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Kinderrechte: Spielen (nicht) verboten!

„Machste mal im Hausflur Krach, kriegste gleich eins auf das Dach, willste über’n Rasen laufen, musste dir ein Grundstück kaufen, lachste mal im Treppenhaus, kommt der Hauswart und schreit „raus!“

Fragt doch mal eure Eltern, ob sie sich noch an dieses Lied erinnern können. Es ist die Titelmelodie aus der Kindersendung „Rappelkiste“, die vor 30 Jahren im Fernsehen lief.

Dieses Lied handelt von Verboten und Strafen und von Regeln, an die Kinder sich halten sollen, weil es sonst Ärger gibt. Damals waren eure Eltern die Kinder. Und früher wie heute haben Kinder mit Nachbarn, Hausmeistern und anderen Personen zu kämpfen, die sich scheinbar über alles beschweren. Im Winter stört das Herumlaufen in der Wohnung und im Sommer das Spielen auf der Wiese.

Es entsteht der Eindruck, dass ihr es diesen Ewig-Nörglern gar nicht recht machen kann und ihr fühlt euch ungerecht behandelt. Aber Moment mal, wer hat denn überhaupt Recht?
Dieser Frage wollen wir hier auf den Grund gehen und zeigen euch anhand einiger Alltagssituationen, wo das Recht auf eurer Seite ist und wo nicht.
Am Ende gibt es noch ein paar Tipps vom Kinderschutzbund für euch, was ihr tun könnt, um euch zu stärken, wenn’s mal wieder Stress gibt, mit dem Störenfried von nebenan.

 

Spielen und Musik machen in der Wohnung

In einer Mietwohnung habt ihr dieselben Rechte wie eure Eltern. Ihr dürft Freunde einladen, spielen, auch mal lauter spielen, nur am Mittag zwischen 13 und 15 Uhr und während der Nacht zwischen 22 und 7 Uhr müsst ihr die Ruhezeiten einhalten und leiser sein.
Wenn ihr ein Instrument spielt, prima, ihr dürft zwei Stunden am Tag üben. Es sei denn ihr spielt Schlagzeug oder Trompete, da müsst ihr euch mit den Nachbarn auf eine kürzere Zeit einigen, aber dürft maximal 1 Stunde am Tag spielen. Eine ganze Band zum Proben einzuladen, ist natürlich nicht erlaubt.


 

Spielen im Haus

Im Hausflur, im Keller und auf dem Dachboden ist es leider verboten zu spielen. Aber natürlich dürft ihr euch in eurem eigenen Kellerraum austoben, wenn eure Eltern nichts dagegen haben. Vielleicht fragt ihr mal eure Nachbarn, ob jemand wirklich etwas dagegen hat, wenn ihr euch gelegentlich auf dem Dachboden aufhaltet. Immer vorausgesetzt natürlich, dass die Gegenstände von anderen Mietern nicht beschädigt werden.


 

Rasen betreten verboten?

Wenn eine Rasenfläche oder ein Innenhof zum Haus gehört, dürft ihr auch dort spielen und sogar eure Freunde oder Nachbarskinder einladen. Es darf nämlich kein Kind durch ein Spielverbot gezwungen werden, alleine zu spielen.

Wenn bei euch im Haus hauptsächlich alte Leute wohnen, darf der Vermieter euch das Spielen leider verbieten, damit sich die älteren Menschen in ihrer Ruhe nicht gestört fühlen.

Aber ihr könntet bei den Nachbarn fragen, ob ihr mit eurem Spielen wirklich jemanden stört. Es gibt nämlich auch ältere Mitmieter, die sich freuen, wenn in ihrem Umfeld „etwas los ist“.

Wenn eure Familie den Garten benutzen darf, dürfen eure Eltern sogar Spielgeräte für euch  aufstellen. Das gilt natürlich nur, wenn dafür nicht der ganze Garten umgebaut werden muss.


 

Spielen in der Mittagszeit oder sonntags erlaubt?   

Spielplätze sind zum Spielen da und damit müssen sich die Anwohner, die drum herum wohnen, abfinden. Sie dürfen euch weder mittags noch abends verscheuchen, denn es ist erlaubt, dass ihr von 7 – 22 Uhr dort spielt.

Wenn der Spielplatz, und das ist oft mitten in der Stadt der Fall, ganz nah an Wohnhäusern steht, könnt ihr so lange dort spielen, wie es auf dem Hinweisschild steht. Das ist in der Regel bis 19 Uhr. Sich dort aufzuhalten ist aber auch dann bis 22 Uhr erlaubt, wenn ihr leise seid.

Sonntags spielen ist natürlich erlaubt, denn die berühmt-berüchtigte Sonntagsruhe, die es früher einmal gab, gilt heute zum Glück nicht mehr! Weder fürs Spielen auf dem Spielplatz, noch für das Spielen zuhause oder auf dem Rasen.

Ach übrigens, ihr dürft die Spielplätze nutzen bis ihr 14 Jahre alt seid.

 

Warum gibt es immer wieder Streit?

Wenn ihr mit euren Freunden spielt, gibt es logischerweise Geräusche. Warum aber empfinden einige Erwachsene euren „Lärm“ als so große Belastung? Flugzeuge und Verkehrslärm sind mit Abstand unerträglicher und keiner wagt dagegen vorzugehen, also warum wird euer normales Spielverhalten so getadelt?

