Hoppsala
 

Die Struktur von hoppsala.de alle Inhalte

Du bist hier: Home »» Seite für Kinder »» Thema Spezial

Suchen

Home

Journal

Pädagogik

Junge Familie

Gesundheit

Ernährung

Freizeit & Feste

Kindergeburtstage

DIY - Selbstgemacht!

Seite für Kinder

News für Kids

Kreativ-Club

Thema Spezial

Themenvorschläge

Wieso & Warum

Natur & Umwelt

DonnerWetter!

Einfach tierisch!

Reportage

Kinderhelden

Rund um die Welt

Fußball

Pias Ponyseite

Spiel & Spaß

Kochecke für Kinder

Einfach einzigartig: Kunst!

Kindermedien

 

Bücher für Kids & Co

Gewinnspiele

Kontakt/Impressum

 

Aktuelle Meldung

27.06.2019

Gemüse-Eis – Lecker, vegan, gesund, schnell

lesen


Zurück zur letzten Seite Druckversion Seite empfehlen Einen Kommentar schreiben

 

Der Wilde Westen

Wer an den Wilden Westen denkt, verbindet ihn sofort mit Cowboys, Indianern, Ranchern, Revolverhelden und dem Goldrausch von 1849. Was es mit den Indianern auf sich hat, könnt Ihr bereits in diesem Thema Spezial hier nachlesen. Diesmal geht es um Cowboys und den Goldrausch.

 

Cowboys

Cool, stark, mutig, breitbeiniger Gang, den Revolver im Gürtel, immer auf der Suche nach der Freiheit. So stellt man sich das Leben der Cowboys vor. Die Wirklichkeit sah und sieht jedoch ganz anders aus.
„Cowboy“ ist ein englisches Wort und bedeutet übersetzt „Kuhjunge“. Zum ersten Mal wurde dieser Begriff nicht, wie man vermuten könnte, in den USA benutzt, sondern um ca. 1000 n. C. auf Rinderfarmen in Irland. Die ersten Cowboys auf dem amerikanischen Kontinent waren mexikanische Indianer, die so genannten „Vaqueros“. Sie hüteten die ersten Rinder und Pferde, die die Spanier zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus Europa mit in den Norden Mexikos brachten. Dort richteten sie Rinderfarmen ein, auf denen sich die Kühe auf großen Feldern frei bewegen konnten. Die Geschichte der amerikanischen Cowboys begann dann erst im 18. Jahrhundert, als die Rinderherden von Mexiko nach Texas getrieben wurden. Ihre Glanzzeit erreichten sie nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg, der von 1861-1865 stattfand. Während des Krieges hatte sich niemand um die vielen Rinder, die „Longhorns“JPG, gekümmert, so dass sie verwilderten und sich stark vermehrten. In den Gebieten im Norden und Osten stieg zudem das Interesse an Rindfleisch. Das brachte viele Farmer in Texas auf die Idee, die Rinderherden wieder zusammenzutreiben und sie mit einem Brandzeichen zu versehen. Anschließend wurden sie wieder freigelassen, um auf den weiten Flächen Texas zu prächtigen Tieren heranreifen zu können. Aufgrund des Brandzeichens konnten die Tiere jedoch stets ihrem Besitzer zugeordnet werden. Das Fleisch der Rinder wurde dann für viel Geld in den Norden und Osten verkauft. Jetzt stellte sich nur die Frage, wie die Rinder zu den Schlachthöfen in den Osten gelangen konnten. Die einzige Möglichkeit bestand darin, sie per Eisenbahn zu transportieren. Da jedoch das Eisenbahnnetz zu diesem Zeitpunkt noch nicht so gut ausgebaut war, mussten die Tiere oftmals über mehrere Hundert Meilen zu den nächsten Bahnhöfen getrieben werden. Dies nannte sich „Trail“ (= „Pfad“, „Spur“, „hinter sich herziehen“). Und dafür waren die Cowboys zuständig. Neben dieser Aufgabe hatten sie noch eine Menge mehr zu tun:

 

