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... Milena Baisch

Die Autorin Milena Baisch hat 2011 den Jugendliteraturpreis für ihr Kinderbuch "Anton taucht ab" erhalten. Wir wollten von der jungen Preisträgerin unter anderem wissen, wie sich das so anfühlt ...

 

 

Liebe Milena Baisch,

 

Seit wann schreibst du eigentlich Bücher?

Das erste Kinderbuch habe ich 1994 geschrieben, da war ich noch Schülerin. Auf die Idee hat mich meine Mutter gebracht, die selber Kinderbücher geschrieben hat. Es war in den Sommerferien, und mir war langweilig. Und da ist mir eingefallen, dass  mich als Kind Obdachlosigkeit beschäftigt hatte. Ich hatte Lust, darüber eine Geschichte für Kinder zu erzählen. So entstand das Buch: „Das Geheimnis im Park“.

 

Wie viele Bücher hast du bereits veröffentlicht?

Ich weiß nicht genau. Manche sind für Babys und haben so wenig Text, dass ich nicht weiß, ob ich sie mitzählen soll. Es sind so etwa um die 30.

 

Du hast mit „Anton taucht ab“ viele Auszeichnungen bekommen, zuletzt sogar den Deutschen Literaturpreis 2011. Was bedeutet dir das?

Total viel! Na klar. Es ist eine große Ehre, so einen wichtigen Preis zu bekommen. Insgeheim habe ich davon geträumt, ihn irgendwann in meinem Leben zu erhalten. Aber ich dachte, das passiert mit ganz viel Glück vielleicht in 20 Jahren oder so. Dass es nun so bald kam – das hat mich schon überrumpelt. Aber schön überrumpelt natürlich. Und es ist gut für meine weitere Arbeit. Viele Leute haben nur durch den Preis von dem Buch gehört und sind neugierig geworden. So haben Anton und ich schon einige neue Leser bekommen und auch Einladungen zu Lesungen.


Was macht Anton so besonders?

Jeder Mensch ist besonders, und Anton ist auch nur ein Mensch. Allerdings ein erfundener. Ich glaube, wenn man ihn auf der Straße sehen würde, würde man nicht denken, dass er besonders ist. Interessanter wird es, wenn man in seinen Bauch hineinfühlt und seine Gedanken verraten bekommt. Das kann man leider bei echten Menschen nicht – die Gedanken lesen. Sowas ist ein großer Vorteil von Büchern. 


Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen?

Auf die Idee bin ich im Sommer 2006 gekommen, der war sehr heiß. Ich war am See baden und hab die kleinen Fische beobachtet. Am Ufer, wo das Wasser flach ist, kann man sie gut sehen. Aber das Wasser in der Mitte des Sees war nicht durchsichtig. Ich hab an die Leute gedacht, die sich nicht in Seen trauen, weil sie nicht wissen, was das für eine Suppe ist, in der man da badet. Und ich dachte, es wäre lustig, wenn so einer sich mit einem dieser süßen kleinen Fische anfreunden würde.


Wie lange hast du an dem Buch geschrieben?

Das kann man nicht genau sagen, weil sich sowas über verschiedene Etappen lange hinzieht. Nachdem ich die Idee hatte, dauerte es zwei Jahre, bis ich schließlich die Zeit fand, die Geschichte aufzuschreiben. Ich wollte es gerne erstmal ohne einen Verlag machen, weil ich nicht wusste, ob bei dieser Idee überhaupt was Vernünftiges herauskommt. Also musste ich Geld sparen, um mir das zu finanzieren. Dann habe ich etwa vier Monate daran geschrieben. Und einen Monat überarbeitet.
Auf Lesungen fragen die Kinder mich auch immer, wie lange es gedauert hat. Wenn ich sage, dass es fünf Monate waren, rufen sie: „Was? So lange?!“ Dann sage ich: „Aber es sind auch hundert Seiten.“ Und sie rufen: „Was? So viele?!“ Und dann meldet sich meistens irgendeiner und sagt: „Eigentlich sind fünf Monate doch nicht viel.“ Das ist lustig.  


Was ist dein persönliches Lieblingskinderbuch?

„Jokel, Jula und Jericho“ von Christine Nöstlinger.


Auf was dürfen sich junge Leser demnächst von dir freuen?

Auf ein neues Abenteuer mit einem alten Freund. Und auf „Antont taucht ab“ als Hörspiel. Das gibt’s nächsten Sommer.


Hast du ein paar Tipps für Kinder, die selbst einmal Autor werden wollen?

Sie sollen keine Angst haben, dass irgendeine Idee zu verrückt sein könnte. Sie sollen spüren, was sie fühlen beim Lesen oder beim Filmegucken. Und dann sollte man spüren, was man beim selber Ausdenken fühlt. Wenn man nichts fühlt, dann wird es auch eine langweilige Geschichte. Da braucht man sich gar nicht erst die Arbeit zu machen, sie aufzuschreiben. Wenn man was fühlt – dann schnell an die Tasten oder an den Kuli! Aufschreiben, bevor das Gefühl wieder weg ist.

 

Vielen lieben Dank für deine Antworten!

Sehr gerne!

 

Foto: J. Poblete / Grafiken: Elke Kusche/Beltz & Gelberg

 

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