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Wenn Kinder nach dem Sinn fragen!

„Wo war Paul, bevor er bei dir war, Mama?“, fragt die sechsjährige Lotta ihre Mutter eines Tages beim Mittagessen. „Ja, also …“ beginnt Lottas Mama, während ihr Hirn angestrengt an einer kindgerechten Antwort feilt. Aber was will die Sechsjährige eigentlich genau wissen? Geht es ihr bei dieser Frage um die Zeugung eines Menschen oder möchte sie etwas ganz anderes - etwas viel „Tieferes“  - erfahren?

Lottas Mutter könnte ihr etwas über ihren eigenen Glauben, daran, dass die Seele sich einen Ort, zwei Menschen auf der Erde aussucht, um ein weiteres Leben in Angriff zu nehmen, erzählen, doch auf die Schnelle lässt sich dieser Glaube einfach nicht in kindgerechte Worte fassen. Alles in Merles Mama schreit: Hilfe, was soll ich ihr nur sagen. Ich habe keine wirkliche Antwort auf diese Frage.

Erwartungsvoll blickt Lotta ihre Mama an und die entscheidet sich spontan für eine Gegenfrage.

„Was denkst du denn, Lotta, wo Paul war?“ Das folgende Gespräch wird Lottas Mama lange Zeit nicht mehr vergessen. Ihre Tochter erzählt und erzählt, bewegt sich durch Möglichkeiten, tastet sich an religiöse Vorstellungen heran, verwirft Thesen, stellt neue auf und sucht nach ihren eigenen Antworten. Zwischen Tochter und Mutter entwickelt sich eine unvergessliche Philosophiestunde bei Kakao und Schnittchen.

Eine ganz wichtige gemeinsame Zeit – ein ganz wichtiges Gespräch zwischen Kind und Erwachsenen, denn Kinder, die auf ihre Fragen immer und sofort Antworten bekommen, lernen vor allem eins: Die Großen wissen sowieso alles, da brauch ich doch gar nicht erst nachdenken. Die Schweizer Pädagogin Eva Zoller-Morf, Leiterin der schweizerischen Dokumentationsstelle für Kinder und Alltagsphilosophie, meint dazu: „Wenn Kinder große Fragen stellen, tun sie das in der schönen Tradition der Philosophen seit dem Altertum. Denn mit Fragen fängt das Denken an.“

 

Entdecken – erforschen – kennenlernen – damit beschäftigen sich Kinder

Und diese Neugierde beschränkt sich absolut nicht auf die materielle Welt, sondern schließt alles mit ein, was sich um das Kind herum präsentiert. Besonders kleine Kinder, mit ihrem noch unverbauten Zugang zu magischen Welten und Zauber, machen wenig Unterschied zwischen physischer und metaphysischer Welt. Die Frage, ob der Opa im Himmel noch immer seinen Lieblingspullover trägt, ist für die Kinder von genau solcher großen Bedeutung wie die Frage, warum das Flugzeug fliegt oder das Auto fährt.

Doch während wir in der Lage sind den technischen Aufbau einen Motors klipp und klar und abschließend zu erklären, stellt uns die Frage nach der himmlischen Bekleidung des Opas vor Schwierigkeiten. Es mag uns zwar recht unwahrscheinlich erscheinen, dass im Himmel Kleidung getragen wird, doch mit Sicherheit können wir diese Frage nicht beantworten. Niemand von uns war schließlich schon dort und weiß über die Zustände Bescheid, noch wissen wir nicht, ob wir nach dem Tod dort hinkommen und ob es einem dort gut oder schlecht geht. Wenn es um die ganz großen Fragen des Lebens geht, dann kommt man mit Wissen allein nicht weiter.

Hier ist Fantasie gefragt und die Lust am Spekulieren und Fabulieren.
Es gibt auf fast alle Fragen eine Antwort, man muss sie nur suchen und finden. Und gemeinsam mit den Kindern danach zu suchen, macht viel mehr Sinn, als ihnen fertige Antworten zu präsentieren. Genauso wie Kinder beim Kochen, Werken, im Kindergarten und in der Schule selbst ausprobieren und Hand anlegen wollen, so wollen sie auch selbst denken lernen und sich eine eigene Meinung bilden. Das Gespräch zwischen Lotta und ihrer Mutter endete übrigens mit der neu gebildeten Meinung Lottas, dass der kleine Bruder eine lange Reise durchs Weltall zurückgelegt hatte - vorbei an Sternen und Planeten - und sich von dort oben aus, schließlich seine zukünftige Familie ausgesucht hatte.

