Hoppsala
 

Die Struktur von hoppsala.de alle Inhalte

Du bist hier: Home »» Journal »» Familie & Beruf »» Familienpolitik

Suchen

Home

Journal

Kurz gemeldet

Aktionen & Aktuelles

Servicethemen

Kolumne

Ein Plausch mit ...

Familie & Beruf

Bewerbungstipps

Arbeitswelt

Familienpolitik

Familienleben

Junge Erwachsene

Reportage

Beziehungsweise ...

Life & Balance

Generation 60+

Für die Frau

Autorenspecials

Services

Reise

 

Pädagogik

Junge Familie

Gesundheit

Ernährung

Freizeit & Feste

Kindergeburtstage

DIY - Selbstgemacht!

Seite für Kinder

Bücher für Kids & Co

Gewinnspiele

Kontakt/Impressum

 

Aus der Bücherecke

Das Weihnachts-Vorlesebuch

lesen


Zurück zur letzten Seite Druckversion Seite empfehlen Einen Kommentar schreiben

 

Der Mutterschutz

Die werdende Mutter bzw. die Mutter und ihr Kind genießen während der Schwangerschaft und nach der Geburt einen besonderen Schutz. Er dient dazu, sie vor Gefahren, Überforderung und Gesundheitsschädigung am Arbeitsplatz zu bewahren.

Außerdem soll die werdende Mutter vor finanziellen Einbußen und vor dem Verlust des Arbeitsplatzes im Zusammenhang mit der Schwangerschaft und der Entbindung geschützt werden. Ihr wird auch ermöglicht, sich in Ruhe auf die neue Situation mit dem Kind einstellen zu können und sich von der Geburt zu erholen.

 

Wer hat Anspruch auf Mutterschutz

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, also für:

  • Vollzeitbeschäftigte
  • Teilzeitbeschäftigte
  • Arbeitnehmerinnen in Familienhaushalten
  • Heimarbeiterinnen
  • Angestellte und Arbeiterinnen im öffentlichen Dienst
  • Auszubildende
  • Für Beamtinnen gelten besondere Regelungen

Die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes gelten auch für Frauen, die

  • in einem Probearbeitsverhältnis stehen
  • in einem befristeten Arbeitsverhältnis stehen
  • sich in einem Berufsausbildungsverhältnis befinden
  • in arbeitsrechtlich geregelten Praktikantenverhältnissen stehen
  • im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres tätig sind

Das Gesetz gilt nicht für Hausfrauen, Selbstständige und Geschäftsführerinnen juristischer Personen oder Gesellschaften. Es gilt nicht für Studentinnen, die vorgeschriebene Praktika ableisten und auch nicht für Adoptivmütter.

Die Staatsangehörigkeit und der Familienstand spielen keine Rolle. Entscheidend ist nur, dass die Frau ihren Arbeitsplatz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Damit der Mutterschutz in Kraft treten kann, muss die werdende Mutter den Arbeitgeber über ihre Schwangerschaft und den vermutlichen Tag der Entbindung informieren. Genügt dem Arbeitgeber die mündliche Information nicht, sondern verlangt er einen ärztlichen Nachweis darüber, so muss er die Kosten für diese Bescheinigung selbst tragen.

 

Mutterschutzfristen

Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Geburt. In dieser Zeit dürfen werdende  Mütter nicht beschäftigt werden, es sei denn, sie erklären sich zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit. Diese Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.

Acht Wochen nach der Entbindung endet die Schutzfrist. Bei einer Früh- oder Mehrlingsgeburt verlängert sie sich auf zwölf Wochen. In dieser Zeit besteht absolutes Beschäftigungsverbot! Bei Überschreitung des errechneten Geburtstermins, erhält die werdende Mutter eine Verlängerung der Schutzfrist um diesen Zeitraum.

 

Kündigungsschutz

Vom Beginn der Schwangerschaft an bis vier Monate nach der Entbindung darf der Arbeitnehmerin nicht gekündigt werden.
Voraussetzung für das Kündigungsverbot ist, dass dem Unternehmen zur Zeit der Kündigung die Schwangerschaft oder die Entbindung bekannt war oder innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung mitgeteilt wurde.

