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Safer Internet Day: Jugendliche immer mehr online

Das Handy ist zum zentralen Kommunikationsinstrument im Leben von Jugendlichen geworden. Im Rahmen der JIM-Studie werden jedes Jahr diverse Daten zur Mediennutzung von Jugendlichen erhoben. Herausgeber der Studie ist der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest. Der Leiter des Verbunds – Thomas Rathgeb – im Interview:


Sie untersuchen für die JIM-Studie das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen. Welche Rolle spielt das mobile Internet in ihrem Leben? Gibt es hier im Vergleich zu den Vorjahren signifikante Unterschiede?

Thomas Rathgeb: Im Alltag von Jugendlichen hat generell das Internet als Kommunikationsmedium im Freundeskreis einen sehr hohen Stellenwert. Auch das Handy ist aus demselben Grund ein ständiger Begleiter der Jugendlichen. Die Kombination beider Medien – das mobile Internet – bringt nun beide Welten zusammen und bedient damit optimal die Bedürfnisse der Jugendlichen nach ständigem Austausch und engem Kontakt mit Gleichaltrigen. Der Besitz eines eigenen Smartphones hat sich in den letzten Jahren enorm gesteigert: Mittlerweile haben drei von vier Jugendlichen ein solches Gerät (2010: 25 %, 2011: 47 %, 2012: 72 %). Mit einer höheren Gerätedichte und der zunehmenden Verbreitung von Internetflatrates (2012: 34 %, 2013: 60 %) ist die mobile Nutzung des Internets deutlich angestiegen. Im Zeitraum von 14 Tagen nutzen 73 Prozent der Internetuser das Handy als Internetzugang (2011: 29 %, 2012: 49 %).


Die neuen digitalen Angebote schaffen zahlreiche Möglichkeiten, das Internet zu nutzen. Wie ändert sich das Medienverhalten der Jugendlichen entsprechend? Und welche Herausforderungen ergeben sich hieraus – auch was die Bereiche Medienpädagogik und Jugendschutz betrifft?

Thomas Rathgeb: Die zentrale Besonderheit der Internetnutzung mit dem Smartphone ist natürlich die orts- und zeitunabhängige Nutzung. Ins Netz zu gehen ist nun immer und so gut wie überall möglich. Daraus folgt einerseits, dass sich die Internetnutzung der elterlichen Begleitung bzw. der Kontrolle entzieht, auch die technischen Möglichkeiten des Jugendschutzes sind nicht mit denen eines heimischen PCs vergleichbar. Insbesondere im Hinblick auf die direkte Kommunikation ergeben sich andere Formen von Konfrontations- und Kontaktrisiken. Hinzu kommen andererseits auch inhaltliche Neuerungen. Durch die Konvergenz, das Zusammenwachsen der technischen Funktionen, wie Telefon, Internet, Foto-/Videokamera, GPS-Empfänger usw., ergeben sich ständig neue Angebote, die Palette der verfügbaren Apps erweitert sich ständig. Viele Angebote haben ähnliche Funktionen aber dahinter liegen oft unterschiedliche Intentionen und Geschäftsmodelle. Dies zu beurteilen ist nicht einfach. So muss man im Einzelfall abwägen, ob es wirklich Sinn macht, dass eine App auf das gesamte Adressbuch zugreift, Standortpositionen abgreift und diese weitergibt. Mit der Nutzung von Smartphones erhalten Begriffe wie Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, Urheberrechte und Verbraucherschutz eine hohe Alltagsrelevanz. Man sollte sich bspw. also gut überlegen, ob man ein Bild, das man mit dem Handy gemacht hat, gleich weiterverschickt oder postet. Denn auch ein harmloses Bild kann mit entsprechenden Kommentaren Dritter in anderem Kontext problematisch werden. Mit der einfach zu handhabenden Technik haben sich neue Problemfelder ergeben, hierbei sollte man Jugendliche informieren und unterstützen, damit besonnen und selbstbestimmt umzugehen und die neuen Optionen positiv zu nutzen.

 

„Immer online“!? Geht die Tendenz dahin, dass Jugendliche generell immer mehr Zeit im Internet bzw. mit dem Internet verbringen? Oder gibt es hier sehr unterschiedliche „Nutzergruppen“, also Jugendliche, die das Netz jederzeit und überall nutzen, und solche, die von den vielfältigen Möglichkeiten der Smartphones nur wenig Gebrauch machen?

Thomas Rathgeb: Mit der deutlich gestiegenen Verbreitung der Smartphones ist die Onlinezeit deutlich angestiegen. 2013 liegt die durchschnittliche Zeit, die ein Jugendlicher pro Tag im Netz verbringt, bei 179 Minuten. Dieser Wert liegt 48 Minuten höher als 2012. (Ein entsprechender Trend zeigt sich allerdings nicht nur bei Jugendlichen, auch bei Erwachsenen ist die Internetnutzung deutlich angestiegen.) Laut JIM-Studie 2013 nutzen Mädchen das Internet im Durchschnitt mit 181 Minuten etwas länger als Jungen (176 Min.). Nur bei den jüngeren Jugendlichen im Alter von 12 und 13 Jahren gibt es noch Jugendliche, die nicht oder nur sehr selten online gehen; bei dieser Altersgruppe liegt die tägliche Nutzung dann bei etwa zwei Stunden. Über die Jahre zeigt sich die Tendenz, dass einerseits das Einstiegsalter ins Internet sinkt, und andererseits die Häufigkeit der Nutzung steigt. Ob zukünftig eine stärkere Verbreitung von Tablet-PCs diese Entwicklung weiter beschleunigt bleibt abzuwarten. Eine „Gegenbewegung“ weg vom Internet ist derzeit nicht zu beobachten. Zwar ist der Zulauf zu Facebook, der aktuell bedeutendsten Plattform für Jugendliche, nach einem rasanten Aufstieg nun gebremst und eher rückläufig. Doch haben dafür andere Angebote an Bedeutung gewonnen, ein Teil der Kommunikation wird aktuell über WhatsApp abgewickelt. Wenn auch die Anbieter wechseln, das Bedürfnis nach Kommunikation und die Faszination, sich ständig austauschen zu können bleibt. Ob die ständige Erreichbarkeit, die Offenheit der Netzwerke und Beziehungen und auch die damit einhergehenden Probleme zu einem Trend hin zu mehr Privatheit führen, muss sich noch zeigen. Zumindest kann man ein gestiegenes Bewusstsein für diese Themen feststellen, wenn bspw. die Profile häufiger vor dem Zugriff fremder Nutzer geschützt sind. Der Umgang mit Smartphones und neuen Angeboten im Alltag muss sich noch entwickeln, jeder muss entscheiden, welchen Stellenwert er dem Smartphone in seinem Leben gibt und letztendlich sollten Erwachsene eine sinnvolle Nutzung vorleben.


Thomas Rathgeb ...

... ist Leiter der Geschäftsstelle des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest und Mitherausgeber der JIM-Studie.

Seit 1998 wird mit der JIM-Studie im jährlichen Turnus eine Basisstudie zum Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Information durchgeführt. Neben einer aktuellen Standortbestimmung sollen die Daten zur Erarbeitung von Strategien und Ansatzpunkte für neue Konzepte in den Bereichen Bildung, Kultur und Arbeit dienen.


Klicksafe.de ...

... ist eine Initiative im Safer Internet Programme der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Koordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen umgesetzt.

klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im Safer Internet Programme der Europäischen Union. Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie die Nummer gegen Kummer (Helpline) an.

 

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