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Alltag, Regeln und Gesetze der Piraten

Alltag

Der Alltag der Piraten auf dem Schiff bestand meist aus sehr harter Arbeit. Das Schiff musste auf dem richtigen Kurs gehalten werden. Dazu wurden Hilfsmittel wie Karten, Kompass und die Sterne benutzt. Damit das Schiff auch ans Ziel gelangte, mussten die Segel gesetzt und wieder eingeholt werden und der Ausguck besetzt werden, um Gefahren zu umschiffen. Wegen der starken Beanspruchung durch Wind und Wetter mussten die Segel und Taue auch häufig repariert werden. Schließlich war ein weiterer Bestandteil des Alltags die ständigen Gefechte mit anderen Schiffen, die die Piraten oft führten.

 

Die Besatzung

Die Besatzung eines Piratenschiffes bestand in der Regel aus dem Kapitän, der das Kommando führte, dem Quartiermeister, der für Ordnung sorgte, einem Koch und der Mannschaft. Häufig befand sich noch ein Zimmermann mit an Bord, der sich um Reparaturen kümmerte. Die Besatzung des Schiffes stammte aus den verschiedensten sozialen Schichten. Außerdem waren meist Angehörige vieler verschiedener Nationalitäten zusammen in einer Mannschaft zu finden. Einige Piraten waren Diebe oder Mörder, andere ehrliche Matrosen, wieder andere Deserteure und Meuterer. Seeleute gekaperter Schiffe schlossen sich oft freiwillig den Piraten an. Zudem suchten Menschen, die auf dem Land ein elendes Leben führten, als Pirat ihr Glück auf der See. Zu ihnen gehörten Sklaven, Arbeitslose, aber auch Adlige. Und auch einige wenige Frauen versuchten sich vereinzelt als Piratinnen. So z. B. Anne Bonny und Mary Read, die bei einem Angriff auf ihr Schiff noch erbitterten Widerstand leisteten, währenddessen sich ihre männlichen Kollegen bereits kampflos ergeben hatten. Zu nennen ist hier noch die chinesische Piratin Zheng Yi Sao, die im 19. Jhdt. eine Flotte von 70.000 Piraten unter sich hatte!


 

Ernährung und Hygiene an Bord

Die Ernährung an Bord war oft mangelhaft. Da sich die Schiffe meist über längere Zeiträume ausschließlich auf dem Meer befanden, war es schwierig, frische Lebensmittel mit an Bord zu nehmen, da diese schnell verdarben oder von Würmern, Maden oder sonstigem Ungeziefer befallen wurde. So ernährten sich die Piraten in der Regel von Zwieback und Dörrfleisch. Getrunken wurde dazu Bier oder Wein, die sich länger hielten als Trinkwasser in Fässern, das schnell durch Würmer und Algen verunreinigt war. Viele Seeleute erkrankten auch an Skorbut, da sie durch ihre Nahrung so gut wie kein Vitamin C zu sich nahmen. Um dem entgegenzuwirken wurden vereinzelt lebende Tiere und Zitrusfrüchte mit auf die Reise genommen. Aber auch sonst waren die hygienischen Zustände auf einem Piratenschiff katastrophal. Unter Deck, wo die Piraten ihr Quartier hatten, herrschte eine drangvolle Enge, zudem war es dunkel und feucht, so dass sich viel Ungeziefer wie Maden, Würmer, Läuse und Flöhe ausbreiten konnten. Auch Ratten schlichen sich mit an Bord, vergnügten sich an den Vorräten und übertrugen gefährliche Krankheiten wie die Pest. Nur selten befand sich ein Arzt mit auf dem Schiff. Allerdings konnte auch er meist nichts gegen die Krankheiten ausrichten. Die im Kampf erlittenen Wunden nähte er, bei schlimmeren Kampfverletzungen blieb oft nichts anderes übrig, als die betroffenen Gliedmaßen mit einer Säge zu amputieren und den Schmerz mit Rum zu betäuben.

 

Alkohol und Glücksspiel

Alkoholismus und ausschweifende Trinkgelage mit Tanz, Gejohle und Musik waren auf einem Piratenschiff weit verbreitet. Gründe dafür fanden die Piraten genug: Ausgleich für das schlechte Essen, Ablenkung von den schlechten hygienischen Bedingungen, Betäuben von Schmerz, Hilfe gegen Kälte und Nässe und Vertreibung von Langeweile. Schließlich stärkte das gemeinsame Zechen noch das Gruppen- und Zusammengehörigkeitsgefühl. Es wurde häufig berichtet, dass Piraten den gesamten Tag über betrunken waren. Des Weiteren waren viele Piraten leidenschaftliche Spiele und vertrieben sich ihre Zeit mit Glücksspielen wie Karten- und Würfelspielen. Nicht selten kam es vor, dass ein Pirat sein gesamtes Hab und Gut verspielte und so Streit an Bord entstand. Um das zu unterbinden, wurde später in Piratenverträgen ein Verbot des Glücksspiels an Bord eingefügt.

 

Regeln und Gesetze

Auf den meisten Piratenschiffen herrschte ein hohes Maß an Demokratie. So hatte die Mannschaft ein großes Mitspracherecht, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden mussten. Auch der Kapitän hatte oft keine Sonderrechte, d.h. kein besseres Essen, keine besondere Unterbringung usw. Da er von der Mannschaft gewählt wurde, konnte sie ihn auch wieder absetzen, wenn er seiner Rolle nicht gerecht wurde. Das konnte z. B. der Fall sein, wenn zu feige, grausam oder gutmütig war. Die Mannschaft wählte überdies einen Maat, der ihre Interessen gegenüber dem Kapitän vertrat. Die Beute wurde gerecht unter allen verteilt. Wie bereits erwähnt, bestand die Mannschaft eines Piratenschiffes aus Angehörigen vieler verschiedener Nationen. Das führte zu einer multikulturellen Ordnung an Bord. Bevor das Schiff in See stach, mussten alle Besatzungsmitglieder einen Vertrag unterzeichnen, in dem sie sich verpflichteten, sich an die Regeln und Gesetze zu halten. Darin wurden auch der Beuteanteil und die Entschädigungszahlungen für im Kampfe verlorene Gliedmaßen geregelt. Die recht demokratischen Verhältnisse auf einem Piratenschiff stellten einen Gegenpol zu den sehr strengen, brutalen und autoritären Regeln der Handelsschifffahrt und Marine dar.

 

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