen aneinander. Beim Mittagessen oder Abendbrot ist genügend Zeit da, dass die Familienmitglieder in Ruhe von ihrem Tag berichten können

 

Das (gemeinsame) Abendessen

Das Abendessen beschließt den Tag und es wäre wünschenswert, wenn bei dieser Mahlzeit alle noch einmal zusammen kommen und einander erzählen, was sie erlebt haben. Erfolge wie Niederlagen werden berichtet, ihr könnt euch gemeinsam über den Erfolg des anderen freuen oder dem anderen Mut machen, wenn mal etwas nicht so gut geklappt hat.

Ein schönes Ritual ist es, wenn jedes Familienmitglied berichtet, was an seinem Tag besonders schön war und was weniger gut gelaufen ist.
Es ist auch ein schönes Ritual, wenn ihr Mahlzeiten mit einem Spruch oder Gebet einleitet. Wenn sich alle bei den Händen fassen und sich einen Guten Appetit wünschen, kann das das Wir-Gefühl der Familie stärken.


 

Schlaf gut, John Boy - Das Gute-Nacht-Ritual

Die Nachtrituale sind vor allem dazu da, sich von den Aufregungen und Aktivitäten zu erholen und zur Ruhe zu kommen.

Insbesondere kleinere Kinder haben manchmal Schwierigkeiten, die vielen Eindrücke des Tages zu verarbeiten und dann entspannt einzuschlafen.
Wenn ihr den Abend nach einem bestimmten Muster ablaufen lasst, dann bekommen eure Kleinen nach und nach mehr Sicherheit und sie finden die nötige Entspannung und Ruhe, die sie für einen gesunden Schlaf brauchen. 
Vorlesestunden, Musik und auch Entspannungsübungen können hilfreich sein. Ein Lied oder Gebet zur guten Nacht weckt Schutz und Geborgenheit.
Hier findet ihr einen Artikel zum Thema Einschlafrituale

 


Festliche Rituale / Jahresrituale

Schön ist es auch, wenn sich die Familie auf bestimmte Ereignisse im Jahr freuen kann. Das kann die große Weihnachtsbäckerei traditionell am ersten Advent, der toll gedeckte Geburtstagstisch für jedes Geburtstagskind, das Ostereierpiken und der tolle Familienausflug am ersten Mai sein – wichtig ist, dass es Ereignisse sind, die jedes Jahr wieder kehren und an denen alle Freude haben.


Rituale verändern sich

Die Rituale sollten den Bedürfnissen der Familie und dem Alter der Kinder anpasst werden - Rituale müssen mitwachsen. War es einst die vorgelesene Gute-Nacht-Geschichte, die den Tag beschloss, so ist es mit zunehmendem Alter der Kinder vielleicht die gemeinsame Lesestunde. Seit variabel und schaut, was eurer Familie gut tut.

 

 

Buchtipps

 

Webadressen zum Thema „Rituale für Kinder“

 

 

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