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Planeten

So ungefähr ist jetzt wahrscheinlich allen klar, was Sterne eigentlich sind. Aber was ist mit anderen Himmelskörpern wie Planeten? Was unterscheidet sie von Sternen?

Das Wort Planet bedeutet übersetzt  „Wanderer“. Wenn man bedenkt, dass sich alle Planeten in einer kreisähnlichen Bahn um eine Sonne bewegen, ist diese Bezeichnung schon ziemlich passend. Dabei haben alle Planeten ihre festen Umlaufbahnen um die Sonne, sie springen also nicht wie Gummibälle zwischen verschiedenen Bahnen hin und her. Grund dafür ist die Schwerkraft der Sonne, die die Planeten an ihrem Platz hält.  Allerdings drehen sich Planeten nicht nur um die Sonne, sondern auch um sich selbst. Genauso, wie die Erde sich in 24 Stunden einmal um sich selbst dreht, tun das auch ihre acht „Geschwister“. Aber nicht bei allen Planeten dauert eine Rotation einen Tag. Der Jupiter benötigt z.B. nur 9,8 Stunden, um sich um sich selbst zu drehen, der Mars 24 Tage und die Venus sogar 243 Tage. Wenn man sich das Ganze als eine Art riesiges Weltraumkarussell vorstellt, kann einem richtig schwindelig werden bei diesen Zahlen. 

Insgesamt gibt es in unserem Sonnensystem neun Planeten. Im Gegensatz zu Sternen leuchten Planeten nicht von selbst, sondern werden durch die Sonne angestrahlt.

 

Die neun Planeten

Die neun Planeten unseres Sonnensystems werden meistens vom sonnennächsten zum sonnenentferntesten hin aufgezählt. Dabei kann man sich folgenden Spruch als eine Art „Eselsbrücke“ merken:

Mein (Merkur) Vater (Venus) erklärt (Erde) mir (Mars) jeden (Jupiter) Sonntag (Saturn) unsere (Uranus) neun (Neptun) Planeten (Pluto).

 

Merkur

Der Merkur ist der Planet, der der Sonne am nächsten steht. Er ist außerdem einer der kleinsten Planeten. Mit seinem Durchmesser von nur 4900 km ist er nur wenig größer als unser Mond. Der Merkur bewegt sich ziemlich schnell um die Sonne. So entspricht ein Merkurjahr 58,97 Erdentagen. Auf dem Merkur würden wir also alle ziemlich alt werden. Beobachten kann man diesen Himmelskörper mit dem bloßen Auge aber nur in den frühen Morgen- oder Abendstunden. Seinen Namen verdankt der flitzende Planet übrigens dem römischen Handelsgott, wahrscheinlich wegen seiner Geschwindigkeit.

 

Venus

Die Venus gehört zu den hellsten Planeten und ist deshalb sehr gut zu erkennen. Sie wird auch als Morgen- oder Abendstern bezeichnet, obwohl sie ja gar kein Stern ist. Genau diese Helligkeit brachte der Venus auch ihren Namen ein. Benannt wurde sie nach der römischen Göttin der Liebe und Schönheit. Die Venus ist, genauso wie der Mars, ein direkter Nachbarplanet der Erde. Ihr Durchmesser ist auch nur 600 km kleiner als der der Erde. Allerdings ist ihre Oberfläche sehr viel heißer. Mit 446° C bis 482 Grad Clesius gleicht sie einem riesigen Backofen. Ein Venustag dauert übrigens eine halbe irdische Ewigkeit: 243 Tage.

 

Erde

Die Erde ist der einzige Planet unseres Sonnesystems, auf dem sich Leben entwickelt hat und damit etwas ganz besonderes. Vom Weltraum aus betrachtet, sieht der „blaue Planet“, wie man die Erde auch nennt, fast wie eine blau-weiße Murmel aus. Das liegt an der Atmosphäre und dem Wolkenspiel unseres Planeten. Die Atmosphäre kann man sich wie eine Art Hülle vorstellen, die unseren kompletten Himmelskörper umgibt. Sie setzt sich aus verschiedenen Schichten zusammen. Eine davon ist die Ozonschicht, die uns vor den gefährlichen UV Strahlen der Sonne schützt. Nicht nur auf unseren Nachbarplaneten, auch bei uns können extreme Temperaturen auftreten. So gibt es Bereiche nahe dem Äquator, wo es bis zu 58° C Grad heiß werden kann oder Stellen am Nord- oder Südpol, an denen es mit -88 ° C wirklich sehr kalt ist. Der Name Erde stammt aus dem Griechischen. Und natürlich kennen wir auch alle unseren Mond. Die Erde wird nur von einem dieser Sternenbegleiter umkreist. Andere Planeten werden von sehr viel mehr Monden begleitet. Es sieht bestimmt toll aus, wenn nicht nur ein Trabant, wie man Monde auch nennt, am Nachthimmel zu sehen ist, sondern drei, vier oder sogar zehn!

