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Der erste Abschied von zu Hause

Die erste Zeit mit dem Kind ist sehr intensiv. Die Eltern verbringen viele Stunden am Tag mit dem neuen Familienzuwachs. Doch so schön diese Zeit auch ist – irgendwann heißt es Abschied nehmen - zumindest für ein paar Stunden am Tag. Je nach familiärer oder beruflicher Situation kann der Spross schon mit wenigen Lebensmonaten zur Tagesmutter oder in die Kindertagesstätte gebracht werden, spätestens aber mit drei Jahren kommen die meisten Kinder in den Kindergarten. Und dann heißt es endgültig, sich für einige Stunden am Tag von den Eltern zu trennen.

"Insbesondere die erste Zeit ist nicht immer ganz leicht", weiß die junge Mutter Sabine aus eigener Erfahrung, "daher ist es wichtig, für die Phase der Eingewöhnung Zeit und auch Geduld mitzubringen."


Loslassen ist nicht immer leicht

Nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern fällt es oft schwer, loszulassen. Wenn die Kleinen dicke Krokodilstränen weinen und ein "Mama, bitte geh nicht!" schluchzen, dann zerschneidet es einem förmlich das Herz. Dieses Szenario ist besonders bei bereits älteren Kindern Gang und Gäbe, deshalb sollten Eltern für die Eingewöhnungsphase eine primäre Bezugsperson zu wählen, die dem Kind zwar nahe steht, aber auch loslassen kann.

Loslassen hat auch viel mit Vertrauen zu tun. Wenn Eltern unsicher sind, ob der Kindergarten der richtige für ihr Kind ist, ob das Konzept der Einrichtung überhaupt den Erwartungen entspricht oder ob die Entscheidung, das Kind möglicherweise schon unter drei Jahren in den Kindergarten zu geben, richtig war, dann ist es schwer, das Kind dieser neuen Lebenssituation anzuvertrauen.

"Es ist enorm wichtig, dass die Eltern ihre Kinder mit einem guten Gefühl zu uns in die Einrichtung bringen und auch das entsprechende Vertrauen in uns haben. Mögliche Vorbehalte und Unsicherheiten der Eltern übertragen sich schnell auf das Kind - die haben nämlich ein ganz sensibles Gespür für die Unsicherheiten ihrer Eltern", erklärt die Erzieherin Claudia Kratz.

 

Eingewöhnung braucht Zeit

Wie lange das Kind für die Zeit der Eingewöhnung benötigt, ist ganz unterschiedlich. "Wir empfehlen den Eltern, mindestens sechs Tage für die Eingewöhnung einzuplanen", so die Erzieherin. "In einigen Fällen kann es sogar bis zu drei Wochen dauern."

Wenn für das Kind ein solch einschneidender Lebensabschnitt beginnt, ist es wichtig, dass die Eltern entsprechend Ruhe und Zeit mitbringen. Es ist gefährlich, zeitgleich einen neuen bzw. den alten Job zu beginnen - das setzt nur unnötig unter Druck. Wie die Eingewöhnungsphase dann in der Einrichtung verläuft, ist von der jeweiligen Philosophie abhängig. "Wie viele andere Tagesstätten auch, arbeiten wir Bezugspersonen orientiert", erklärt Claudia Kratz, "Jedes Kind bekommt in dieser Zeit eine Bezugserzieher/in zur Seite gestellt. Im Beisein der Begleitperson wird das Kind mit "seiner" Erzieherin in die Gruppe eingeführt." Natürlich ist die Begleitperson in der ersten Zeit noch anwesend, doch nach ein paar Tagen finden dann die ersten "Trennungsversuche" statt. In vielen Einrichtungen wird Wert darauf gelegt, dass die Abschiede nach einem bestimmten Ritual ablaufen und nicht in die Länge gezogen werden. Eine lange Abschiedszeremonie erleichtert nämlich weder den Eltern noch dem Kind die Situation und weckt nur unnötige Unsicherheit.

"Tschüß Klara, bis heute Mittag!" Thorsten Stranz drückt seiner zweijährigen Tochter noch ein Küsschen auf die Wange, bevor er sie ihn in die Arme von Frau Müller gibt. Frau Müller ist Erzieherin in der Sternchengruppe, in die seit wenigen Wochen auch Klara ist. Sie ist die Bezugsperson des Kitaneulings. "Klara hat sich prima hier eingelebt", erzählt der junge Vater, "am Anfang war natürlich alles ganz neu und aufregend, aber nach kurzer Zeit war Jonah hier voll involviert. Jetzt bringe ich ihn morgens und wenn ich gehe, dann übergebe ich ihn der Jessica." Die älteren Kinder schubsen ihre Eltern oft zum Abschied aus der Tür. Welches Abschiedsritual die Kinder auch wählen und wie viel Zeit sie für die Eingewöhnung auch benötigen, mit Gelassenheit und Vertrauen schenken Eltern ihren Kinder die Sicherheit, die sie für diesen neuen Lebensabschnitt brauchen.

 

Tipps für Eltern

  • Schaut euch mehrere Einrichtungen an und gebt euer Kind in die Hände, zu denen ihr absolutes Vertrauen habt.
  • Ihr  sollten einplanen, dass die Anfangszeit im Kindergarten bzw. in der Tagesstätte nicht immer ganz reibungslos verläuft. Gewöhnt euch ganz allmählich an die Trennung voneinander. Gebt euch und eurem Kind in den ersten Wochen einfach Zeit. Sollte eine Veränderung im Berufsleben oder ein Wiedereinstieg in den Beruf anstehen, dann ist es ratsam, eine Pufferzone von etwa vier Wochen einzurechnen bzw. einer anderen, vertrauten Person die Eingewöhnungsphase zu übertragen - alles andere bedeutet Stress und das ist für so einen wichtigen Lebensabschnitt nicht zu empfehlen.
  • Schenkt eurem Kind das Vertrauen, dass es mit dieser neuen Situation gut zurechtkommt.
  • Statt beim Abschied selbst in Tränen auszubrechen, solltet ihr eurem Kind Sicherheit und Rückhalt geben, denn Mama oder Papa kommen ja wieder – ganz bestimmt!
  • Haltet gerade in der Anfangszeit einen engen Kontakt zu den Erzieherinnen und fragt immer wieder nach, ob es was Besonderes gegeben hat. Sie können am besten beurteilen, ob es eurem Kind in der Gruppe wirklich gut geht.
  • Es gibt jetzt neue Bezugspersonen für das Kind, auf die die Eltern keinesfalls eifersüchtig sein brauchen. Für die Selbstständigkeitsentwicklung des Kindes sind Bezugspersonen außerhalb des Elternhauses sehr wichtig.

 

Weiterführende Literatur

 

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