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Warum nicht mal zum Comer See?

Die Toscana kennt Ihr schon? Bella Roma und Capri ebenfalls? Ihr findet Italien schön aber wisst nicht so recht, was Ihr Euch noch anschauen könntet? Dann empfehlen wir Euch etwas ganz Besonderes: Den Comer See, den Lago di Como - den die Einheimischen einfach „Lario“, nennen.

Für besonders empfehlenswert halte ich das Ostufer des Comer Sees. Dort gibt es bisher noch nicht den herkömmlichen Massentourismus und wenn man Einkaufen oder zum Essen geht, ist ein italienisches Wörterbuch unentbehrlich. In fast allen Geschäften und Restaurants spricht nur selten jemand deutsch.

Wie immer im Leben gibt es auch in diesem Fall mehrere Möglichkeiten, die zum Ziel führen: Man kann z.B. bis Mailand oder Bergamo fliegen oder mit dem Zug reisen. Von hier aus dauert es mit dem Mietauto oder der Regionalbahn ca. 1 Stunde bis zum Lago di Como. Man kann mit dem eigenen Auto gemütlich durch den St. Bernardino Tunnel fahren, in Lugano Kaffee trinken und am Comer See zu Abend essen.

Doch die spektakulärste, eindrucksvollste und aufregendste Variante ist die Anreise mit dem Auto, vorbei an der Via Mala und über einen der ältesten Alpenpässe, die von der Schweiz nach Italien führen: den Splügen Pass!
Allerdings werden nur sichere und bergerfahrene Autofahrer es wirklich genießen über unzählige Serpentinen den Monte Spluga hinauf zu kurven. Es kann durchaus passieren, dass eine freilaufende Kuh den Weg versperrt. Dann steigt man am besten aus und genießt den traumhaften Ausblick auf das winzig wirkende Städtchen Splügen, ganz tief unten im Tal und die Bergriesen rundherum. Hoch oben auf dem Pass verläuft die Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Die Zollstationen sind fast immer besetzt, wobei besonders auf der italienischen Seite oft sehr diensteifrige Beamte anzutreffen sind.

Kurz hinter der Grenze beginnt das Hochplateau, auf dem sich das Dörfchen Monte Spluga befindet. Hier sollte man die letzte Rast auf dem Weg zum Comer See einlegen. Es gibt ein sehr schönes, kleines Hotel, in dem man einen vorzüglichen Espresso und ein köstliches Stück Heidelbeerkuchen bekommt. Dort findet man auch eine, für diese abgeschiedene Bergidylle, erstaunlich luxuriöse Gästetoilette. Hier oben ist es selbst im Sommer angenehm kühl. Ein Stausee in leuchtenden Grün- und Blautönen kontrastiert gewaltig mit den weißen Berggipfeln und den rötlichen Felsen. Durch das alte Dorf rauscht im Frühjahr ein Wildbach, der in den See mündet. Nachdem sich Körper und Sinne an diesem beeindruckenden Ort erholt haben, geht es nach kurzer gerader Strecke über das Hochtal wieder den Berg hinunter.

Schon nach den ersten 2 Kurven merkt man deutlich, dass der Baumeister dieser Serpentinen gewiss ein temperamentvoller Italiener war. Wie in einer Achterbahn geht es bergab über kurze Geraden, denen immer wahnsinnige steile Kurven folgen. Nach etwa 100 dieser Serpentinen, kann man kurz durchatmen, weil man das Bergdorf Campodolcino erreicht hat und ein paar 100 Meter geradeaus fahren kann. Und dann geht es erst richtig los und manch einer sehnt sich nach den fast gemütlichen Serpentinen, auf der schweizerischen Seite des Passes, zurück.

Ebenso atemberaubend und wild, wie die Kurven des Passes, ist die Landschaft, durch die man fährt. Betrachter bieten sich immer neue Panoramen, trutzige Berggipfel, tiefe, schmale Täler und rauschende Wildbäche. Je tiefer man kommt, um so üppiger wird die Vegetation. Wenn man das Ortseingangsschild des Städtchens Chiavenna sieht, hat man sein erstes Urlaubsabenteuer gut überstanden.

Jetzt dauert es nur noch ca. 60 Minuten - und dann grüßt bereits von Weitem der 2615 Meter hohe Monte Legnone, der höchste Berg am Comer See. Vorbei am türkis schimmernden Lago di Mezzola geht es direkt nach Colico, einem kleinen, fröhlichen Städtchen am Ostufer des Lago. Man fährt in der Mitte des Ortes rechts ab – und da ist er, einer der schönsten Seen überhaupt: der Lago di Como!