Aufgaben eines Cowboys

Durchschnittlich saß ein Cowboy ca. 14 Stunden am Tag auf dem Pferd, um die Rinder zu hüten. Dabei trieb er das Vieh zusammen, verarztete kranke und verletzte Tiere und holte verirrte oder ausgebrochene Rinder wieder zurück in die Herde. Auch musste er die Herde vor Viehdieben, Indianern und Raubtieren wie Kojoten beschützen. Wurde die Herde unruhig, so sorgte er dafür, dass sie sich wieder beruhigte. Besonders kritisch waren Situationen, in denen die komplette Herde in Panik geriet, das nannte sich „Stampede“. Hier musste der Cowboy dann gut aufpassen, dass er nicht die Kontrolle verlor. Einige Cowboys starben sogar, wenn eine Herde in Panik ausbrach und den Cowboy schlichtweg „überrollten“.
Eine weitere Aufgabe bestand darin, Pferde zuzureiten. In Nordamerika gab es im 19. Jahrhundert noch eine Menge Wildpferde, die „Mustangs“. Der Cowboy fing diese ein und bereitete sie darauf vor, geritten werden zu können. Wenn ein Cowboy es verstand, einen besonders wilden Mustang zuzureiten, so wurde er „Broncobuster“ genannt.
Im Frühjahr und im Herbst hielten die meisten Farmer „Roundups“ ab. Hierbei wurden alle Tiere zusammengetrieben, gezählt und mit Brandzeichen versehen. Dafür wurden natürlich auch die Cowboys gebraucht.
Viele Cowboys hatten keine feste Arbeitsstelle, die sie über Jahre hinweg behielten. Stattdessen zogen sie durch das Land und nahmen Gelegenheitsjobs an. Im Sommer gab es genügend Arbeit für sie, im Winter jedoch waren sie oft arbeitslos.

 

Cowboy-Kleidung

Besonders gut zu erkennen waren die Cowboys an ihrer Kleidung und den typischen Gegenständen, die sie bei sich trugen.
Auf gar keinen Fall fehlen durfte einem typischen Cowboy natürlich sein Cowboyhut. Diesen trug er ständig auf seinem Kopf. Nur in Gegenwart einer Dame, in der Kirche oder auf einer Beerdigung setzte er ihn ab. Da der Hut das Heiligtum der Cowboys war, gab es viele verschiedene individuelle Modelle, die oft reich verziert wurden. So wurden oft die Krempe und das Hutband mit auffälligen Gegenständen geschmückt, wie z. B. der Haut einer Klapperschlange.
Um den Hals band sich der Cowboy sein typisches Halstuch, „Bandanna“ genannt. Es diente dem Schutz gegen Staub, als Verband, Waschlappen und auch Augenbinde für ein besonders schreckhaftes Pferd.
Kennzeichnend für einen Cowboy waren auch seine Stiefel. Diese waren hoch geschnitten, damit kein Dreck in sie hineingelangen konnte, und liefen vorne spitz zu. Ähnlich wie der Hut konnten auch sie schön verziert sein. Hinten an den Stiefeln befanden sich die Sporen. Mit ihnen wurden die Pferde angetrieben. Stiefel waren sehr teuer und kosteten den Cowboys oft mehr als einen gesamten Monatslohn.
Wichtig für seine tägliche Arbeit war das Lasso, das meist aus geflochtenen Pflanzenfasern oder Leder bestand. Der Cowboy brauchte es, um die Rinder zusammentreiben und einfangen zu können. Oftmals beherrschte er eine Menge Kunststücke mit dem Seil.
In Westernfilmen ist oft zu beobachten, dass der Cowboy immer eine oder mehrer Waffen bei sich trägt. In Wirklichkeit jedoch trug er nur selten ständig eine Waffe. Manchmal hatte er einen Revolver bei sich. Gewehre hingegen benötigte er nur äußerst selten, z. B. bei der Jagd, und hatte sie demnach auch fast nie dabei.
HierJPG könnt Ihr sehen, wie ein typischer Cowboy ausgesehen hat.

 

Der Cowboy und sein Pferd

Entgegen den typischen Vorstellungen besaß ein Cowboy selten ein eigenes Pferd. Das hätte er sich nämlich oftmals gar nicht leisten können. Normalerweise ritt er die Pferde, die er von der Rinderfarm, auf der gerade arbeitete, zur Verfügung gestellt bekam. Trotzdem hatte der Cowboy eine ganz besondere Beziehung zu den Pferden. Bevor er sich selbst versorgte, kümmerte er sich um das Pferd.
Zwar besaßen die meisten Cowboys kein eigenes Pferd, aber einen eigenen SattelGIF. Dieser musste bequem und für den Cowboy zugeschnitten sein, da er ja mehrere Stunden am Tag in ihm saß. Wie wichtig der eigene Sattel für den Cowboy war, zeigt folgendes Sprichwort: Gab ein Cowboy seine Arbeit als solcher auf, so sagte man: „Er hat seinen Sattel verkauft.“

 

Cowboys heute

Die Hauptzeit der Cowboys endete gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Mittlerweile hatten sich sehr viele Farmer im Westen der USA angesiedelt, die ihre Viehherden mit dem gerade neu erfundenen Stacheldraht einzäunten, um sie so besser schützen zu können. Somit war die Zeit der offenen Viehhaltung beendet. Da nun auch das Eisenbahnnetz sehr gut ausgebaut worden war, waren die langen Viehtriebe jetzt ebenfalls nicht mehr nötig. Das bedeutet für viele Cowboys, dass sie nicht mehr gebraucht wurden. Trotzdem gibt es auch heutzutage noch einige wenige, besonders in Texas. Doch haben sie inzwischen das Pferd gegen den Landrover und den Revolver gegen das Handy eingetauscht…

 

Schwarze Cowboys

Da in Western fast ausschließlich weiße Cowboys zu sehen sind, ist es vielen Leuten nicht bekannt, dass es früher auch viele schwarze Cowboys gegeben hat. Vor dem Bürgerkrieg haben nämlich viele schwarze Sklaven in Texas auf den Farmen als Cowboys arbeiten müssen.

