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Unterstützende Maßnahmen zur Konzentrationsförderung

Wenn ein Kind Probleme hat, sich zu konzentrieren, muss es nicht gleich eine Störung oder Krankheit haben. Oft spielen andere Ursachen eine Rolle, die nichts mit einer Störung oder dergleichen zu tun haben. Diese externen Faktoren wirken oft banal, fallen meist nicht auf bzw. sind vielen Menschen gar nicht erst bewusst.

Zunächst einmal ist es wichtig, dem Kind bei der Erledigung seiner Hausaufgaben eine angemessene Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Kind so wenig Reizen wie möglich ausgesetzt ist, die es ablenken könnten. Hierzu gehören vor allem visuelle und auditive Reize. In erster Linie ist hier natürlich der Fernseher zu nennen, der während der Hausaufgabenzeit unbedingt ausgeschaltet sein sollte. Aber auch die im selben Raum spielenden Geschwister, die im selben Raum arbeitende Mutter, Straßenlärm oder das aus der Küche herüberschallende Radio und vieles mehr können für Ablenkung sorgen. Wenn diese störenden und ablenkenden Faktoren reduziert werden, wird es dem Kind leichter fallen, sich zu konzentrieren.

Kinder sind nur für eine bestimmte Zeitspanne dazu in der Lage, sich voll und ganz zu konzentrieren. Deswegen sollte es nicht unter Druck gesetzt werden, eine Sache sofort zu beenden. Stattdessen sorgen Erholungspausen für neue Energie, besonders wenn sich das Kind bewegt. Bei Bewegung „verordnet“ das Gehirn den Denkzentren eine Pause, so dass sie wieder aufgeladen werden können. Es ist also meist keine Unlust, Faulheit oder mangelnde Motivation, wenn euer Kind während der Hausaufgaben mal eine Pause einlegt, um beispielsweise einmal durch die Wohnung zu laufen, sondern ein ganz normaler Prozess, um wieder neue Energie zu erhalten. Natürlich muss hier aber auch darauf geachtet werden, dass die Pause nicht zu lang gerät und die Hausaufgaben in Vergessenheit geraten bzw. aufgeschoben werden.

Für die Konzentration braucht das Gehirn viel Sauerstoff. Also sollte vor den Hausaufgaben oder anderen Tätigkeiten, die Konzentration erfordern, das Kinderzimmer kräftig gelüftet werden. Das sollte in den oben angesprochenen Erholungspausen wiederholt werden. Frische Luft wird dem Kind helfen, sich besser konzentrieren zu können.

Überdies braucht das Gehirn zur Konzentration viel Flüssigkeit. Es ist demnach hilfreich, dem Kind zu den Hausaufgaben eine Flasche Mineralwasser auf den Tisch zu stellen, damit eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet ist. Auch so kann die Konzentrationsfähigkeit unterstützt werden.

Aber nicht nur Sauerstoff und Wasser, sondern auch Glucose wird von dem Gehirn bei geistiger Anstrengung benötigt, um gut funktionieren zu können. Glucose ist Einfachzucker und kommt überwiegend in Obst und Gemüse vor. Es kann also durchaus sinnvoll sein, dem Kind zur Schule Obst und Gemüse mitzugeben oder während der Hausaufgabenpause einen Apfel o. ä. anzubieten. Süßigkeiten hingegen enthalten eine andere Zuckerart, die dem Gehirn zwar kurzfristig einen „Kick“ verschafft, aber nicht lange anhält, währenddessen der Einfachzucker eine weitaus längere Wirkungszeit garantiert. Also: Obst und Gemüse helfen der Konzentration!

Ausreichendes Licht ist ebenfalls ein wichtiger Punkt für die Unterstützung von Konzentration. Natürliches Tageslicht ist optimal für die Augen, sollte es nicht anders möglich sein, ist auch eine Schreibtischlampe angebracht. Unzureichende Belichtung stört das Kind, und es ärgert sich mehr darüber, dass es seine Hausaufgaben nicht richtig lesen kann, als dass es sich konzentrieren kann. Zu grelle Beleuchtung lenkt jedoch auch zu sehr ab.

Ein optimal auf das Kind ausgerichtetes Arbeitsmobiliar trägt auch zur besseren Konzentration bei. Erzeugen Tisch und Stuhl keine Verspannungen oder gar Schmerzen, so kann das Kind sich auch besser konzentrieren. Hier hilft die Beratung von einem Fachmann.

Zudem sollte noch angemerkt werden, dass auch ein ausreichender Schlaf wichtig für das Kind ist. Wenn es ausgeschlafen und fit ist, fällt es ihm leichter, sich zu konzentrieren als wenn es müde und schlapp ist. Feste und angemessene Zubettgehzeiten sind hier angebracht.

Abschließend noch ein weiterer Tipp: Ist Euer Kind von der Menge der Hausaufgaben eingeschüchtert und hat Angst, nicht alles bewältigen zu können, so erarbeitet mit ihm einen Stufenplan von kleineren Einheiten. So kann es sich Stück für Stück vorarbeiten und muss sich nicht immer über die Riesenmenge ärgern, die es noch vor sich hat. Zudem kann es sich auf die kleineren Einheiten mit voller Konzentration stürzen anstatt von einem riesigen Haufen demotiviert zu werden. Hilfe, Unterstützung und Begleitung bei den Hausaufgaben sind angebracht und sinnvoll. Doch muss auch hier darauf geachtet werden, dem Kind nicht zu viel abzunehmen, damit es Selbstständigkeit erlernen und sein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärken kann.

Und natürlich sollten Lob und Anerkennung seitens der Eltern bei gelungener Konzentration nicht fehlen! Auch das stärkt das Selbstvertrauen der Kinder und motiviert für das nächste Mal.

 Wie bereits angedeutet, kann man Konzentration auch erlernen, einüben und trainieren. Wie das geht, erfahrt ihr im dritten Teil unseres Schwerpunktthemas in ein paar Tagen. Im nächsten Teil werde ich euch nämlich einige spielerisch-orientierte Lernhilfen sowie systematische Konzentrationsprogramme vorstellen.

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Sebastian Juris

 

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