„Die Sterne haben ihn zu uns geführt. Was für ein Glück“, stellt das sechsjährige Mädchen abschließend fest und das sieht Lottas Mama ganz genauso.

az

 

 

+++  Buchtipps +++  Buchtipps +++ Buchtipps +++



Das Buch von allen Dingen
von Guss Kuijer
Gebundene Ausgabe: 93 Seiten
Verlag: Oetinger; Auflage: 2., Aufl. (Februar 2006)
ISBN-10: 3789140228
ISBN-13: 978-3789140228
Preis: 9,90 Euro

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Thomas kann Dinge sehen, die andere nicht sehen können. Er sieht tropische Fische, die in den Grachten schwimmen und erfasst die Magie von Frau Amersfoort, der Nachbarin, die ihren Mann im Widerstand verloren hat. Er sieht die Schönheit von Elisa mit ihrem Bein aus Leder, das beim Gehen knirscht, und sogar Herrn Jesus, der Thomas anbietet, ihn einfach nur Jesus zu nennen. Vor manchen Dingen würde Thomas allerdings am liebsten die Augen verschließen. Aber er nimmt sich vor, dass er keine Angst mehr haben will. Und so wird er jeden Tag etwas mutiger und geht in kleinen Schritten seinen Weg. Ein Roman über eine Kindheit in den 50er Jahren - der zeitlose Fragen nach Liebe, Glaube, Freiheit und Glück thematisiert.

Ganz wunderbar zum Nachdenken und Philosophieren über den Sinn des Lebens geeignet,  ist sicherlich dieses ergreifende Buch von Guus Kuijer.
Ein Buch, welches den Leser ständig zwischen Lachen und Weinen,  Entsetzen und Verstehen, Wut und Freude hin und her schwanken lässt. Ein kleines und sehr seltenes Buch, das große Klugheit und dramatische Realität mit unauslöschlichem Humor verbinden - und damit das Leben selbst eingefangen hat. Dennoch (oder vielleicht gerade deswegen) lässt es viel Platz und Freiraum für eigene Gedanken, Fragen und Antworten.
Wirklich absolut lesenwert, wobei es sicherlich für ältere Jugendliche und Erwachsene geeignet sein dürfte.

 

Sofies Welt
von Jostein Gaarder
Taschenbuch: 622 Seiten
Verlag: Dtv; Auflage: Neuaufl. (Dezember 1999)
ISBN-10: 3423620005
ISBN-13: 978-3423620000
Preis: 10,00 Euro

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Sofie ist ein junges Mädchen, das im Sommer seinen 15. Geburtstag feiert und aus heiterem Himmel merkwürdige Briefe erhält, mit so komischen Fragen wie zum Beispiel: "Wer bist du?", "Woher kommt die Welt?" oder "Gibt es ein Leben nach dem Leben?". Aber es kommen auch Briefe an ein anderes Mädchen namens Hilde, das bei Sofie wohnen soll.
Sofie macht sich auf, Hilde zu suchen und begegnet dabei Alberto Knox, der ihr einen Philosophiekurs anbietet. Dabei lernt Sofie in kürzester Zeit mehr, als in einem Jahr an der Schule.

Noch dazu ist es hochinteressant, was Alberto über die Zeit der Mythen zu berichten weiß. Er erzählt von den Griechen, legt einen rasanten Streifzug durchs Mittelalter ein, beschreibt Renaissance, Barock und die wichtigsten Denker der Aufklärung und arbeitet sich an exemplarischen Beispielen wie Freud und Sartre bis zur Gegenwart durch.

"Was ist der Unterschied zwischen Tier und Mensch?", "Hat der Mensch eine Seele?", "Was passiert nach dem Tod?" , „Woher kommst die Welt?“, „Wer bist du?“ …  All das sind Fragen mit dem sich dieses wirklich absolut lesenswerte Buch beschäftigt. Die Geschichte der Philosophie mit ihren wichtigsten Erkenntnissen wird erzählt, untermauert mit einer rästelhaften und spannenden Story, die ebenfalls philosophisch ist. Kompliziert verfasste Werke (z.B. von Freud) werden in einer einfachen und verständlichen Sprache zusammengefasst und erklärt. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und sicherlich für Jugendliche, aber ganz bestimmt auch für Erwachsene wunderbar geeignet ist.

 

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