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Kinder und der Fernseher

Er ist Fluch und Segen zugleich, der Fernseher. Ein perfekter Babysitter, der uns am Wochenende ein oder zwei Stündchen länger schlafen lässt oder Ruhestifter, wenn Zank und Streit unsere Kopfschmerzen noch verschlimmern. Wären da nur nicht diese Gewissensbisse, weil unsere Kinder viel zu lange vor der Glotze hängen.


 

Wie lange sollten Kinder pro Tag fernsehen

Garantiert nicht so lange, wie Sie es ihnen erlauben. Tatsächlich ist der Fernseher gar nicht mehr aus unserem Leben zu verbannen. Die folgende Übersicht ist als Orientierungshilfe ansehen. Den Realitäten des modernen Familienlebens entspricht sie sicher nicht.

Von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfohlener Fernsehkonsum:

  • 0 - 2 Jahre: 20 Minuten
  • 3 - 5 Jahre: 30 Minuten
  • 6 - 9 Jahre: 60 Minuten
  • 10 - 13 Jahre: 90 Minuten

 

 

Wie erleben Kinder das Fernsehen

Über den Sinn solcher Richtwerte lässt sich lange streiten. Für Eltern ist es wichtiger zu erfahren, was Kinder in den verschiedenen Lebensaltern überhaupt von den Inhalten mitbekommen oder verstehen und wovor sie sich fürchten.

Kinder bis zu drei Jahren sind überhaupt noch nicht in der Lage, ein bewegtes Bild als Ganzes zu erfassen. Sie erkennen wahrscheinlich bekannte Gegenstände, wie zum Beispiel einen Ball. Einzelne Wörter oder Sätze hören sie heraus, können aber überhaupt nicht einen Bezug zu der Handlung herstellen.

Drei- bis siebenjährige Kinder können kurze Handlungsabläufe verfolgen. Deshalb sind die Kindersendung wie "Sesamstraße" oder "die Sendung mit der Maus" in kleine, von einander unabhängige Episoden aufgeteilt. Das Kind kann problemlos "ein- und aussteigen" und hat zwischendurch eine Erholungsphase. Aber auch eine harmlose Geschichte kann Kinder verwirren oder ängstigen, da sie in dieser Altersstufe noch nicht Fantasie und Realität auseinander halten können.

Kinder zwischen sieben und neun Jahren schaffen es, einer Filmhandlung über längerer Zeit zu folgen. Auch verschiedene Erzählperspektiven können sie verstehen und auch schon die Einzelheiten des bewegten Bildes nach ihrer Wichtigkeit für das Gesamtgeschehen beurteilen.

Erst ab zehn Jahren können Kinder Wirklichkeit und Unwirklichkeit des Geschehens voneinander unterscheiden. Trotzdem behält auch ein unwirkliches Geschehen die gleiche Wertigkeit wie die realen täglichen Erlebnisse.


 

Vorteile des Fernsehprogramms

Fernsehen macht Kindern Spaß und schadet auch nicht. Es kommt auf das Maß und die Bewältigung des Gesehenen an. Und Verbote haben sowieso noch nie geholfen.

Auch wenn es oft bezweifelt wird, das Fernsehen bildet. Vorschulkinder lernen am meisten vom Fernsehen. Selbst die rührigsten Eltern können ihren Kinder nicht so viele neue Welten zeigen wie das Fernsehen. Fernsehen prägt zwar das Wissen und die Wertvorstellungen von Kindern, beeinflusst aber nicht in dem gleichen Umfang das Verhalten. Durch einen aggressiven Gewaltfilm wird ein Kind nicht zum Schläger. Allerdings kann ein Kind negatives Verhalten nachahmen, wenn es diese Verhaltensmuster aus seinen realen Lebensumständen kennt.

 

Nachteile des Fernsehkonsums

Wenn Kinder zu lange vor dem Fernseher hängen, dann bleibt keine Zeit zum Lesen. Im Gegensatz zum passiven Sehen des Fernsehprogramms verlangt das Lesen eine Umsetzung der Inhalte in Bilder oder Gedanken. Vielseher entwickeln sich dagegen zu passiven Konsumenten ohne nötige Distanz zum Fernsehprogramm. Kritisch wird es immer dann, wenn Kinder immer häufiger beim Fernsehen die Befriedigung ihrer Wünsche nach Zuwendung, Anerkennung und Erlebnissen suchen.