 

Mars

Unser zweiter Nachbarplanet ist der Mars, der wegen seiner Farbe auch der „rote Planet“ genannt wird. Dieser Färbung verdankt er auch seinen Namen, schließlich ist er dem römischen Kriegsgott zugeordnet. Die Oberfläche des Mars besteht aus vielen Kratern und Vulkanen, der größte davon heißt "Olympus Mons" und ist so groß wie Deutschland. Der Mars hat zwei Monde, die Phobos und Deimos heißen. Lange Zeit glaubte man, dass sich auf dem Mars Leben entwickelt hätte: die berühmt berüchtigten Marsmenschen. Heute weiß man, dass die Atmosphäre des roten Planeten viel zu dünn ist, als dass sich Leben in der Form, wie wir sie kennen, entfalten könnte. Allerdings hat eine Expeditionen im Jahr 2004 bewiesen, dass es auf dem Mars durchaus Wasser und somit den Grundstein für Leben gibt. Ein Tag auf dem Mars ist nur 37 Minuten länger als bei uns, ein Jahr dafür mit 686,98 Tagen fast doppelt so lang.

 

Jupiter

Der Jupiter ist der größte und schwerste der vier Riesenplaneten unseres Sonnensystems. Der Durchmesser des Jumbos ist insgesamt 11 Mal so groß wie der der Erde. Deswegen wurde der Koloss vermutlich auch nach dem römischen Göttervater benannt, der Herr über das Licht, den Blitz, den Regen und den Donner war. Gewaltig ist auch die Anzahl der Monde des Jupiters. Insgesamt 16 stille Begleiter tummeln sich in verschiedenen Bahnen rund um den Riesenplaneten. Die größten und bekanntesten heißen Io, Europa, Kallisto und Ganymed. Sie wurden 1610 von dem berühmten Wissenschaftler Galileo Galilei entdeckt, der auch festgestellt hat, dass die Erde eine Kugel ist und sich um die Sonne dreht. Die gelblich-schwarze Oberfläche des Jupiters besteht komplett aus Gas. Der durch das Teleskop erkennbare rote Punkt auf dem Jupiter ist ein riesiger, seit Ewigkeiten tobender Wirbelsturm. Dieser „Rote Fleck“ reicht bis zu 8 km hoch über die Wolkenschichten in die Atmosphäre hinein. Auch sonst ist der Jupiter ein ziemlich ungemütlicher Planet. Seine Oberflächentemperatur liegt zwischen -118° C und -129 Grad Celsius, eine Kühltruhe erscheint dagegen wie ein warmer Urlaubsort. Ein Tag auf dem Jupiter ist so kurz, wie auf keinem anderen Planeten unseres Sonnensystems. Nur knapp 10 Stunden dauert es, bis die Sonne auf und wieder untergeht. Dagegen ist ein Jupiterjahr so lang, wie fast 12 Erdenjahre.

 

Saturn

Der zweitgrößte Riesenplanet ist der Saturn. Wie auch der Jupiter besteht seine Atmosphäre aus Gasen wie Helium und Wasserstoff, die wir ja schon von den Sternen her kennen. Einzigartig machen den Saturn seine berühmten Ringe. Durch das Teleskop sieht es so aus, als würden sich drei bunte Reifen um den Planeten schlängeln, dabei sind es mehrere tausend. Sie bestehen hauptsächlich aus Eisteilchen. Niemand weiß so genau, wie diese Ringe entstanden sind. Die Wissenschaftler vermuten aber, dass sich vor langer Zeit ein anderer Himmelskörper dem Saturn so stark genähert hat, dass die Schwerkraft des Riesen ihn in Stücke gerissen hat und die Einzelteile nun auf Bahnen um den Planeten kreisen. Ein Jahr auf dem Saturn dauert 29,46 Erdenjahre. Das bedeutet, dass wir alle dort nicht sehr alt werden würden. Eine weitere Besonderheit des Saturns sind seine 18 Monde. Der römische Gott Saturn war der Vater von Jupiter und ist der Gott des Ackerbaus. Warum der Saturn nach diesem Gott benannt wurde, ist nicht so wirklich klar.

