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Oslo - die gemütliche Metropole Norwegens

Nach einer 19-stündigen Fährfahrt von Kiel nach Oslo kann es passieren, dass die Zollbeamten einen Blick in die Taschen der Reisenden werfen möchten. Wen sie auf den Kieker haben, der wird auch genauestens kontrolliert. Häufigstes Schmuggelgut: Alkohol. Der ist recht kostspielig in Norwegen. Deshalb darf auch nur bis zu einem Liter Spirituosen (60%) und zwei Litern Bier eingeführt werden: Aber Vorsicht! Die Zollgebühren für Alkohol sind hoch! Jetzt wird auch klar, warum viele die Fährfahrt noch einmal für einen kräftigen Umtrunk genutzt haben.

Ob aber nun mit Fähre, Flugzeug oder Bahn: Für Ausländer, die Norwegen zum ersten Mal besuchen, stellt Oslo oftmals die erste Station ihrer Reise dar. Gängige Klischees der touristischen Norwegen-Literatur - schneebedeckte Berge, steil aufragende Fjordwände, romantische Fischerhäuschen, Trachtengruppen oder gar Lappenzelte mit Rentieren - werden die Touristen in der kleinen Metropole des Landes im Norden Europas kaum finden. Auch wenn sich Oslo im Laufe der Jahre immer mehr europäisiert hat und sich in vielen Dingen kaum von anderen Hauptstädten unterscheidet, so hat man den Eindruck, dass die Uhren hier doch etwas langsamer ticken. Die kleinstädtische Großstadt wirkt gemütlich. Hektik und Stress wie in Paris oder auch Berlin, scheint es hier nicht zu geben. In den Wintermonaten allerdings ist es vielleicht etwas zu gemütlich... Nach Geschäftsschluss werden "die Bürgersteige hochgeklappt" und die Kneipiers machen unter der Woche wenig Umsatz, trotz der teilweise reduzierten Bierpreise. Wenn es dann am Wochenende einmal so richtig "auf die Piste" geht, wird auch nicht auf die Krone geschaut und so mancher durstige Norweger lässt ein Vermögen in den überteuerten Bars. Eine Leichtigkeit, denn ein halber Liter Pils kostet ca. fünf bis sechs Euro, in den feineren Etablishments sogar bis zu 10 Euro. "Man gönnt sich ja sonst nichts", meint Kjetil, der während der Woche fleißig studiert und als Aushilfe im Supermarkt jobbt, um halbwegs über die Runden zu kommen.

Erst im Mai erwacht die Stadt so allmählich aus ihrem langen Winterschlaf. Kaum ist der Schnee geschmolzen und die ersten Sonnenstrahlen tasten sich vorsichtig vom Himmel herunter, stecken die Osloer ihre Nasen aus den Häusern. Wenn der Mitteleuropäer noch vor Kälte zittert, sitzen die abgehärteten Norweger schon in Straßencafés und genießen ihr erstes ´Utepils` des Jahres. Draußen schmeckt es halt am besten. Das bunte Treiben auf den Straßen kann beginnen: Die Kleinkünstler holen Gitarre und Jonglierbälle aus ihren Kellern und auf der Paradestraße "Karl Johann" ist jeden Tag bis zum Sonnenuntergang reger Betrieb.

Wer am 17. Mai die Stadt besucht, sollte wissen, dass dies Norwegens Nationalfeiertag ist. Denn es war der 17. Mai 1814, als in Eidsvoll die norwegische Verfassung unterzeichnet wurde. Es gibt wohl kaum einen Einheimischen, der an diesem Tag im Haus bleibt. In der Osloer Innenstadt rund um die Karl Johanns gate ist kaum ein Bein an die Erde zu kriegen. Die ganze Stadt ist rot-weiß-blau, fast jeder hält die norwegische Flagge in der einen Hand. Nur mit Jeans und Turnschuhen bekleidet sticht man aus der Masse heraus, denn die Norweger werfen sind an ´ihrem` Tag richtig in Schale. Wer keine Tracht im Kleiderschrank hat, der erscheint zumindest im Sonntagsstaat zum großen Zug der Kinder, der sich die Karl Johanns gate bis zum Schloss hinaufzieht, um dort die Hoheiten mit Fahnenwinken und einem "Heia Norge" zu grüßen. König Harald steht mit seiner Familie auf dem Balkon und winkt seinem Volk zu. An diesem Tag ist viel zu erleben.