Kinder nehmen nur Inhalte auf, die sie ihrer jeweiligen persönlichen Entwicklungsstufe entsprechend verstehen können. Dadurch gehen Zusammenhänge verloren. Noch weniger sind sie in der Lage, eigenständig Werturteile über das Verhalten der Personen in den Filmen abzugeben. Kinder ordnen das Geschehen oft falsch ein, ziehen daraus wiederum fehlerhafte Schlüsse und entwickeln plötzlich verkehrte Vorstellungen von der Welt.

Selbst der harmloseste Film kann Kindern Angst einjagen. Auch wenn sie sich gerne Gruseln, Erinnerungen an brutale Filme können Kinder monatelang belasten.

 

 

Tipps zum Umgang mit dem Fernseher

  • Kleine Kinder sollten niemals ganz alleine fernsehen.
  • Auch wenn es nervt, Kinder dürfen sich ruhig bewegen oder schreien. So können sie ihre Spannungen abbauen. Es ist auch gut, wenn Kinder mit einem Kissen auf dem Boden liegen.
  • Der Abstand zum Fernseher sollte mindestens drei Meter betragen.
  • Beantworten Sie die Fragen ihrer Kinder zu dem Geschehen auf dem Bildschirm möglichst sofort.
  • Sprechen Sie über den Inhalt einer Sendung. Äußern Sie Zustimmung oder Kritik zu den einzelnen Personen. Rücken sie eine Verzerrung der Wirklichkeit wie zum Beispiel bei der Werbung oder der Serie mit dem tollen Hund zurecht. Sonst besteht die Gefahr, das Kinder Klischees in ihren Wertvorstellungen übernehmen.
  • Lassen Sie sich von ihren Kindern gelegentlich eine Sendung erzählen. Sie erfahren viel von seinen Vorstellungen und können mit ihm darüber sprechen.
    Zu schnelle Bildfolgen von ansonsten harmlosen Filmen können Kinder leicht überfordern. Sie werden dann zappelig und nervös.
  • Kinder denken weniger an Fernsehen, wenn sie zu regelmäßig festgelegten Zeiten schauen dürfen. Besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind das Fernsehprogramm.
  • Als Ausgleich zum Fernsehen sollten Kinder auch genügend Zeit haben, um sich an der frischen Luft austoben zu können. Darauf sollten Sie unbedingt achten.
    Wie immer zählt auch hier: Sie sind das Vorbild, an dem sich Ihre Kinder orientieren. Also, öfter die Glotze ausschalten und in hoppsala einen netten Freizeittipp heraussuchen. Und dann nichts wie los.

Weitere Ratschläge finden Sie in der Broschüre "Nicht nur laufen lassen - Kinder und Fernsehen". Sie erhalten sie kostenlos bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln oder unter www.bzga.de


 

Welche Filme können Kinder sehen

Inzwischen gibt es so viele Kindersendungen, da fällt der Überblick schwer. Sicher, Sesamstraße und die Sendungen des KiKa gelten als kinderfreundlich, aber was ist mit den vielen Zeichentrickfilmen auf den anderen Sendern?

Eine gute Orientierungshilfe finden Sie unter www.flimmo.de. Sie können sich für jede Kindersendung einen bewertenden Kommentar heraussuchen.

Letztendlich sind aber alle Kinder sehr verschieden. Sie müssen durch Beobachtung und Gespräche herausfinden, welche Sendungen nicht für Ihre Kinder geeignet sind. Und selbst dann wird immer wieder etwas in den Sendungen passieren, was Kinder aus heiterem Himmel verängstigt. Reagieren Sie bitte nicht verärgert, damit das Kind sich beim nächstem Mal nicht verschließt. Im Umgang mit dem Thema Fernsehen hilft ohnehin nur heitere Gelassenheit.

Adelheid Fangrath

 

 

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