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Die Entstehung der Jahreszeiten

Jetzt kannst du es schon ganz deutlich merken. Es ist morgens früher hell und abends später dunkel. Die Tage werden endlich wieder länger. Die Sonne hat schon viel mehr Kraft. Kurz: Der Frühling steht vor der Tür! Doch warum sind die Tage im Winter kürzer, warum ist es im Sommer wärmer und wie entstehen eigentlich die Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter?

 

Die Erde ist eine Kugel!

Früher glaubten die Leute, die Erde wäre eine Scheibe und die Sonne würde sich am Himmelszelt bewegen. Einige schlaue Leute haben dann aber entdeckt, daß von Schiffen, die man am Horizont auf dem Meer bemerkt, zuerst die Masten und dann erst das Schiff selbst sichtbar werden. Außerdem beobachteten sie die Sterne und entdeckten, daß diese in einer Nacht ihre Position langsam änderten. Die Astronomen Nikolaus Kopernikus und Galileo Galilei wagten als erste zu behaupten, dass die Erde eine Kugel sei und sich um die Sonne bewege. Das war damals nicht gern gesehen, weil es den Leuten und vor allem der Kirche nicht in den Kram passte. Aber die beiden waren überzeugt von ihrer Behauptung, und heute wissen wir, dass sie recht hatten.

 

Jahr und Tag

Die Sonne ist der feste Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Die Planeten, zu denen auch die Erde gehört, bewegen sich in fast kreisförmigen Bahnen um die Sonne. Der Abstand der Sonne zur Erde verändert sich dabei auch, aber die Sonne ist so weit weg von der Erde, dass das keine Auswirkungen hat. Ausserdem dreht sich die Erde um sich selbst. Diese beiden Bewegungen legen auch zwei grundlegende Dinge fest, die unser Leben bestimmen: das Jahr und den Tag. Das Jahr ist die Zeit, die die Erde braucht, um einmal um die Sonne zu kreisen. In einem Tag dreht sich die Erde einmal um sich selbst. Aus diesem Grund wird es abends dunkel, denn dann verschwindet die Sonne scheinbar unter dem Horizont und bescheint die andere Seite der Erde. In Wirklichkeit dreht sich unsere Seite der Erde nur weiter, so dass wir die Sonne nicht mehr sehen können. Wenn es bei uns in Europa Mitternacht ist, dann ist es auf der anderen Seite der Erde z.B. in Neuseeland gerade Mittag.

Am besten kannst du dir das verdeutlichen, wenn du einen Globus zu Hause hast. Eine Glühlampe stellt dann die Sonne dar, und wenn du den Globus drehst, dann bescheint deine Lampe immer nur die eine Hälfte der Kugel. Auf dieser ist gerade Tag, auf der anderen, unbeschienenen Seite ist Nacht.  

 

Die Jahreszeiten

An dem Globus kannst du noch etwa anderes erkennen. Wenn man sich die sogenannte Erdachse als Stock, der durch Nord- und Südpol geht, vorstellt, so erkennt man eine Neigung von 23,5 Grad. Mit genau demselben Winkel ist der Globus in seiner Halterung befestigt. Diese Neigung gegenüber der Sonne ist verantwortlich für die Entstehung der Jahreszeiten. Durch die schiefe Stellung der Erde erreicht uns im Sommer viel mehr Sonnenenergie als im Winter. Die Sonne steht dann am Mittag hoch am Himmel und es ist wärmer. Wandert die Erde im Jahresverlauf weiter um die Sonne, werden andere Länder der Erde mit viel Sonne bedacht und bei uns wird es kalter Winter. Dann steht die Sonne mittags nur noch knapp über dem Horizont. Noch weiter nördlich geht die Sonne sogar gar nicht mehr auf. Am Nordpol ist es dann ein halbes Jahr lang dunkel. Dafür scheint während der anderen Hälfte des Jahres auch nachts die Sonne.

 

 

Frühling

Rund um den Äquator scheint die Sonne das ganze Jahr hindurch ziemlich kräftig. Daher ist es dort viel wärmer als bei uns. Die Leute dort kennen auch keine Jahreszeiten, weil das Wetter das ganze Jahr hindurch weitgehend gleich bleibt.

Wenn bei uns am 21. März der Frühling beginnt, dann steht die Sonne am Äquator genau über den Leuten am Himmel. Gegenstände und Menschen werfen dann überhaupt keine Schatten. An diesem Datum dauern Tag und Nacht bei uns in Europa übrigens genau gleich lang.

 

Sommer

Am 21. Juni steht dafür bei uns die Sonne am höchsten, der Sommer beginnt. An diesem Tag ist es bei uns am längsten hell und die Schatten sind am kürzesten. Du kannst das auch selbst erforschen, wenn Du im Garten oder auf einem sonnigen Balkon einen Stock in einen Blumentopf steckst. Dann misst du jeden Tag zur gleichen Zeit mit einem Metermaß, wie lang der Schatten des Stocks ist und notierst die Zahl. Du wirst sehen, dass der Schatten bis zum Sommeranfang immer kürzer und danach wieder länger wird.

 

Herbst

Am 23. September steht die Sonne wieder am Äquator am höchsten und bei uns werden die Tage langsam wieder kürzer. Der Herbst beginnt, es wird kälter, und die Natur bereitet sich auf den Winter vor.

 

Winter

Am 21. Dezember haben die Menschen auf der anderen Seite der Erde, der Südhalbkugel, Sommeranfang. In Deutschland ist es dann schon sehr früh dunkel und der kürzeste Tag im Jahr ist erreicht. Du siehst: Wenn bei uns Sommer ist, ist es an anderen Orten gerade Winter und wenn wir im Dezember in unseren warmen Stuben vor dem Weihnachtsbaum sitzen, dann feiern die Leute woanders auf der Welt gerade in Badesachen am Strand das Weihnachstfest.

Zum Glück wiederholt sich das Ganze jedes Jahr wieder, und so können wir uns sowohl über Schnee im Winter als auch über die warme Sonne im Sommer freuen.

Text © Christian P. Neuhaus alias Paul
Fotos: photocase.de / K.R.

 

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Nutzer-Kommentare zu diesem Beitrag

10.02.2010

kleiner Fehler (von Silvan Heuschkel)

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