Der eigentliche Touristenrummel beginnt aber erst Mitte Juni. Die Vorstellung vom kalten Norden schreckt wohl viele Interessierte ab, die Reise früher anzutreten.


Sehenswürdigkeiten

Wer in Oslo das "traditionelle" Norwegen sehen will, muss sich zum norwegischen Volksmuseum begeben, welches sich auf der Museumshalbinsel Bygdøy befindet. Das vor über 100 Jahren gegründete Freilichtmuseum nimmt fast die halbe Insel ein. In ländlichem Ambiente sind dort über 170 Gebäude, Katen und Kirchen und 230.000 Kulturgegenstände überwiegend aus Süd- und Ostnorwegen zu sehen. Die Museumslandschaft in Oslo ist umfangreich und vielfältig. Allein auf der Halbinsel befinden sich neben dem Volksmuseum noch das Kon-Tiki-Museum, in dem man mehr über die Entdeckungsreisen von Thor Heyerdal erfährt, das Fram- sowie das Schifffahrtsmuseum.

Weitere Touristenattraktionen sind die Akerhus-Festung, die Bildwerke des Malers Edvard Munch ("Der Schrei") sowie die Holmenkollen Sprungschanze, auf der am zweiten Wochenende im März das berühmte internationale Skispringen stattfindet. Mit einem Fahrstuhl kann man zur Aussichtsplattform im Sprungturm hinauffahren. Der Holmenkollen bietet eine tolle Aussicht über Oslo und einem Skimuseum, in dem sich die älteste Skisammlung der Welt befindet.

In der Nähe von Majorstua liegt der Vigeland Park mit 192 Skulpturen und insgesamt 650 Figuren des Bildhauer Gustav Vigeland (1869-1943). Die Krönung seines Lebenswerkes ist dieser Park, der das ganze Jahr über die Besucher anzieht. Die größte Attraktion des Parkes (der auch Frogner Park genannt wird, weil er sich im Stadtteil Frogner befindet) stellt ein 17 Meter hohe Monolith dar, der aus einem einzigen Granitblock gehauen ist. Die Arbeiten an diesem Werk dauerten von 1928 bis 1942. Beim Rundgang erkennt man, dass in dem Kunstwerk der Zyklus der Menschen verewigt ist. Zuerst das kleine, unbefangene Kind, das langsam heranwächst, dann die Pubertät und das Zusammentreffen der Geschlechter. Es folgen Ehe und Kinderkriegen. Schließlich wird der Mensch alt. Der Großvater verabschiedet sich von seinem Enkel, bevor er in den Tod geht. Während der typische Städte- und Interrailtourist beschäftigt ist, von einer Sehenswürdigkeit zur anderen zu hasten, um Oslo in den berühmten zwei Tagen kennen zulernen, verpassen sie das eigentlich Reizvolle, das die ungewöhnliche Metropole bietet: nämlich eine faszinierende Natur ringsherum.

In jeder freien Minute sind die Osloer ´über alle Berge`: "Raus aus der Stadt", heißt die Devise und welche Richtung auch immer eingeschlagen wird, mit der Straßenbahn ist man schnell der Stadt entflohen. Ob in mark, ås, skog oder vannet: Oslos nahe Umgebung hat für Naturfreunde viel zu bieten. "mark" bedeutet soviel wie Wald und Feld, "ås" weißt auf einen Bergkamm hin, "skog" ist der Wald und "vannet" die Bezeichnung für einen See. Ob im Sommer zum Wandern und Schwimmen oder im Winter zum Skilaufen: hier oben also, in der freien Natur ist ganz Oslo an den Wochenenden zu finden!

Ein kleiner Tipp für die strapazierten Füße nach einer anstrengenden Städtebesichtigung: Mit der T-Bahn zum See Sognsvann hinauffahren und genüsslich die Beine im Wasser baumeln lassen. Wer die Stadt wirklich kennen lernen und ihr besonderes Flair in sich aufsaugen möchte, der sollte sich doch einfach ein paar Tage Zeit nehmen - es lohnt sich!

Viel Spaß in Oslo wünscht

Kerstin Klimenta


P.S.: Aufgrund der attraktiven Kultur- und Naturangebote der Nordmetropole ist Oslo auch als Ziel für einen Familienurlaub geeignet. Allerdings sollte die Reisekasse gut gefüllt sein.

 

 

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