 

 

Der kalifornische Goldrausch

Am 24.1.1848 machte James W. Marshall eine Entdeckung, die die Geschichte Kaliforniens für immer grundlegend verändern sollte: Beim Bau eines Sägewerks auf der Farm von Johann August Sutter am Sacramento River fand er ein Goldstückchen, auch „Nugget“ genannt. Die Nachricht dieses Fundes verbreitete sich rasend schnell in die ganze Welt und löste einen Goldrausch, den „kalifornischen Goldrausch“, aus. Viele Männer witterten nun die Chance, reich zu werden und brachen nach Kalifornien auf, um dort nach Gold zu suchen. Einige von ihnen waren sogar dermaßen vom Gold-Fieber gepackt, dass sie ihre Familien und festen Arbeitsstellen verließen. Allein 1849 kamen fast 100.000 Menschen nach Kalifornien, das zuvor nur sehr dünn besiedelt gewesen war. Viele folgten ihnen in den nächsten Jahren nach. Die meisten erreichten Kalifornien mit dem Schiff. Dabei nahmen sie sogar den gefährlichen Seeweg um das Kap Hoorn herum in Kauf, da der Panama-Kanal noch nicht gebaut war. Wer nicht mit dem Schiff reiste, benutzte den beschwerlichen Landweg über mehrere Tausend Kilometer. Besonders die Stadt San Francisco wuchs in dieser Zeit zu einer Großstadt an. 1848 hatte sie noch 14.000 Einwohner, 1852 bereits 230.000! Überall, wo Gold gefunden wurde, wurden sofort Goldgräberlager aus Zelten und gebrechlichen Bretterbuden errichtet. Jeder Goldgräber steckte sich einen „Claim“ ab. Damit ist gemeint, dass er sich ein Stück Boden absteckte, auf dem er das alleinige Recht zur Goldsuche hatte. Wenn kein Gold mehr an einer Stelle gefunden wurde, verließen die Goldsucher diese Stätten sehr schnell und brachen zu neuen Gebieten auf, in der Hoffnung, dort erfolgreicher zu sein. So entstanden in Kalifornien viele verlassene „Geisterstädte“. Leider hatten die meisten Goldgräber kein Glück und konnten nicht reich werden. So auch James W. Marshall und Johann August Sutter. Marshall starb völlig verarmt und Sutter verlor seine gesamten vormals sehr großen Landbesitze. 1854 übernahmen große Goldminengesellschaften überwiegend die Kontrolle über das Goldgeschäft. Dies bedeutete das Ende der einzelnen Goldgräber. Aufgrund der Goldfunde wurde Kalifornien 1850 als 31. Staat in die USA aufgenommen.
Für die kalifornischen Indianer hatte der Goldrausch schreckliche Folgen: Lebten vor dem Goldrausch noch 150.000 Indianer in Kalifornien, hatte sich ihre Zahl bis 1870 auf 31.000 verringert. Mehr als die Hälfte von ihnen starben an Krankheiten, die die Goldgräber nach Kalifornien einschleppten. Die anderen wurden entweder aus ihrem Land vertrieben oder umgebracht.
Neben diesem berühmtesten Goldrausch gab es noch einige andere in den USA oder auch in anderen Ländern. Eine Übersicht findet Ihr hier.


 

Buchtipps

Der wilde Wilde Westen - Kinder spielen Abenteurer und Pioniere 

Mein kleines Buch vom Wilden Westen

 

 

Links

Viel Wissenswertes über den Wilden Westen

Und noch mehr Wissenswertes

Infos über Cowboys (und Indianer)

Viehtriebe 

Wikipedia über Cowboys

Infos über die USA

Kochen wie die Cowboys

Country Musik 

„Rhinestone Cowboys“ 

Cowboys auf Hawaii

 

 

Sebastian Juris

 

Hier findet Ihr weitere Artikel aus unserem Bereich Thema Spezial

nach oben

Zurück zur letzten Seite
Druckfähige Version dieser Seite
Diese Seite empfehlen
Meinung zu diesem Artikel schreiben


Nutzer-Kommentare zu diesem Beitrag

21.11.2012

Das Gold der Sierra Nevada (von Ritter)

lesen

nach oben



Quicklinks



Reisezeit

In unserer Rubrik Reise findet ihr spannende Reisereportagen und wertvolle Infos rund um das Thema "Reisen mit Kind/ern". Viel Spaß!

Jetzt stöbern >>


Aus der Bücherecke

Taschis erster Schultag

lesen


 

© hoppsala.de | Entwicklung: HEIM:SPIEL | Datenschutz