Wird die Zweiwochenfrist unverschuldet überschritten und die Mitteilung unverzüglich nachgeholt, so gilt auch danach das Kündigungsverbot.

Die werdende Mutter selbst hat jedoch das Recht, während ihrer Schwangerschaft und der acht- bzw. zwölfwöchigen Schutzfrist nach der Entbindung das Arbeitsverhältnis zu kündigen. Eine Frist muss dabei nicht eingehalten werden. Die junge Mutter hat auch die Möglichkeit während sowie nach Ende des Erziehungsurlaubs zu kündigen, wobei sie gesetzliche bzw. vertragliche Kündigungsfristen einhalten muss.

 

Gestaltung des Arbeitsplatzes

Die werdende oder stillende Mutter hat Anspruch auf einen Arbeitsplatz, an dem sie und ihr Kind vor Gefahren für Leben und Gesundheit ausreichend geschützt sind. Das bedeutet:

  • Maschinen, Geräte, Werkzeuge müssen entsprechend eingerichtet werden
  • die werdende Mutter darf an Geräten oder Maschinen mit Fußantrieb nicht beschäftigt werden
  • die tägliche Arbeitszeit darf 8,5 Stunden nicht überschreiten
  • schwere körperliche Arbeiten sind verboten
  • der Arbeitgeber muss eine Sitzgelegenheit für kurze Ausruhzeiten zur Verfügung stellen, wenn die Tätigkeit im Stehen ausgeführt wird
  • Akkordarbeit und Fließbandarbeit mit vorgegebenem Tempo sind verboten
  • die werdende Mutter darf ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat nicht länger als vier Stunden arbeiten, wenn ihre Tätigkeit nur im Stehen ausgeübt werden kann
  • stillenden Müttern steht während der Arbeitszeit eine Stillzeit zu, die sie sich selbst einteilen dürfen


 

Mutterschaftsgeld

Frauen sind während der Schutzfristen vor und nach der Entbindung und für den Entbindungstag finanziell abgesichert. Sie haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld, das von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt wird. Es kann frühestens sieben Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin beantragt werden.

Wie hoch das Mutterschaftsgeld ist, richtet sich nach dem durchschnittlichen Netto-Arbeitsentgelt der letzten drei Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist. Bei Frauen mit einem festen Monatsgehalt wird jeder Monat gleich bleibend mit 30 Tagen berechnet.

Das Mutterschaftsgeld beträgt jedoch höchstens 13 Euro für jeden Kalendertag. Liegt der durchschnittliche kalendertägliche Nettolohn über dem Betrag von 13 Euro (monatlicher Nettolohn von 390 Euro), so muss der Arbeitgeber die Differenz als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zahlen.

Auch geringfügig Beschäftigte bekommen Mutterschutzgeld bis zu 13 Euro pro Kalendertag von ihrer Krankenkasse, wenn ihnen während der Schutzfrist kein Arbeitsentgelt gezahlt wird.  Sie müssen dazu selbst Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse sein.

Berufstätige werdende Mütter, die nicht in einer Krankenkasse versichert sind, haben ebenfalls während der Schutzfrist Anspruch auf Mutterschutzgeld. Sie erhalten es vom Bundesversicherungsamt.

Das Mutterschaftsgeld und der Arbeitgeberzuschuss sind steuer- und sozialabgabenfrei. Während das Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkassen bezogen wird, bleibt die Frau beitragsfrei kranken- und rentenversichert.
 
Für die Zahlung des Mutterschaftsgeldes muss ein Antrag bei der Krankenkasse bzw. beim Bundesversicherungsamt gestellt werden.

Jenny Schnabel


 

Weiterführende Informationen finden Sie auf

 

 

Hier findet Ihr weitere Artikel aus unserem Bereich Familienpolitik

nach oben

Zurück zur letzten Seite
Druckfähige Version dieser Seite
Diese Seite empfehlen
Meinung zu diesem Artikel schreiben

Yoga & Spirit

Auf unserer Partnerseite so-ham.de findest du viele Inspirationen rund um Yoga und Achtsamkeit. Gönn dir eine Auszeit auf




Quicklinks



 

© hoppsala.de | Entwicklung: HEIM:SPIEL | Datenschutz