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Küste von Slowenien und Triest

Urlaub steht vor der Tür. „Wie schön wäre es, wenn wir jetzt ein paar Tage am Meer verbringen könnten“, träumt unsere Tochter. Weil wir nur eine Woche Zeit hatten und die Reise kurzfristig planten, war es klar, dass wir mit dem Auto verreisen. Die Nord- und Ostsee schieden als Urlaubsziel aus – für uns Bayern ist das Mittelmeer sehr viel näher. Da wir schon seit Jahren nach Triest wollten, war ein Ziel war schnell gefunden. Warum also nicht ein paar Tage städtisches Flair mit ein wenig Strandatmosphäre kombinieren? So kam uns der Wunsch unserer Tochter gerade recht. Die Gegend nördlich von Triest erschien uns nicht so attraktiv wie der Küstenstrich im Süden, also die Küste von Slowenien. Genau genommen, ist es nur ein 40 Kilometer langer Küstenstreifen, bei dem sich mehrere Städte dicht hintereinander reihen. Die schönste ist ohne Zweifel Piran.


Kurze Fahrt, schnelle Anreise

Der Weg von München an die Küste von Slowenien ist denkbar einfach – fast die gesamte Strecke kann auf der Autobahn zurückgelegt werden. In München geht’s auf die Autobahn Richtung Salzburg. Schon nach knapp einer Stunde sind die Berge ganz nah. Nach dem Autobahndreieck Salzburg führt der Weg über die Tauernautobahn und den Karawankentunnel Richtung Ljubljana (www.ljubljana-tourism.si), der Hauptstadt von Slowenien. Von dort aus sind es nur noch rund 100 Kilometer bis ans Ziel. Insgesamt umfasst die Strecke nicht mehr als 500 Kilometer und sie ist – je nachdem, wie viele Pausen man einlegt – in etwa sechs Stunden zu schaffen. Doch die Annehmlichkeiten haben ihren Preis. Neben der Autobahnvignette für Österreich fallen für die Tauernautobahn und den Karawankentunnel Mautgebühren an. Im günstigsten Fall, d.h. wenn man die Vignette für zehn Tage kauft, bezahlt man für einen Weg 16 Euro Maut sowie 7,60 Euro für die Vignette. Hin und zurück kommt man auf knapp 40 Euro Gebühren. (Stand: Juni 2007)

 

Wo übernachten?

Wir haben uns entschlossen, uns ein wenig außerhalb, aber doch in der Nähe von Piran ein Quartier zu suchen. Die Wahl fiel schließlich auf das Hotel Salinera, eine kleine, sehr freundliche und ruhig gelegene Anlage mit Meerwasser-Schwimmbad. Wer sich lieber selbst versorgen möchte, kann sich in der Appartementanlage, die zum Hotel gehört und gleich nebenan liegt, einquartieren. In beiden Domizilen sind die Zimmer sehr schön und komfortabel möbliert, auch der Service ist bestens. Noch ein Tipp: Ideal ist es, wenn man Zimmer bzw. Appartements mit Meeresblick bucht. Ansonsten schaut man vom Balkon aus auf das Parkhaus – auf die Dauer kein erholsamer Anblick!

 

Piran, Sloweniens schönste Küstenstadt

Vom Hotel aus ist es nur ein Katzensprung nach Piran. Wir mussten nur über einen kleinen Berg fahren und schon standen wir vor dem großen Parkplatz. Am besten lässt man sein Auto dort stehen und geht zu Fuß in die Stadt. Was ist das Besondere an Piran? Piran hat alles, was sich Besucher von einer Küstenstadt am Meer erwarten: Verwinkelte Gassen, einen Hafen mit Segelbooten, einen offenen Platz mit Cafés und Lokalen, mehrere Kirchen und sogar eine Stadtmauer. Nicht zu vergessen die Uferpromenade, auf der man um die Landzunge herumwandern kann. Kurz: Piran ist eine Stadt wie aus dem Bilderbuch. Mehr noch: Die venezianische Architektur mit dem Löwen, der auf zahlreichen Gebäuden zu sehen ist, gibt der Stadt ein ganz besonderes Flair. Piran ist eine Stadt, die man mehrere Stunden mit den Kindern erkunden kann. Es gibt kaum Verkehr, doch die Autos, die in der Stadt herumkurven, tun dies an der Promenade. Da die Promenade aber immer gut besucht ist, kommen die Autos nur im Schritttempo voran. Angenehmer und spannender ist es, durch die verwinkelten Straßen mit den zahlreichen Lokalen und Geschäften zu bummeln. Die Straßen und Wege sind nicht besonders steil und daher auch für kleinere Kinder und Eltern mit Kinderwagen gut zu schaffen. Hier sind die Straßen für Autos viel zu eng. Man kann also ungestört bummeln; die Kinder können sich frei bewegen. Ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist der Besuch der Stadtmauer – von hier aus hat man einen sehr guten Überblick über die gesamte Stadt. Piran war auch der Ort, wo wir abends regelmäßig zum Essen gingen. An der Uferpromenade reiht sich Lokal an Lokal. Die Auswahl ist riesig, doch das Angebot ist überall dasselbe; auch in der Qualität – gut, aber nicht sehr gut – gibt es kaum Unterschiede. Auf dem Speiseplan stehen jede Menge Fischgerichte und Meeresfrüchte, dazu ein paar Nudelgerichte sowie Gegrilltes mit Pommes.

