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In der heutigen Zeit bestimmt ein ewig voller Terminkalender und häufig auch die Berufstätigkeit beider Elternteile das Leben der Familien und Zeit wird zur Mangelware. Daher kommt bei vielen Eltern oft die Frage auf: "Wie viel Zeit braucht mein Kind eigentlich?" Einige Experten haben sie sogar beantwortet. Demnach beanspruchen Babys und Kleinkinder den weitaus größten Teil der Zeit mit den Eltern, wohingegen es bei älteren Kindern immer mehr abnimmt, da sie mit zunehmendem Alter immer selbstständiger werden. Familienzeit vereinbaren Grundsätzlich sollten Eltern, egal ob berufstätig oder nicht, eine Familienzeit vereinbaren, in der sie den Kindern ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Oftmals bietet sich hierfür die Zeit vom Abendbrot bis zum Zubettgehen an. Die Familienzeit kann mit einem kommunikativen Abendessen eingeleitet werden. Nach dem Essen sitzt die Familie noch länger beisammen und jedes Familienmitglied erzählt von seinem Tag.
Dann folgen bei Bedarf weitere Gespräche, ein gemeinsames Spiel, das Vorlesen, ggf. Hausaufgaben oder ein gemeinsamer Abendspaziergang. Ganz wichtig ist, dass die Kinder in dieser Zeit die direkte Zuwendung von den Eltern erhalten und ihnen ungeteilte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Hausarbeit und andere „Belanglosigkeiten“ haben in dieser Zeit nichts zu suchen… Selbstverständlich kann es vorkommen, dass ältere Kinder nach dem gemeinsamen Abendbrot auch Zeit für sich alleine brauchen und sich mit einem Buch oder Musik auf ihr Zimmer zurückziehen. Das ist völlig in Ordnung, denn auch die Zeit für einen selber ist heutzutage knapp. Wichtig ist, dass die Kinder spüren, dass ihre Eltern in dieser Zeit für sie da sind und sich nicht anderweitig beschäftigen. Erschwerte Bedingungen Marianne ist allein erziehend und 30 Stunden pro Woche berufstätig. Sie hat alles in allem sehr wenig Zeit zur Verfügung und auch die Hausarbeit erledigt sich nicht von alleine. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass Sie sich einen „Stundenplan“ erarbeiten, in dem Sie die Familienzeit festlegen. Marianne hat sich mit ihren beiden Kindern darauf geeinigt, dass sie gemeinsam den Tag mit einem Frühstück beginnen und mit dem Abendbrot beschließen. Jeden Abend widmet sie sich zusätzlich jedem Kind eine halbe Stunde, ohne dass der Alltagskram dazwischen funkt. Und auch fürs Wochenende gibt es mindestens eine Aktion, an der alle drei teilnehmen. Zeit: Qualität vor Quantität Bei dem Thema „Wie viel Zeit brauchen Kinder“ sollten Eltern unbedingt im Hinterkopf haben, dass Qualität wichtiger ist als Quantität. Nicht immer verbringt die Hausfrau/der Hausmann, die/der den ganzen Tag den Nachwuchs betreut, auch wirklich intensive Zeit mit den Kindern. Abgelenkt von dem Alltag und der Hausarbeit werden die Kinder zwar versorgt, aber von einer qualitativen Beschäftigung mit ihnen kann oft keine Rede sein. Ob Eltern berufstätig sind oder nicht, sie sollten sich zumindest für ein bis zwei Stunden am Tag ganz den Kindern widmen. Bezüglich der Expertentipps wie „eine halbe oder dreiviertel Stunde ´quality-time` müssten (berufstätige) Eltern ihrem Kind schon widmen“ kann nur gesagt werden, das sich die Zeit, die Kinder brauchen, nicht wie ein Geschäftstermin planen lässt, denn kleine brauchen mehr als große, kranke mehr als gesunde, traurige mehr als glückliche, schwache und sensible mehr als starke und selbstbewusste. Die Eltern sollten ein Gespür dafür entwickeln und auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen. Die oben beschriebenen „Familienzeit“ ist ein sehr guter Ansatz für ein harmonisches Familienleben, denn auch große, gesunde, glückliche, starke und selbstbewusste Kinder brauchen die Zuwendung und Zeit ihrer Eltern. Literatur und Links:
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