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Rauhnächte: Die Zeit zwischen den Jahren

Der Festtagsbraten ist vom Tisch und die ersten Vorbereitungen auf die Silvesterparty laufen an. Viele ziehen in dieser Zeit zwischen den Jahren Bilanz: Worüber habe ich mich gefreut, was hat mich bestürzt oder geärgert und was mag mir wohl das kommende Jahr bringen? Wer einen kleinen Blick in die Zukunft werfen möchte, der sollte es unbedingt in den so genannten Rauhnächten probieren, denen man nachsagt, „sie haben magische Kräfte…”!

 

Die magischen Zwölfen

Über das genaue Datum der Rauhnächte herrscht Uneinigkeit: So behaupten die einen, sie würden bereits am 21. Dezember beginnen oder aber erst vier Tage später am 25. Dezember.  Die Begründungen sind in beiden Fällen plausibel: Der 21. Dezember markiert die so genannte Thomasnacht und ist die Zeit der Wintersonnenwende, des kürzesten Tages und der längsten Nacht im Jahr. Eine recht düstere Zeit also.

Der 25. Dezember dagegen ist der erste Weihnachtstag, der eine Zeit der Wunder durch die Geburt Christi symbolisiert.

Am weitesten verbreitet ist die Annahme, dass es sich bei den Zwölfen oder Lostagen, wie die Rauhnächte landläufig auch genannt werden, um die Zeitspanne zwischen 25. Dezember und dem Dreikönigstag  (06. Januar) handelt. In diesen  magischen Zwölfernächten treiben, dem germanischen Glauben nach, Dämonen ihr Unwesen. Wenn Winterstürme um die Häuser brausen und Nebelschwaden ihre kalten Tücher über die Täler spannen, jagt nach altem Volksglauben der germanische Kriegsgott Wotan sein Geisterheer durch die Lande. Begleitet von seiner Göttergattin Freya, die heute noch in Teilen Bayerns und Österreichs als “Frau Percht” bekannt ist, verbreiten sie neben Angst und Schrecken auch Eis und Schnee.

 

Die Zeit der Perchten

In den alpenländischen Gegenden sieht man sie auch heute noch durch die Rauhnächte streifen: Die so genannten Perchten. Ähnlich wie bei der keltischen Halloween-Feier sollen verkleidete Geisterscharen Unheil und Dämonen abhalten. Eine besondere Rolle kommt dabei den Perchten zu.
Verkleidet als zottelige pelzige Gesellen mit unheimlichen Masken sollen sie den nahenden Geisterheeren suggerieren, dass der Ort bereits fest in dämonischer Hand sei. Jedoch sind nicht alle Perchten furchteinflössend. Unter den raubeinigen Gesellen gibt es auch Tänzer (Schönperchten oder Holzmandl), die in liebliche Kostüme gekleidet, für das Wohl der Menschen sorgen sollen.

 

Den Geistern Dampf machen…

Ihren Namen verdanken die Rauhnächte nicht nur den wüsten rauen Gesellen, die in den Zwölfernächten um die Häuser ziehen, sondern auch der Tradition, eben diese Unholde auszuräuchern.

Mit diversen Räucherritualen und beschwörenden Worten versuchte man seinerzeit, Hof und Stall von bösen Geistern zu befreien. In einigen ländlichen Gegenden Tirols ist dieser Brauch auch heute noch Usus. Mit Kupfertiegeln, in denen Holzkohle und Weihrauch sowie Wacholderzweige glühen, läuft der Bauer durchs Haus und räuchert nach und nach jeden Raum des Gebäudes aus. Aus den ursprünglichen Rauchnächten wurden mit der Zeit die Rauhnächte.

Spieglein, Spieglein an der Wand, was bringt das neue Jahr ins Land?
In den Rauhnächten werden die Menschen nicht nur von bösen Geistern heimgesucht, vielmehr wird ihnen auch ein kleiner Blick in die Zukunft gewährt.

So gilt allgemein hin die Annahme, dass die zwölf Tage zwischen den Jahren die kommenden zwölf Monate symbolisieren. Egal, ob Wettervorhersage, Heiratsprognose oder allgemeine Aussichten: Die Rauhnächte eignen sich hervorragend für ein wenig „Spökeskiekerei”.

