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Ich mach das schon - Wenn Eltern ihren Kinder alles abnehmen ...

Kinder müssen im Leben ihre eigenen Erfahrungen machen und daher ist es wichtig, dass sie von Anfang an lernen, gewisse Probleme selbst lösen. Und das fängt schon im Sandkasten an.

„Mama“, heult der dreijährige Florian, „Thomas hat mir meinen Bagger weggenommen!“ Tränenüberströmt steht Florian da und Renate hat jetzt mehrere Möglichkeiten. Sie kann den Streit für Florian schlichten, sie kann ihrem Sohn sagen, was er tun soll oder sie kann ihn ermutigen, den Streit selbst zu schlichten.

Eltern neigen oft dazu, die Probleme ihrer Kinder selbst in die Hand zu nehmen, doch das ist auf Dauer wenig hilfreich! Wenn die Eltern immer zur Stelle sind, dann berauben sie den Kindern die Möglichkeit, die logischen Konsequenzen für ihr Tun und Handeln selbst zu erfahren und daraus auch zu lernen!

Sofern Kinder und Jugendliche immerzu Ratschläge bekommen und diese auch befolgen, statt ihre eigenen Erfahrungen zu sammeln, besteht die Gefahr, dass sie in eine ungesunde Abhängigkeit geraten. War der Rat positiv, so können sich die Kinder diese Überlegung und Intuition nicht selbst zuschreiben, war er negativ, so werden wiederum rasch die Eltern verantwortlich gemacht, was zu ungesunden Trotzreaktionen führen kann.

Die Angewohnheit, Angelegenheiten der Kinder selbst in die Hand zu nehmen, eignen sich Eltern oft schon an, wenn die Kinder sehr klein sind.  Am Beispiel von Florian reagieren Mütter oder auch Väter oft so, dass sie entweder gute Ratschläge erteilen oder aber sogar selbst in das Geschehen eingreifen. 

Ein anderes Beispiel: Der fünfjährige Yannick trödelt seit jeher und insbesondere beim morgendlichen Anziehen braucht er ungewöhnlich lange. Im hektischen Alltag hat Hannah es vorgezogen, den Jungen eben schnell selbst anzukleiden und so Stress zu vermeiden.

Klar, dass Yannick keinen Grund sieht, warum er sich alleine anziehen sollte. Um das Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen, muss Hannah viel Zeit und Geduld investieren, um die Routine am Morgen neu zu strukturieren. Dabei wäre es sinnvoll, bereits am Abend ein wenig zu „trainieren“. Hannah könnte ihren Sohn mit zusätzlicher Fernsehzeit belohnen, wenn er schnell fertig wird oder ihn Fernseh/-Spielzeit verlieren lassen, wenn er trödelt. Statt wie morgens ständig Kritik zu üben, kann Hannah ihren Sohn für seine Selbstständigkeit (auch wenn es anfänglich dauert) loben. So lernt Yannick nach und nach, eigenständig und verantwortungsvoll zu handeln. Außerdem ist es auch wichtig, dass sich Hannah für das morgendliche Ritual den Wecker etwas früher stellt, um Stress aus dem Weg zu gehen und zu vermeiden, dass sie ihren Sohn wieder selber ankleidet, um pünktlich zur Arbeit zu kommen.

In vielen Bereichen ist es immens wichtig, die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern! Frühzeitig sollten Eltern anfangen, sich wie ein Fahrlehrer zu verhalten. Der begleitet und unterstützt seine Schüler auch nur und greift nur im Notfall ein.

Dadurch, dass Kinder etwas selbst gemacht, geschafft oder erarbeitet haben, wird ihr Selbstwertgefühl gestärkt. Kinder, die alles abgenommen bekommen, haben weniger Erfolge zu verbuchen.


 

Gemeinschaftliches Lösen von Problemen

Wenn euer Kind in gewissen Situationen Unterstützung braucht, dann solltet ihr ihm diesen Halt natürlich auch geben. Eine gute Lösung ist, wenn ihr gemeinsam nach einer Lösung des Problems sucht. Das korrigiert ein unerwünschtes Verhalten des Kindes (z. B. Gewaltreaktionen). Eine gemeinsame Problemlösung hilft dem Kind, Konflikte zu bewältigen und es fördert seine Eigenständigkeit, das Verantwortungs- und auch das Selbstbewusstsein. Es macht stark und stolz, wenn eine schwierige Situation eigenständig bewältigt worden ist.

Das können Sie mit ihren Kindern von Anfang an trainieren. Eltern tun nicht gut daran, wenn Sie nach der Devise „Lass Papa/Mama mal machen“ handeln, und dem Nachwuchs damit das Gefühl/die Chance nehmen, aus eigenen Erfahrungen zu lernen. 

 

Das solltet ihr beachten:

  • Kinder sollten, wann immer möglich, aus logischen Konsequenzen lernen.
  • Wenn ihr euren Kindern alle Schwierigkeiten abnimmt, führt das zu Ablehnung und Abhängigkeit.
  • Ein direktes Eingreifen ist selbstverständlich immer dann gefragt, wenn die Sicherheit der Kinder oder die Rechte anderer Menschen gefährdet sind.
  • Die Methode der gemeinsamen Problemlösung sollte dann angewendet werden, wenn direktes Eingreifen seitens der Erwachsenen notwendig ist.

(ker) 

 

Weitere Informationen

 

Weiterführende Artikel im Internet:

 

 

Buchtipp:

Jesper Juul: Das kompetente Kind: Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie. Rororo, 8,95 Euro

Seit dem Erfolgsbuch "Weltwissen der Siebenjährigen" sind sie in aller Munde: die unterschätzten Talente der Kinder. Wie ihre faszinierenden sozialen Fähigkeiten Familienleben und Erziehungspraxis bereichern können, zeigt der bekannte dänische Pädagoge Jesper Juul anhand vieler Beispiele.

"Das kompetente Kind" ist ein erfrischendes Plädoyer für Eltern, auf die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung ihrer Kinder zu vertrauen. Ganz wichtig ist es, sich gegenseitig in seinen Gefühlen und Gedanken zu respektieren - unabhängig vom Alter.

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