 

Ausflug nach Triest und zum Schloss Miramare

Eines vorweg: Die Anfahrt ist ernüchternd. Ein Gewirr von Straßen, die immer wieder durch Baustellen unterbrochen sind, führt in die Stadt. Auch die Hafenanlagen mit dem großen Industrieviertel wirken eher abschreckend als einladend. Doch wenn man erst mal im Stadtzentrum in der Nähe der Piazza dell’Unità d’Italia angekommen ist und am besten direkt am Ufer einen Parkplatz gefunden hat, wird man angenehm überrascht. Der Platz ist großzügig, die Gebäude ringsum sind sehr gepflegt. Kurz: Er ist der ideale Ausgangspunkt für einen Bummel durch die Stadt. Große Teile der Altstadt sind Fußgängerzone – ein Glücksfall für Familien auf Tour. Was erwartet Besucher in Triest? Triest gehörte, abgesehen von wenigen kurzen Unterbrechungen, von 1382 bis 1919 zum habsburgisch-österreichisch Kaiserreich. Als die Stadt im frühen 18. Jahrhundert kaiserlicher Freihafen wurde, begann ihr Aufstieg, der sich bis heute in der Architektur zeigt: Zwei Viertel, die „Maria-Theresien-Stadt“ (Borgo Teresiano) und die „Josephsstadt“ (Borgo Giuseppino), die westlich bzw. östlich des Hauptplatzes liegen, prägen das Stadtbild der Altstadt. Vom 19. Jahrhundert bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges entwickelte sich Triest zum größten Handelszentrum der Adria. Das war auch die Zeit, als Literaten die Stadt und ihre reizvolle Umgebung entdeckten: Die bekanntesten sind James Joyce (1882 - 1941), Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) und Italo Svevo (1861 – 1928), ein Freund von James Joyce. Joyce lebte – mit Unterbrechungen - von 1904 bis 1920 in Triest; Rilke schrieb während seines Aufenthalts von Oktober 1911 bis Mai 1912 im nahe liegenden Schloss von Duino seine berühmten Duineser Elegien. Italo Svevo war ein Sohn der Stadt und gilt als einer der bedeutendsten Romanautoren des 20. Jahrhunderts.

Legendär ist die Kaffeehauskultur von Triest: Um die Jahrhundertwende trafen sich Schriftsteller Cafés, schrieben und diskutierten. Wer will, kann sich selbst in einem der traditionsreichen Cafés einen Cappuccino, übrigens eine Erfindung, die aus Triest stammt, schlürfen, zum Beispiel im stilvollen Caffè Tommaseo, das in der Nähe des Hauptplatzes liegt, oder im Caffè degli Specchi.

Lust auf weitere Exkursionen? Wer an römischen Relikten interessiert ist, kann sich die Reste des Amphitheaters und des Triumphbogens ansehen. Sie liegen allerdings etwas abseits der Fußgängerzone und sind nicht leicht zu finden.

Ein Bummel mit Kindern durch Triest dauert nicht mehr als einen Vormittag. Und dann? Natürlich wollen alle ans Meer. Direkt am Meer gelegen und wirklich einen Abstecher wert ist das Schloss Miramare mit seinem Park, das sich nur wenige Kilometer nördlich von Triest befindet. Die Anlage wurde für Erzherzog Maximilian (1832 – 1867), den Bruder Kaiser Franz Josephs I. und späteren Kaisers von Mexiko von 1856 bis 1860 erbaut. Sehenswert sind auch die Außenanlagen: Hier gibt es einen streng mit Rabatten bepflanzten Teil, in dem sich auch ein Café befindet. Im angrenzenden Park wachsen zahlreiche exotische Pflanzen. Im Garten und im Park können sich Kinder frei bewegen und spielen – ideal nach einer Städtetour. Für Eltern bietet das Schloss-Café ein hübsches und zugleich preiswertes Mitbringsel: Cappuccino-Tassen inklusive Unterteller mit einem Aufdruck vom Schloss!