So sollen die Träume, die man in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember bis hin in die Nacht auf den 06. Januar hat, eine Prognose für das Geschehen im kommenden Jahr abgeben. Jede der Nächte steht dabei für einen Monat. Also vor dem Zubettgehen Stift und Bleistift parat legen, damit der Traum am nächsten Morgen nicht in Vergessenheit gerät.
Auch die Brautschau wird in diesen Tagen besonders begünstigt. So kann ein Mädchen, das in der Heiligen Nacht eine Zwiebel schneidet und Salz darauf streut, am nächsten Morgen das Gesicht des Zukünftigen darin erkennen.

Wer nun neugierig geworden ist, der findet weitere Liebesorakel unter

 

Nach dem volkstümlichen Glauben haben auch die Rauhnächte zwei Seiten: Sicherlich ist es interessant, einen mystischen Input für das kommende Jahr zu bekommen, allerdings bergen die “Zwölfernächte” auch Gefahren, vor denen man sich schützen sollte.

 

 

Durchaus zu empfehlen …

 

  • Wer vom Glück begünstigt werden möchte, der sollte in der Silvesternacht eine halbe Stunde nach Mitternacht alle Türen und Fenster verschließen - bis auf die Hintertür. Das Glück wird sich heimlich hineinschleichen und im Haus bleiben.

  • Wer Probleme mit dem Magen hat, sollte am Neujahrsmorgen ein Stück Lebkuchen in ein Glas Schnaps legen, diesen anzünden und den Kuchen anschließend essen. Ein derartiges Ritual soll im neuen Jahr Sodbrennen vorbeugen.

  • Wer daheim noch ein wenig Ackerbau und Viehzucht betreibt, der kann ja am Silvestermorgen einmal am Zaun des Nachbarn rütteln. Angeblich werden dessen Hühner zum Eierlegen auf das eigene Grundstück kommen.

 

 

Das sollte man besser lassen …

  • Fremden Tieren aus dem Weg gehen und Ratten nicht beim Namen nennen! Hinter diesen possierlichen Zeitgenossen könnten sich Geister verstecken.

  • Auf keinen Fall zwischen Silvester und Neujahr Wäschewaschen und diese zum Trocknen aufhängen! Damit wäscht man, laut Volksglauben, einen Menschen aus dem Haus und wird im kommenden Jahr einen Toten zu beklagen haben.

  • Bauern sollten in der Christnacht den Stall nicht betreten, da an diesem Abend die Tiere miteinander sprechen und wer sie dabei belauscht, dem wird es übel ergehen.

  • Auch das Türenschlagen während der Lostage kann verheerend sein, beschwört man damit doch Unwetter herauf.

  • Wer noch schnell einen Friseurbesuch vor Silvester eingeplant hat, der sollte ihn vor dem 25. Dezember wahrnehmen. Das Schneiden der Haare kann während der Zwölfen zu Kopfschmerzen führen, ebenso, wie das Schneiden der Fingernägel für Fingerkrankheiten sorgen kann.

 

 

Nicht alles ganz so ernst nehmen …

Die gesamten Verhaltensregeln für die Rauhnächte beruhen natürlich auf altertümlichen Volksglauben. Getreu dem Motto: „Alles kann, nichts muss eintreffen“ stellen sie somit nichts anderes als das in der Silvesternacht beliebte Bleigießen oder Tarotkarten legen dar.

Das wirklich mystische in den Rauhnächten ist wohl der Gedanke, dass ein Jahr sich dem Ende entgegenneigt, etwas Vertrautes somit vergeht und Platz für etwas Neues, Unbekanntes schafft. Somit sind diese Tage eher eine Zeit der Besinnlichkeit, in der jeder für sich das Jahr Revue passieren lässt und Bilanz zieht. Genau die richtige Zeit eigentlich, um sich schon einmal seine Vorsätze fürs neue Jahr durch den Kopf gehen zu lassen.
Also, sich die Zeit mit einem lustigen Orakel vertreiben und nicht ins Boxhorn jagen lassen. (kae)

 

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Nutzer-Kommentare zu diesem Beitrag

29.12.2009

Gemeinsamkeiten ! (von Anastasia)

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