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Sabine Ludwig – eine Autorin mit Vorliebe für turbulente Geschichten!

Die Autorin und Übersetzerin Sabine Ludwig wurde 1954 in Berlin geboren, wo sie aufwuchs und heute auch mit ihrer Tochter Emma und deren Vater lebt. Sie studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie und arbeite nach Beendigung ihres Studiums zunächst als Lehrerin, allerdings aufgrund von Stellenmangel nur kurze Zeit.

Als Rundfunkredakteurin war sie anschließend elf Jahre tätig bis sie den Sprung in die Selbstständigkeit wagte und seitdem sehr erfolgreich als Autorin und Übersetzerin arbeitet. Unter anderem übersetzt sie die Kinderbücher von Eva Ibbotson aus dem Englischen.

Mittlerweile kann Sabine Ludwig auf zahlreiche Auszeichnungen und Preise stolz sein; so erhielt sie 1983 den Literaturpreis des Literarischen Colloquiums, wurde 1993 im Rahmen des Bettina-Arnim-Preises in Hamburg ausgezeichnet und bekam 2005 für ihr Buch „Die Nacht, in der Mr. Singh verschwand“ den Hans-Jörg Martin Preis für den besten Kinder- und Jugendkrimi verliehen.

Mit den Übersetzungen von „Winn-Dixie“ und „Despereaux“ von Kate DiCamillo wurde sie 2002 und 2005 zum Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Beide Bücher wurden als Hörbuch des Jahres ausgezeichnet.

Sabine Ludwig hat eine Vorliebe für turbulente Geschichten und versteht es sehr wirklichkeitsnah und mit viel Situationskomik ganz alltägliche Begebenheiten lustig wiederzugeben.

Man kann sich wunderbar in ihre Bücher hineinversetzen und findet sich in vielen Situationen wieder. Ein Buch von Sabine Ludwig zu lesen bedeutet: Spannung, Spaß, viel Lachen, manchmal auch staunen und wundern und garantiert Lust auf mehr, von dieser fantastischen Autorin, dessen Werke garantiert nicht nur den jungen Lesern Freude bereiten.

 

 

Bücher von Sabine Ludwig
vorgestellt von Kindern aus unserem hoppsala-Leseclub

 

 

 

Sabine Ludwig war so freundlich uns für ein Interview zur Verfügung zu stehen.

 


Hallo Sabine Ludwig,

in Ihrem neusten Buch - Hilfe, ich habe meinen Lehrerin geschrumpft - lässt der zwölfjährigen Felix die gehasste Mathelehrerin auf eine Größe von 15,3 Zentimeter schrumpfen.

Haben Sie als Kind auch schon mal davon geträumt eine Lehrerin schrumpfen zu lassen?


O ja, diese Situation, in der Felix sich befindet, kenne ich nur zu gut. Die Angst davor, an die Tafel zu müssen, die Wut über ungerechte Zensuren, das alles ist mir sehr vertraut.

 


Sicherlich kennt jeder Lehrerinnen oder auch Lehrer wie Frau Schmitt-Gössenwein. Haben Sie beim Enstehen dieser Figur an eine ganz bestimmte Person gedacht oder ist die „verhasste“ Mathelehrerin völlig Ihrer Fantasie entsprungen?

Frau Schmitt-Gössenwein ist eigentlich gar nicht so schlimm, sie glaubt alles richtig zu machen, hat nur überhaupt kein pädagogisches Geschick wie leider so manche Lehrer. In dem Buch kommt ja noch eine wirklich grässliche Lehrerin vor: Die über 100 Jahre alte Hulda Stechbarth, und deren Vorbild war meine Deutschlehrerin. Die sah nämlich auch aus wie hundert, hatte einen Knoten, in dem lange Nadeln staken, gelbe Zähne, Damenbart und war der Schrecken der ganzen Schule.

 


Wann haben Sie ihr Talent und die Freude am Schreiben entdeckt? Schon zu Schulzeiten?

Bei so einer Deutschlehrerin wohl kaum. Glücklicherweise hatte ich später eine andere und die hat dann vieles wieder gut gemacht und mir Spaß am Schreiben vermittelt.

 


Begonnen hat Ihre Laufbahn als Autorin ja zunächst mit Literatur für Erwachsene. Wie sind Sie zum Schreiben für Kinder und Jugendliche gekommen und was gefällt Ihnen daran ganz besonders gut?

Als ich nach dem Studium anfing zu schreiben, wäre ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen, etwas für Kinder zu machen. Ich hab Hörspiele geschrieben, hochgestochenes Zeug über Literatur verzapft und als mich eine Redakteurin beim Radio fragte, ob ich mir vorstellen könnte, Geschichten für Kinder zu schreiben, hab ich erstmal Nein gesagt. Aber dann hat es mich doch gereizt und ich habe über das einzige Kind geschrieben, das ich zu dem Zeitpunkt kannte, und das war ich. Das ist jetzt genau 20 Jahre her.

