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Ist mein Kind noch normal ???

Man kann es ja verstehen: Das eigene Kind wird wie ein Schatz gehütet und ist das Wertvollste, was man sich vorstellen kann. Der ganze Stolz der jungen Eltern manifestiert sich in diesem kleinen Wesen; man wünscht sich nur das Beste für ihn/sie und legt alle seine Hoffnungen und guten Wünsche in das Kind.

Da entwickelt sich auch ein unheimlicher Druck...

Das eigene Kind soll ja schließlich das Schönste/Klügste/Beste sein, dass die Welt je gesehen hat. Dementsprechend soll es ja am besten in allem was es von sich gibt und leistet, die anderen übertreffen.

Merken Sie es: Schon hier macht sich der Leistungsdruck unserer Gesellschaft bemerkbar. Alles muss besser, schneller, höher sein als das vorherige.

Mit Adleraugen haben die Eltern die Entwicklung ihres Kindes im Auge: Wächst es genauso schnell wie das Nachbarskind? Oh Schreck - es ist nach fasst 3 Jahren immer noch nicht sauber! Hat es jetzt das erste mal "Mama" gesagt oder war es immer noch seine Babysprache !?

"Mein Sohn konnte mit achtzehn Monaten noch nicht sitzen"

Andrea (30) erzählte mir neulich von ihren Krabbelgruppenerfahrungen: "Als ich mit Sven eine "Krabbelgruppe" besuchen wollte, verging mir schon nach dem 2. Mal die Lust. Ich wurde ständig mitleidig angesehen, weil mein Sohn in seiner Entwicklung etwas langsamer ist. Er konnte mit 10 Monaten noch nicht krabbeln und sitzen - für mich war das aber kein Grund, panisch zum Arzt zu rennen, aber die anderen fanden anscheinend unnormal". Um Missverständnisse zu vermeiden: ich möchte mich hier um Gotteswillen nicht über diese Sorgen lustig machen oder diese ins Lächerliche/Überzogene ziehen. Schließlich bin ich selbst noch keine Mutter, habe dementsprechend in diesem Sinne "keine Ahnung", und wer weiß schon, wie ich selbst mal sein werde, wenn es denn mal so weit ist!...

Wie ich bereits am Anfang erwähnte: Alle diese Ängste sind natürlich und normal - man muss nur lernen, damit konstruktiv umzugehen und sie für sich zu nutzen!

Ich habe im Laufe meiner Tätigkeit als Sozialpädagogin bei der Arbeit mit Kindern gemerkt, dass es die unterschiedlichsten Formen der Ängste um die Entwicklung des Kindes gibt - und in manchen Fällen musste sogar ich als "Nicht-Mutter" nur noch mit dem Kopf schütteln. Mir ist in diesem Zusammenhang wichtig, die Position des Kindes zu sehen und zu übernehmen. Kinder merken sehr schnell, wenn die Eltern sich Sorgen machen, bzw. aufgrund dieser Sorgen (Leistungs-)druck entsteht - auch wenn nach außen hin alles o.k. erscheint! Ihre Antennen sind so fein, dass sie z.B. schon am Klang der Stimme, einem Blick genauestens herauslesen können, was mit den Eltern los ist!

Da sie sich selbst dann nicht genau artikulieren können, nachfragen können, mit den Eltern reden können, empfinden sie ein nicht näher definierbares, dumpfes Gefühl, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist - und das ist schlimm! Auf diese Art und Weise kann dann die Entwicklung eines Kindes gestört werden - psychisch und körperlich.

Hecheln Sie keinen Tabellen und der Entwicklung anderer Kinder hinterher.

Ich möchte mit diesem Beitrag keine Patentrezepte oder Tabellen veröffentlichen, anhand derer man ablesen kann, ob das eigene Kind sich normal entwickelt. Solche Richtlinien gibt es definitiv nicht! Mit Sicherheit haben die Medizin, Psychologie und Pädagogik viele Skalen, Richtlinien und Listen erstellt, anhand derer sich die Entwicklung eines Kindes ablesen lässt, bzw. man nachverfolgen kann, wie weit das Kind ist. Mit Hilfe dieser kann man auch Abweichungen erkennen und unter Umständen Maßnahmen einleiten, die dem Kind helfen sollen, Defizite auszugleichen. Aber es ist absolut sicher so, dass kein Kind der Welt sich genauso wie ein anderes entwickelt! Genauso wie jeder von uns seine individuelle Persönlichkeit hat, die für sich dann auch individuelle Stärken und Schwächen hat, so ist jeder in seiner Entwicklung verschieden!

Da kann es durchaus auch mal Verzögerungen geben, die dann aber nicht unbedingt bedeuten müssen, dass etwas nicht in Ordnung ist, sondern dass das Kind sich halt in diesem Bereich anders entwickelt und vielleicht etwas mehr Zeit braucht. Höchstwahrscheinlich entwickelt sich das Kind in einem anderen Bereich dafür schneller als alle anderen - und da ist man doch mit Sicherheit sehr stolz drauf, anstatt sich Sorgen zu machen, ob das normal ist - nicht wahr?

Ich möchte Ihnen den Anstoß geben, den eigenen, gesunden Menschenverstand etwas mehr zu nutzen, anstatt irgendwelchen Tabellen oder vielleicht der Entwicklung des kleinen Peter von nebenan, nachzuhecheln und sich selbst und dem Kind unnötigen Stress anzutun.

Mit Sicherheit wird man es nicht schaffen, absolut cool und souverän an diese Sache heran zu gehen - aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Mir ist wichtig deutlich zu machen, dass es für alle Beteiligten eine Menge Stress weniger und viel mehr Spaß bedeutet, wenn man die Dinge etwas gelassener und ungezwungener angeht. "Ich habe mein Kind nicht auf die Welt gebracht, um es einem Wettbewerb nach dem anderen zu unterwerfen. Ich habe solche Dinge in meiner Kindheit selbst erleiden müssen; meiner Tochter soll dieser Druck erspart bleiben !" So die Aussage einer jungen Mutter. Ich finde, sie hat recht.

Sonja Schmitt

 

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