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Kinder besser verstehen: Die richtigen Fragen stellen

Warum-Fragen vermeiden

In Beratungsgesprächen versucht man, ohne Warum-Fragen auszukommen, da sie den Befragten in eine unangenehme Rechtfertigungsposition katapultieren. Kinder sind zudem überfordert damit, wenn sie Verhaltensweisen analysieren und die eigenen Beweggründe darlegen sollen. Auch Erwachsene verheddern sich gelegentlich aus Erklärungsnot in wirren Interpretationsversuchen. Weitaus mehr Informationen bekommen wir, wenn wir das Kind erlebte Situationen beschreiben lassen. „Erzähl doch mal, wie das passiert ist.“

 

Offene Fragen stellen

Auf geschlossene Fragen kann man nur knapp antworten, manchmal nur mit „ja“ oder „nein“ („Gefällt es dir hier?“ - „Ja.“) Je nachdem, was man erfahren möchte, können sie sinnvoll oder unangemessen sein. Dasselbe gilt für Wie-Fragen: „Wie gefällt es dir hier?“ - „Gut“. Eine offene Frage dagegen regt zum Sprechen an: „Erzähl mal, was ist denn hier so los?“

 

Keine vorgefassten Antworten mitliefern

Vorsichtig sollten wir mit Suggestivfragen sein, da sie mit Unterstellungen arbeiten. („Es gefällt dir hier nicht?“) Der passende Unterton erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind nur das antwortet, was der Frager offensichtlich hören will.

 

Eindeutig  fragen

Wer komplexe Fragen stellt, provoziert Missverständnisse: „Spielst du lieber mir Susi oder Annika oder spielst du überhaupt nicht gern mit anderen?“ - „Nein.“ Alles klar? Besser also einfache, eindeutige Fragen stellen: „Mit wem spielst du denn gern?“

 

Schweigen ist auch eine Antwort

Reagiert ein Kind auf eine Frage nicht, kann das verschiedene Gründe haben. Vielleicht hat es die Frage nicht verstanden? Dann sollte man sie noch einmal stellen, allerdings nicht wortwörtlich. Kleiden Sie Ihre Frage in andere Worte. Sollte das Kind immer noch nicht reagieren, liegt es vielleicht am Thema. Warum ist es nicht bereit, über dieses T hema zu sprechen? Hat es Angst? Fühlt es sich damit überfordert?

Prinzipiell sollte Ihr Kind die Freiheit haben, Fragen nicht zu beantworten. Schließlich sollte es nicht das Gefühl bekommen, einem Verhör unterzogen zu werden. Sehr wohl aber können Erwachsene dieses Schweigen thematisieren. Benutzen sollte man hierbei allerdings Ich-Botschaften, denn Vorwürfe könnten das Kind zusätzlich in die Defensive bringen. „Ich habe das Gefühl, dass du darüber nicht so gerne sprechen möchtest.“

Im Gespräch mit unseren Sprösslingen ist Respekt und Geduld gefordert. Kinder sind keine Parkscheinautomaten, die das ausspucken, was wir vorher hinein gesteckt haben. Darin liegt die erzieherische Herausforderung. Und die Chance, unser Kind wahrzunehmen als das, was es ist: Ein einzigartiges Wesen mit eigenen Gefühlen, Gedanken und Erlebnissen.

 

Weitere Beiträge aus der Reihe "Kinder besser verstehen":

 

Felicitas Römer

 

Literatur:

  • Martine E. Delfos: „Sag mir mal...“, Gesprächsführung mit Kindern zwischen 4 und 12 Jahren; Betz 2004
  • „Sprich mit mir“. Tipps, Ideen, Informationen und viele Spiele zur Förderung der Sprachentwicklung, Verlag Mehr Zeit für Kinder 2004
  • Paula Honkanen-Schoberth: „Starke Kinder brauchen starke Eltern“, hierin: „Feedback und Feedbackregeln“; Urania Verlag
  • Thomas Gordon: „Familienkonferenz“, hierin: „Wie man sprechen muss, damit Kinder einem zuhören“, Heyne 1989

 

 

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