 

Uranus

Auch der drittgrößte Gasplanet, der Uranus, wird von Ringen umgeben. Allerdings sind sie nicht so auffällig, wie die des Saturns. Auch sie bestehen aus zentimetergroßen Eisstückchen. Der Uranus leuchtet leicht grünlich. Das liegt daran, dass in seiner Atmosphäre neben Helium und Wasserstoff auch Methangas vorhanden ist. Methan ist übel riechendes Gas, das z.B. entsteht, wenn ihr pupsen müsst. Auf dem Uranus ist es richtig eisig. Bis zu -212° C kann es dort kalt werden. Seinen Namen verdankt der Planet nicht einem römischen Gott, sondern einer griechischen Gottheit. Uranus, der Gott des Himmels, war bei den Griechen der Göttervater von Chronos, dem Vater von Zeus. Der Planet ist namentlich also der Uropa der Himmelskörper unseres Sonnensystems. Ein Uranusjahr ist so lang, wie ein ganzes Menschenleben: 84 Jahre!

 

Neptun

Eigentlich hätte der Neptun den Namen „blauer Planet“ genauso verdient, wie die Erde. Wegen seiner blassblauen Farbe ist er auch nach dem römischen Gott des Meeres benannt worden. Man vermutet, dass der Neptun überwiegend aus Eis besteht. Als die Raumsonde „Voyager 2“ 1989 den Planeten erreichte und die ersten Bilder zur Erde sendete, konnte man eine weiße Wolke erkennen, die rasch über den Planeten fegte. Wissenschaftler gaben ihr deshalb auch den Namen „Der Flitzer“ oder „Der Sauser“. Allerdings weiß niemand so genau, was es mit dieser Wolke auf sich hat. Es könnte eine Rauchfahne sein, ein Wolkensystem oder irgendetwas völlig anderes. Ihr seht also, dass auch heute noch nicht alle Geheimnisse der Planeten unseres Sonnensystems ergründet sind. Die Raumsonde war übrigens 12 Jahre unterwegs, bevor sie den blauen Himmelskörper erreicht hatte. Auch der Neptun wird von Ringen umgeben, allerdings sind es eine ganze Menge weniger, als beim Saturn oder Uranus, nämlich 4. Außerdem gehören 8 Monde zum Neptun. Der größte heißt Triton und ist mit -235° C der kälteste bekannte Himmelskörper unseres Sonnensystems.

 

Pluto

Der am weitesten von der Sonne entfernt und gleichzeitig kleinste bekannte Planet ist der Pluto. Wie klein dieser Himmelskörper ist, zeigt die Größe seines Mondes. Der ist nämlich halb so groß wie der Planet selbst. Über den Pluto weiß man nichts so genaues, er ist mit bis zu 7524 Millionen Kilometern eben viel zu weit von der Erde entfernt, als das man ihn mit einer Raumsonde besuchen könnte. Man vermutet aber, dass er von Eis und gefrorenem Methan bedeckt ist. Ein Tag auf dem Pluto ist nur fast 7 Stunden lang, ein Jahr dagegen 247 Erdenjahre. Das liegt daran, dass er so weit von der Sonne entfernt ist und dementsprechend lange braucht, bis er sie ein Mal umrundet hat. Namensgeber ist bei Pluto der römische Gott der Unterwelt. Vielleicht deshalb, weil er wegen seiner Sonnenferne in ständiger Dunkelheit liegt. Da möchte man nicht tauschen, denn Pluto führt ein einsames Planetenleben!

 

Planet oder nicht Planet- das ist hier die Frage!

Im Jahr 2003 sorgte eine Meldung für großes Durcheinander bei den Astronomen. Ein neuer Planet wurde entdeckt, der von der Sonne noch weiter entfernt ist, als Pluto. Sein Name ist Sedna und man kann wohl sagen, dass das auch wohl schon fast alles ist, was man über ihn weiß. Er ist etwas kleiner als Pluto und hat eine rötlich schimmernde Oberfläche. Sicher ist auch, dass ein Sednajahr 10500 Erdenjahre dauert. Eine Zeit, die man sich kaum vorstellen kann. Die Wissenschaftler vermuten, dass auf Sedna Temperaturen von -240 Grad Celsius herrschen. Deshalb wurde er auch nach einer Göttin aus der nordamerikanischen Arktis benannt, die über das Meer, die Tiefe und die Stürme herrscht. Allerdings streiten die Wissenschaftler bis heute darüber, ob es sich bei Sedna wirklich um einen Planeten handelt. Solange keine weiteren Erkenntnisse über diesen Himmelskörper gemacht werden, kann man davon ausgehen, dass wir auch weiterhin von neun Planeten des Sonnensystems sprechen werden.

(kae) 

 

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