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Maren Gottschalk, die einen Blick Jenseits von Bullerbü geworfen hat ...

Jenseits von Bullerbü - Maren Gottschalk wandelt auf den Pfaden von Astrid Lindgren

Maren Gottschalk wurde 1962 in Leverkusen geboren. Nach dem Abitur studierte sie in München Geschichte und Politik und promovierte Mittelalterlicher Geschichte. 

Doch was dann? Maren Gottschalk entschied sich dafür, ihre Begeisterung für Geschichte an andere weiterzugeben und begann, für den Westdeutschen Rundfunk zu arbeiten.

Seit 16 Jahren schreibt und spricht sie dort Radiosendungen. Für die Sendung WDR-ZeitZeichen verwandelt sie historische Fakten in lebendige Geschichten, egal, ob es um berühmte Persönlichkeiten oder namenlose Dienstmädchen geht.

Maren Gottschalk schreibt seit vielen Jahren auch über Literatur, Frauen und Psychologie.

Im vergangenen Jahr hat die Autorin die Lebensgeschichte von Astrid Lindgren veröffentlicht. Durch umfangreiche Recherchen und viele Gespräche mit Menschen, die der großen Autorin nahe standen, hat Maren Gottschalk einen Blick „Jenseits von Bullerbü“ bekommen.

 

Wir wollen wissen, was sie dazu bewogen hat...

 

Liebe Frau Gottschalk,

 

Astrid Lindgren war die wohl bedeutendste Kinder- und Jugendbuchautorin aller Zeiten. Was hat Sie dazu bewogen, auf ihren Pfaden zu wandeln?

Vor einigen Jahren habe ich für den WDR eine längere Radiosendung über Astrid Lindgrens Bücher geschrieben. Dabei habe ich gemerkt, dass es nicht nur die lichten, glücklichen Momente, sondern auch viel Schatten in ihren Geschichten gibt. Es hat mich gereizt, nachzuforschen, woher das kommt und ob es etwas mit ihrem eigenen Leben zu tun hat.

 

Durch die Arbeit an diesem Buch sind Sie der großen Autorin sicherlich ein großes Stück näher gekommen, als viele andere Menschen. Was hat Sie besonders beeindruckt?

Astrid Lindgren war ein Mensch, der ein besonders großes Herz für ihre Mitmenschen besaß. Sie selbst hatte viele Probleme in ihrem Leben zu bewältigen und hat dabei doch nie den Mut verloren. Außerdem war sie eine geniale Schriftstellerin und eine großartige Menschenkennerin.

 

Sie sind aufgrund der Arbeiten an ihrem Buch auch in Smålland, der Heimat von Astrid Lindgren, gewesen. Gibt es den Hof Näs - das Elternhaus von Astrid - noch? Gibt es Bullerbü wirklich?

Ja, es gibt noch das kleine rote Haus von Näs, Astrids erstes Elternhaus. Auch das größere, weiße Haus daneben, das ihr Vater gebaut hat, nachdem das rote Haus zu eng geworden ist, kann man heute noch sehen. Und ganz in der Nähe von Näs liegt das Dorf Sevedsdorp, dort stehen drei kleine rote Häuser ganz nah beieinander. In dem mittleren Haus ist Astrids Vater aufgewachsen, und dieser Ort war die Vorlage für Bullerbü. Aber ich glaube: Bullerbü gibt es überall dort, wo Kinder frei und geborgen aufwachsen, so wie Astrid Lindgren. Das kann in Südschweden sein, das kann in Münster oder in Leverkusen sein.

 

Sie haben viele Freunde und Zeitgenossen der großen Autorin getroffen. Gab es Begegnungen, die Ihnen besonders im Kopf geblieben sind?

Die erste Freundin, die ich traf, Kerstin Kvint, erzählte mir von den großen Problemen in Astrids Leben. Sie sagte am Ende zu mir: „Das steht noch nicht in den Büchern.“ Nach dem Interview ging ich nachdenklich durch den Tégnerpark und überlegte, wie ich mit allen Dingen, die ich erfahren hatte, umgehen würde. Ich habe mich dann dazu entschlossen, das, was ich weiß, auch zu erzählen. Besonders schön war es, Astrids Tochter Karin zu treffen. Sie war sehr offen und zeigte mir die Wohnung von Astrid, in der alles so gelassen worden war, wie zu ihren Lebzeiten. Besonders angerührt hat mich das winzige Arbeitszimmer und die Schreibmaschine auf dem Tisch.

