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Narr und Clown

Zu Karneval ist immer die Rede von dem närrischen Treiben, den Narren, der Narretei und so weiter. Aber was genau ist ein Narr eigentlich? Und in wie weit ist er verwandt mit dem Clown? Beides sind Figuren, die in irgendeiner Form für Klamauk und Späße bekannt sind ...

 

Der Narr

Wahrscheinlich kommt das Wort „Narr“ vom althochdeutschen „narro“ und spätlateinischen „nario“ = Nasenrümpfer, Spötter. Die Geschichte der Narren beginnt mit der Sitte, sich zu Festen und Gelagen Spaßmacher einzuladen. Berufsmäßige Narren, die Hofnarren, hatten bei Hof mit Witz zu agieren.

Der bekannteste Narr war Hanswurst, ein gutmütiger, Possen reißender Mensch, der zuerst in Sebastian Brants „Narrenschiff“ (1519) in der Literatur auftauchte. Unter dem Einfluss der Commedia dell’Arte, dem Volksschauspiel aus Venedig, wurde der Hanswurst zum Harlekin, aus dem italienischen Arlecchino.

Till Eulenspiegel ist ebenfalls ein bäuerlicher Schalksnarr. Er ist Held des Volksbuches von zwei Braunschweigern, die Ende des 15. Jahrhunderts Geschichten und Schwänke zusammengetragen und erfunden haben. Hier siegen Bauernschläue und Mutterwitz gegen amtliche Autorität, wenn bildlich gemeinte Befehle vom Till wörtlich ausgeführt werden.

Der Narr hatte ein Narrenkostüm zu tragen, das ihn als „Narr“ auswies. Den Kopf des Narren bedeckte eine Narrenkappe, eine runde Mütze mit Eselsohren und Hahnenkamm, der in Form eines gezackten Tuchstreifens von der Stirn bis zum Nacken reichte. Um den Hals trugen Narren einen breiten Kragen als Parodie für den früheren weißen „Amtskragen“. An Kappe, Ärmel, Hose und Schuhen waren Schellen befestigt. In den Händen hielt der Narr ein Szepter, auch Marotte genannt, mit einem geschnitzten Puppenkopf. Diese Kostümierung hat sich bis heute vor allem in der Alemannischen Fastnacht erhalten

Aber auch in den übrigen närrischen Hochburgen finden wir heutzutage Träger der traditionellen Kostüme. Aber der Begriff des Narrs ist auf alle Beteiligten des Karnevals übertragen, die sich mit Kostüm und Motto am Fasching beteiligen. Sie karikieren und spotten mit ihren Verkleidungen in den meisten Fällen Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen (Politiker, Prominente…). Und die Organisatoren sowie Hofstaat des Prinzen und der Prinz selbst tragen ein Narrenkappe, die in den meisten Fällen aus einer Mütze mit drei Zacken besteht.

  

Der Clown

Der Clown (englisch colon = Tölpel) war ursprünglich der Spaßmacher im englischen Theater des 16. Jahrhunderts. Seit 150 Jahren gilt er  als kindliche Seele des Zirkus. Da der Zirkus, so wie wir ihn heute kennen, seinen Ursprung in England hat, hielt sich auch der englische Name. Spaßmacher gab es schon immer: im Italienischen den Arlecchino, im Französischen den Pierrot, und im Deutschen den oben erwähnten Hanswurst. Selbst im antiken Griechenland gab es den weißen Mimus, der in den Komödien der alten Griechen und Römer eine lustige Rolle spielte.

Auch an den Höfen der Fürsten und Könige lebten Spaßmacher: der oben beschriebene Narr, der sich in seiner sprichwörtlichen Narrenfreiheit über alles lustig machen konnte, ohne dafür bestraft zu werden. Mit Seiltänzern, Feuerspuckern und Vaganten zogen die Komödianten auch als Gaukler über die Jahrmärkte; von Stadt zu Stadt bis ins 19. Jahrhundert.