 


Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Bücher? Aus Ihrem ganz normalen Alltag oder – wie viele Kinderbuchautoren ja von sich behaupten – aus ihren eigenen Kindheitserinnerungen?

Wie schon gesagt, meine ersten Geschichten handelten von einem frechen, verfressenen Mädchen namens Frieda („Hier kommt Frieda“ Fischer Schatzinsel) und da hab ich voll aus meinen Erinnerungen geschöpft. Wer also wissen will, wie ich so mit acht, neun Jahren war, muss nur die Frieda-Geschichten lesen. Inzwischen habe ich eine 14jährige Tochter und vieles, was ich mit ihr erlebt habe und erlebe, fließt in meine Bücher ein. Das findet sie übrigens gar nicht gut.

Jedes meiner Bücher ist eine Mischung aus Erlebtem, Gehörtem, Gesehenem, Gelesenem und Geträumtem, zusammengebacken mit viel Phantasie.

 

 

Was ist Ihnen persönlich besonders wichtig beim Schreiben eines Buches? Möchten Sie „nur“ unterhalten oder auch eine bestimmte Botschaft durch ein Buch vermitteln?

Zuallererst möchte ich natürlich, dass den Kindern meine Bücher Spaß machen, dass sie sie gern lesen. Und wenn es eine „Botschaft“ geben sollte, dann die, dass man nicht einfach alles hinnehmen muss, was die Erwachsenen so tun und sagen, dass man auch als Kind etwas bewegen und verändern kann, nicht zuletzt sich selbst. Und das sich vieles in Gedanken schrumpfen lässt, wenn man es nur mit Humor betrachtet.

 


Gibt es einen Lieblingsplatz an dem Sie am liebsten Schreiben?

Es gibt nur einen Platz, an dem ich wirklich gut arbeiten kann, und das ist mein Schreibtisch.

Viele meiner Kollegen und Kolleginnen arbeiten in Cafés, unterwegs in Hotelzimmern, im Garten mit dem Laptop auf den Knien, das kann ich – leider – überhaupt nicht.

 

 

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag bei der Autorin und Übersetzerin Sabine Ludwig aus? Haben Sie feste Schreibzeiten? Oder einen fest eingespielten Ablauf?

Wenn das Wetter es erlaubt, gehe ich morgens erst einmal eine halbe Stunde Laufen, das macht den Kopf frei und ist ein guter Ausgleich für das viele Sitzen am Schreibtisch. Ich arbeite dann, bis meine Tochter aus der Schule kommt, dann essen wir zusammen, danach arbeite ich noch ein, zwei Stunden. Abends sitze ich nur am Schreibtisch, wenn es unbedingt sein muss. Meistens bin ich zu müde dafür.

 


Sie haben sich nicht nur einen Namen als Autorin gemacht, sondern auch als Übersetzerin. Was macht Ihnen eigentlich mehr Spaß, ein eigenes Buch zu entwickeln und zu schreiben oder z.B. einen Roman von Eva Ibbotson ins Deutsche zu übersetzen?

Das eine kann ich mir ohne das andere nicht vorstellen. Jetzt zum Beispiel habe ich gerade ein neues Buch fertiggestellt und könnte nicht gleich wieder etwas schreiben. Da finde ich es wunderbar, dass auf dem Schreibtisch ein neues Manuskript von Eva Ibbotson liegt und ich in ihre Phantasiewelt, die mir nach acht übersetzten Büchern natürlich sehr vertraut ist, abtauchen kann. Wenn ich dann im Sommer damit fertig bin, habe ich – hoffentlich - wieder Ideen für ein eigenes Buch gesammelt.

 


Unsere hoppsala Jungautoren würden sich sicherlich über einen Schreibtipp von Ihnen freuen. Gibt es etwas, was Sie den schreibbegeisterten Kids empfehlen würden?

Das ist nicht so einfach, jeder hat seine eigene Arbeitsweise. Die einen schreiben drauflos und können gar nicht wieder aufhören, die anderen (zu denen ich übrigens gehöre) quälen sich mit jedem Satz. Aber einen Tipp habe ich: Lest euch das, was ihr geschrieben habt, selbst laut vor, da merkt ihr besten, ob etwas gelungen ist oder nicht.

Liebe Frau Ludwig, vielen Dank für das Interview.


Das Interview führte Antje Szillat im Mai 2007

 

Wer noch mehr über Sabine Ludwig erfahren möchte, kann das hier:

 

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