 

Welches Werk von Astrid Lindgren hat Sie persönlich am meisten bewegt und warum?

„Lotta zieht um“ liebte ich, weil ich Lottas Wutanfälle so gut verstehen konnte. Auch wenn ich mich nie getraut hätte, einen kratzigen Pullover zu zerschneiden. Außerdem fand ich die Idee, so ein niedliches kleines Haus einzurichten, besonders toll.

„Die Brüder Löwenherz“ gab mir mein großer Bruder, als ich 17 war. Ein paar Wochen später starb er bei einem Unfall. Für mich steckt daher in Jonathan Löwenherz ein Stückchen von meinem eigenen Bruder.

In allen ihren Büchern hat Astrid Lindgren ihre eigenen Erfahrungen mit einfließen lassen. In welchem Werk erfahren wir Ihrer Meinung nach am meisten über die große Autorin?

Das ist wirklich sehr schwierig zu sagen, weil in jedem Buch etwas von ihr steckt, aber eben immer etwas anderes. Ich glaube, dass Astrids allerletzter Roman, „Ronja Räubertochter“ auf ganz besondere Weise von Astrids Liebe zur Natur erzählt und auch von dem Schmerz, erwachsen zu werden. Beides gehörte ganz stark zu Astrids eigenem Leben.

 

Wir alle haben mit Bullerbü & Co ein Stück unbeschwerte Kindheit genießen dürfen. Wie geht es Ihnen, wenn Sie an Ihre eigene Kindheit zurück denken?

Meine Kindheit war auch eine Bullerbü-Kindheit. Es gab Freiheit und klare Regeln, viel Liebe, viele Anregungen, sehr viel Spiel. Große Brüder sind etwas Herrliches, finde ich. Auch wenn man sich manchmal über sie ärgert, aber das gehört dazu K

 

Wie fühlte es sich für Astrid an, ihr Kindheitsparadies, Näs-Bullerbü zu verlassen?

Das war sicher einer der größten Schmerzen in ihrem Leben. Sie war 18 Jahre alt, schwanger von einem verheirateten Mann, ging nach Stockholm ohne Geld und Ausbildung. Dann musste sie ihren Sohn in Kopenhagen bei einer Pflegemutter lassen. Ich bin sicher, dass es Lars dort gut gegangen ist. Aber Astrid hatte immer Schuldgefühle. Und vielleicht sind die einsamsten Kinder in ihren Büchern deshalb fast immer Jungs.

Vielen Dank für Ihre interessanten und ehrlichen Antworten

Das Interview führte Kerstin Reinke im Oktober 2007

 

Maren Gottschalk: Jenseits von Bullerbü. Die Lebensgeschichte der Astrid Lindgren. Beltz & Gelberg, 16,90 Euro.

 

+ + + Termine + + + Lesungen + + + Termine

 

Lesungen "Jenseits von Bullerbü":

  • 08. November 2007
    Münster, Stadtbibliothek
    Beginn: 20:00 Uhr  Lesung: Jenseits von Bullerbü
    Musikalische Umrahmung: Tatjana Daniel, Tenorsaxophon
    Veranstalter: Buchhandlung Schatzinsel
    Neubrückenstraße 72
    48143 Münster 

  • 14. November 2007
    Forum Leverkusen  Lesung: Jenseits von Bullerbü 

  • 15. November 2007
    Buchhandlung Moritz und Lux,
    Bad Mergentheim 

  • 16. November 2007
    Rathaussaal
    Karlstraße 27
    74564 Crailsheim
    Beginn 20.00 Uhr 
    Veranstalter: Literarische Gesellschaft
    Geschäftsstelle: Buchhandlung Baier
    Tel: 07951 - 940311
    Fax: 07951 - 940328 

  • 20. November 2007
    Gemeindebücherei Trappenkamp
    Goethestraße 2
    24610 Trappenkamp
    Beginn: 20:00 Uhr 

  • 21. November 2007
    Stadtbücherei Neustadt
    Waschgrabenallee 7
    23730 Neustadt
    Beginn: 19:00 Uhr 

  • 30. November 2007
    Mediacafe Leverkusen-Rheindorf
    Memelstraße 6  Lesung: Jenseits von Bullerbü 


  • 04. Dezember 2007
    Waldbronn 

 

 

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