 

Clownstypen:

  • Der Clown mit der roten Nase und dem weiß umschminkten Mund ist heute der bekannteste Nachfahre der alten Komödianten. Er mimt den Dummen August oder die Dumme Augustine. Neben traditionellen komödiantischen Fähigkeiten hat er sich kindliches Verhalten bewahrt. Der Zuschauer erhält tiefe Einblicke in seine Gefühle, sie zeigen sich deutlich in der ganzen Körperhaltung, im Blick und in der Stimme. Ein Clown weint, wenn er traurig ist – kann aber im nächsten Moment auch wieder lachen. Wenn er sich freut, dann freut er sich immens und wenn er trauert, ist er zutiefst traurig. Auch mit seinen Sinnen erlebt der Clown Eindrücke extrem. Er kann noch richtig Staunen, Töne und Musik ergreifen ihn gänzlich. Er lässt sein Publikum so stark an seinen Eindrücken teilhaben, dass sie davon ganz mitgerissen werden. Sein Denken und sein Vorstellungsvermögen sind noch offen wie bei einem kleinen Kind: neuen Dingen entgegnet er mit unverfälschter Neugier, so als würde er sie zum ersten Mal sehen. Sprache nimmt der Clown oft sehr wörtlich auf, so dass es des Öfteren zu lustigen Missverständnissen kommt. Sagt der Zirkusdirektor zum Beispiel: „Von meinem Standpunkt aus betrachtet, kosten die vielen Bonbons, die Du an die Kinder verteilst, viel zu viel Geld!“, antwortet der Clown daraufhin:“ Wenn Du Dich hier zu mir herüberstellt, kommt es Dir schon viel billiger vor!"
  • Partner des Dummen August ist oft der Weißclown. Er erinnert an die Figuren der Commedia dell’Arte, der improvisierenden Theatergruppe aus dem 16.Jahrhundert. Sie zeigte auf italienischen Marktplätzen ihr Possenspiel, indem sie mit festen Charakterfiguren menschliche Schwächen karikierte. Der Weißclown mimt den Erhabenen und Stolzen, der glaubt, alles in der Welt gesehen zu haben, und der sich einbildet, er sei dem Dummen August weit überlegen. Er ist gänzlich weiß geschminkt und sein Kostüm ist sehr prachtvoll. Er hat einen klangvollen Namen und geht immer sehr aufrecht und erhaben. Auf sein Wissen und Können bildet er sich eine Menge ein, aber am Ende ist er nur ein Schwätzer. Dadurch steht er sich oft selbst im Wege. Gemeinsam schlagen Weißclown und Summer August in Zirkusauftritten dem Direktor ein Schnippchen, er steht für die Obrigkeit, gegen die sich beide verbünden.
    Im Zirkus gibt es verschiedene Auftrittsarten von Clowns: Die Pausenclowns überbrücken die Pausen zwischen zwei Auftritten, indem sie auch an den Umbauten o. Ä. mitwirken. Die Reprisenclowns parodieren vorangegangene Nummern, indem sie z.B. die schweren (!) Gewichte, mit denen sich gerade noch der Muskelmann abmühte, leichtfertig auf die Schulter nehmen und pfeifend umhertragen.
  • Die Entreeclowns spielen eine eigenständige Zirkusnummer.

 

Man sieht, Clown und Narr haben gewisse Gemeinsamkeiten, sie sind zuständig für Parodie, Witz und vorder- sowie hintergründigen Humor. Sie unterscheiden sich am sichtbarsten in ihrem Auftreten, ihrem Kostüm und ihrer historischen Herkunft. Während der Clown eher Tollpatschigkeit und eine kindliche Seele verkörpert, spottet der Narr über Zustände und Amtsträger. Beide müssen für ihre Späße keine ernsten Strafen fürchten und beide führten teilweise ein Leben als Gaukler, um die Menschen an verschiedenen Orten zu unterhalten. Dass sich diese Figuren bis heute erhalten haben und sie im Zirkus und im Karneval zu solcher Bedeutung gelangt sind, zeugt davon, welch hohen gesellschaftlichen Wert sie besitzen. Sie faszinieren uns immer noch und bereiten Kindern wie Erwachsenen viel Freude. (nat)

 

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