Dafür gibt es wohl nur eine Erklärung: Gegenüber Kindern kann jeder, der es für nötig hält, seine Macht behaupten, einem Motorrad- oder Autofahrer hinterher zu schreien wäre hingegen völlig sinnlos. Dazu passt auch, dass Erwachsene selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen zu jeder Tages- und Nachtzeit zu feiern, laute Musik zu hören, zu bohren, Auto zu waschen usw. Aber Kindern räumen sie nicht die gleichen Möglichkeiten ein, weil sie euch Menschen wahrnehmen, die automatisch weniger Rechte haben. Oft sind Erwachsene wenig tolerant gegenüber Kindern. Sie verlangen automatisch Respekt vor dem Alter und vergessen leider dabei, dass ihr genauso viel Achtung verdient habt wie sie selber. 

 

Das könnt ihr tun

Wenn euch Nachbarn oder andere Erwachsene mit euch nicht erklärbaren Verboten um die Ecke kommen, dann bleibt cool und fragt frech nach, warum denn das nicht erlaubt sei. Hier hilft nämlich weder trotziges Verhalten noch klein beigeben, denn auch ihr habt Rechte!

Hilfestellung gibt euch auch der Kinderschutzbund. In der Verbandsdatenbank könnt ihr schauen, ob es bei euch in der Nähe ein Büro gibt. Ruft dort einfach mal an und schildert euer Problem. Die Leute, die dort arbeiten, sind vom Fach und können euch ganz genau sagen, was für Rechte ihr habt und wie ihr euer persönliches Problem am Besten lösen könnt!


Kinder haben (k)eine Rechte?

Heute gibt es für alles Gesetze. Es ist aber noch gar nicht so lange her, dass Kinder sich auf ein Gesetz berufen und sagen können „da steht’s schwarz auf weiß, also haltet euch dran und beschützt uns!“.

Im Jahr 1924 wurden zum ersten Mal die Rechte von Kindern in ein internationales Abkommen, den Genfer Konventionen aufgenommen. Dieses Abkommen war eine Vereinbarung zwischen verschiedenen Völkern, das im Falle eines Krieges regeln sollte, wie man die Menschen schützen kann, die nicht kämpfen, z. B. Frauen und Kinder.

Nach dem zweiten Weltkrieg gründeten sich die Vereinten Nationen. Das ist ein Zusammenschluss von Staaten, die das Ziel haben, sich gegenseitig zu unterstützen und den Frieden zwischen den Ländern zu bewahren. Am 20. November 1989 wurde die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen beschlossen. Dieses Abkommen ist eine Sammlung von allen Kinderrechten und gilt in fast allen Ländern der Erde, auch in Deutschland. 
Was habt ihr davon und wie könnt ihr euch selbst für die Rechte der Kinder einsetzen? Welche Rechte werden in anderen Ländern nicht eingehalten?
Diese und viele andere Fragen beantwortet logo! in dem Buch "Die Rechte der Kinder von logo! einfach erklärt", unterstützt vom Bundesjugendministerium.

Es gibt insgesamt 54 Artikel, in denen die Rechte formuliert sind. Hier ist ein kleiner Auszug daraus:

  • Kinder haben das Recht zu spielen, sich zu erholen und künstlerisch tätig zu sein
  • Kinder haben das Recht, bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken.

An dieses Abkommen müssen sich alle Länder, die es unterzeichnet haben, halten. Sie müssen Gesetze erlassen, in denen die Rechte von Kindern unterstützt werden. So ist es in Deutschland z. B. seit November 2000 (erst!) verboten, Kinder zu schlagen.

 

Weltkindertag

Jedes Jahr am 20. September wird auch bei uns in Deutschland der Weltkindertag gefeiert. Der Deutsche Kinderschutzbund bietet in zahlreichen Städten vielfältige Aktivitäten für Kinder an, informiert über Probleme und die Situation von Kindern.

In diesem Jahr werden an vielen Orten die Kinderrechte in den Vordergrund gerückt und die Städte und Gemeinden nochmals deutlich aufgefordert, die UN-Konvention über die Rechte der Kinder zur Grundlage ihres Handelns zu machen.

 

Der Weltkindergipfel

Was ist das genau? Der erste Weltkindergipfel fand 1990 in New York statt.
Es war ein Treffen zahlreicher Staats- und Regierungschefs, die einen Aktionsplan verabschiedeten, um die Situation der Kinder in dieser Welt zu verbessern.

12 Jahre später trafen sich die Staats- und Regierungschefs wieder in New York, um auszuwerten, wie dieser Plan in die Tat umgesetzt wurde und was in der Zukunft noch getan werden muss, um das Leben von Kindern und Jugendlichen weiter zu verbessern.

Und Kinder sollten bei diesem großen Vorhaben auch ein „Wörtchen“ mitreden, denn die
deutsche Regierungsdelegation, bat Kinder um Ideen, damit sie die richtigen Antworten auf alle Fragen und Probleme finden konnte.

Über 400 Kinder aus allen Ländern der Welt haben an diesem Gipfeltreffen teilgenommen. Wann der nächste Weltkindergipfel stattfindet, ist und derzeit noch nicht bekommt. Infos zu diesem Ereignis findet ihr auch unter www.weltkindergipfel.de.

 

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(ber)

 

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