 

Lust auf ein wenig Natur?

Viele Reiseführer versprechen Naturerlebnisse direkt an der Küste. Doch davon war bei unserem Aufenthalt nicht sehr viel zu sehen. Die Gegend ist zwar ein Feriengebiet, doch die Industrieanlagen sind nicht zu übersehen. Kein Wunder also, dass an der Küste nur wenige Flecken zum Wandern und Verweilen einladen. Eine Möglichkeit dafür bietet das Naturreservat von Strunjan mit seiner Steilküste und seiner einzigartigen Vegetation.
Mehr Natur als in der Nähe der Städte findet man im Hinterland. Wer gern in den Bergen unterwegs ist, kann auf der italienischen Seite von Bagnoli de la Rosandra aus eine Wanderung durch das Val Rosandra unternehmen. Die Gegend ist Teil eines Naturparks, der sich durch seine unberührte Landschaft mit zahlreichen Wasserfällen und Dolinen auszeichnet. Nach etwa einer Stunde kommt man in eine Buschenschänke, in der köstliche Brotzeiten zu sensationell günstigen Preisen angeboten werden. Da der Weg aber zum Teil steil und abschüssig ist, ist der Ausflug nur Familien mit genügend Wandererfahrung und festen Schuhen zu empfehlen. Familien mit kleineren Kindern können weiter unten im Tal an dem Flusslauf mit ihren Kleinen spielen.

 

Lust auf Kroatien?

Wo wir nun schon einmal am Meer und in der Nähe der Istrischen Halbinsel waren, wollten wir nach Pula. Die Stadt hat eine lange Geschichte, die sich auch im Stadtbild niederschlägt. Für Asterix-Fans und Lateiner ein Muss ist das römische Amphitheater, das außergewöhnlich gut erhalten ist. Von hier aus kann man den Stadtkern mit seiner lebhaften Fußgängerzone und den zahlreichen Geschäften erkunden. Die Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander: Reste der Stadtmauer sind zu sehen, dazu kommt ein römischer Triumphbogen, ein Mosaik, ein römischer Tempel, zahlreiche Kirchen usw. Anders als in Triest gibt es in Pula Schautafeln und Wegweiser, die den Besucher an die interessantesten Plätze führen und Hintergrundwissen in mehreren Sprachen liefern. Sehenswert sind nicht nur die antiken Relikte. Viele, oft erstaunlich modern anmutende Bauten wie z.B. die Markthalle stammen noch aus der k. und k.-Epoche, als Pula der größte Militärhafen Österreichs war. Übrigens hat der Dichter James Joyce mehrere Jahre in Pula als Englischlehrer gearbeitet. Ein Café, vor dem ein Denkmal von ihm steht, erinnert daran.

 

Die Höhlen von Škocjanske jame – ein Abstecher auf der Rückfahrt

Nicht weit von Koper, der größten Stadt an der Küste Sloweniens, liegt die Höhle Škocjanske jame. Sie ist zwar nicht die größte, aber immerhin die Höhle, die das Siegel „Unesco-Welterbe“ trägt. Die Wanderung durch die Höhle dauert etwa eine Stunde und ist gut für Kinder ab etwa sechs Jahren geeignet. Feste Schuhe und warme Kleidung sind notwendig. Der Weg durch den Berg führt entlang eines unterirdischen Flusslaufes, der tiefe Schluchten und enorm große Hohlräume in das Gestein gewaschen hat. Wasser, das von oben tropft, bildete über Jahrmillionen riesige Formationen aus Tropfsteinen. Nach der Tour kann man bei einem Imbiss im Informationszentrum ein wenig verschnaufen.

 

Wie war der Urlaub?

Schön, keine Frage! Die Gegend bietet einen guten Mix aus Kultur und Natur. Ob antike Reste, venezianische Bauten, botanische oder geologische Besonderheiten – hier ist für jeden etwas geboten. Nicht weniger wichtig ist das gute Preis-Leistungsverhältnis. Fazit: Sloweniens Küste ist ein ideales Urlaubsziel für den Frühling und den Frühsommer. Im Sommer kann es passieren, dass sich die Urlauber an einem der sehr raren Sandstrände drängeln - dann kann es ein wenig eng und ungemütlich werden.
Wer sich weiter informieren möchte und vielleicht selbst einen Urlaub dorthin plant, dem sei der Reiseführer Slowenien mit Triest aus dem Reise Know-how Verlag empfohlen. Die Investition von 19,90 Euro lohnt sich auf jeden Fall – die Informationen sind präzise und ausführlich und führen ohne Umwege ans Ziel.

Text und Fotos Birgit Kuhn
Links Stand Juni 2007

 

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