Lang und schmal wie ein Fjord, geformt wie ein auf den Kopf gestelltes Y liegt er da, eingebettet in die majestätische Bergwelt. In der Mitte des Sees, dort wo er durch eine Halbinsel in 2 Seearme geteilt wird, liegt Bellagio, die Perle des Lario. Hier spürt man noch einen Hauch der „Bell Epoque. Bellagio ist das Kontrastprogramm zur ländlichen, naturbelassenen und leicht rustikalen Atmosphäre des Ostufers. Alte, feudale Luxushotels, teure Boutiquen, die mittelalterliche Villa Serbelloni und die elegante Villa Melzi, lange Arkaden, die mit schweren Stoffvorhängen vor dem Sonnenlicht schützen und ein Schwimmbad aus den zwanziger Jahren geben dem Ort einen mondänen und etwas altmodischen Charakter. Man fühlt sich in eine andere Zeit zurück versetzt.

Doch weiter geht es auf der Ostseite des Comer Sees:
Gleich hinter Colico, oberhalb der Bucht von Piona gelangt man nach Olgiasca und zu dem uralten Kloster Piona. Hier gibt es einen wunderschönen Klostergarten. Die Mönche stellen Likör, Marmelade, Naturkosmetik und Naturheilmittel selbst her und verkaufen ihre Waren. Für interessierte Leute eine Fundgrube!

Weiter geht’s nach Dorio und Dervio. Dazwischen befindet sich Corenno Plinio mit seiner etwas unheimlich anmutenden Burganlage aus dem frühen Mittelalter.

Bellano mit seinen engen Gassen und dem „Orrido“, einer wildromantischen Klamm, durch die mit unglaublichem Rauschen und Tosen ein Wildbach dem Lario entgegen sprudelt. Über schmale, halsbrecherisch befestigte aber sichere Stege kann man diese Klamm begehen und besichtigen.

Das malerische Varenna, dessen Häuser wie bunte Vogelnester am Steilufer des Sees kleben. Hoch über der Stadt befindet sich die Ruine und der gut erhaltene Wehrturm des Castello di Vezio, einer Burg aus der Zeit der Langobardenkönigin Theodolinda. Über eine Zugbrücke gelangt man auf den Turm. Von dort hat man einen traumhaften, unvergesslichen Blick auf den See und die Landschaft.

Seit einigen Jahren werden auf der Burg verschiedene Spezies von Raubvögeln gezüchtet. Bei schönem Wetter lässt der Falkner der Burg jeden Nachmittag seine Raubvögel fliegen. Und wenn man Glück hat, ist auch mal ein Adler dabei.

Die nächste Stadt am Ostufer des Lario ist Lierna, das aus 11 verstreut in der Landschaft liegenden Ortsteilen besteht und sich vom See bis zu den Hängen des Grigna-Massivs erstreckt.

Es folgt Mandello del Lario in dem die berühmten Moto-Guzzi-Werke beheimatet sind. Motorradfans kommen in einer interessanten Ausstellung auf ihre Kosten.

Den Abschluss bildet Lecco, der Hauptort des Ostufers.
Überall findet man hübsche Ferienwohnungen oder Ferienhäuser, die auch für Familien erschwinglich sind. Bambini sind hier immer willkommen und auch ein Haustier ist meistens kein Problem. Viele der Domizile haben einen Pool. Aber wenn der nicht dabei sein sollte, ist das auch kein Beinbruch. Der See ist von fast allen Ausgangspunkten schnell zu Fuß oder mit dem Auto zu erreichen.

Es gibt mehrere Strandbäder und man kann anderen vielfältigen Freizeitaktivitäten nachgehen.: Wandern, Bootfahren, Angeln, Bergsteigen, Mountainbiken, Drachenfliegen, Windsurfen, Segeln, Reiten, Shopping, Faulenzen, - alte Villen, Parks, Klöster, Kirchen, Burgen oder eine Raubvogelzucht besichtigen – hier dürfte jeder die für ihn passende Freizeitbeschäftigung finden.

Angenehme Temperaturen, herrliches Licht, gute Bergluft, fantastische Ausblicke auf den See, die mediterrane Flora und eine artenreiche Fauna tragen zum Erholungswert dieser Region bei.

Im Frühjahr blühen in den riesigen Parks der alten, geschichtsträchtigen Villen an den Ufern des Sees mehrere hunderttausend Rhododendren und Azaleen. Diese überwältigende Blütenpracht ist für jeden Betrachter, auch wenn er kein Botaniker ist, ein unvergessliches Erlebnis. Der Park der Villa Carlotta zwischen Cadenabbia und Tremezzo am Westufer des Sees ist besonders sehenswert.

Aber nicht nur im Frühling, sondern auch zu allen anderen Jahreszeiten ist der Comer See ganz sicher eine Reise wert. Selbst ein Aufenthalt im Winter, in einem komfortablen Häuschen mit kuscheligem Kamin und verschneiten Berggipfeln rundherum hat seine Reize.

Und wer dann mal so richtig in den Schnee möchte: St. Moritz ist nur 90 Minuten entfernt!


 

© Ein Reisebericht von Marion Mollenhauer

 

 

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