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Der Islam

Ahmed ist neu bei mir in der Klasse und kommt aus der Türkei. Er sitzt jetzt in der Schule neben mir und wir wohnen fast in der gleichen Strasse. Weil Ahmed ja noch niemanden kennt nehme ich ihn in der Pause jetzt immer mit zu meinem besten Freund Thomas. Heute hat Ahmed Hunger und kein Brot dabei. Das trifft sich gut denn meine Mutter hat mir mal wieder ein Salamibrot gemacht das ich auf den Tot nicht ausstehen kann. Sofort biete ich es Ahmed an! „Zwei Fliegen mit einer Klappe, Ahmed hat kein Hunger mehr und ich muss das Salamibrot nicht essen“ freue ich mich gerade noch als Ahmed schon sehr nachdrücklich seinen Kopf schüttelt. Ahmed will nicht. Weil in Salami anscheinend Schweinefleisch drin ist „Naund“ sage ich „das schmeckt man aber nicht raus“. Doch Ahmed erzählt mir etwas von Islam und Moslem und kein Schweinefleisch und ich verstehe nur Bahnhof und muss ihn erstmal genauer fragen. Ahmed fängt an zu erzählen.

Seine Eltern sind nämlich - genauso wie fast alle Türken und viele aus dem Nahen Osten - Muslime. Das heißt sie haben eine andere Religion. Unseren Gott gibt es in ihrer Religion zwar auch aber er wird bei Ihnen nicht Gott sonden Allah genannt. Nur an Jesus als Gottes Sohn glauben Sie nicht. Dafür gibt es im Islam eine andere wichtige Person, nämlich der Prophet Mohammed. Er hat 571 Jahre nach Christus gelebt. Ein Prophet ist ein Übermittler zwischen Gott und den Menschen. Er hört Gottes oder Allahs Wort und gibt es weiter.

"Es ist schon ganz ganz lange her da hat Allah zu Mohammed gesprochen“ erklärt mir Ahmed.  Das kann man sich jetzt nicht vorstellen aber anscheinend hat Allah Mohammed erst mal gesagt was Sache ist. Alles was Allah Mohammed „offenbart“ hat wurde von diesem zu einem Buch zusammengefasst. Dem Koran. So nennt man die Bibel der Muslimen. Der Koran ist also Allahs Wort durch Mohammed empfangen und aufgeschrieben.

„Mohammed war ein außergewöhnlicher Mensch der es verstand Menschen durch seine Ausstrahlung, Liebenswürdigkeit und Intelligenz in den Bann zu ziehen.“ höre ich meinen neuen Freund Ahmed sagen. Er schrieb Allahs Wort auf und erzählte seine Lehren den Menschen um sich herum. Das war der Anfang des islamischen Glaubens.

„Muslime sind sehr gläubig.“ klärt mich Ahmed weiter auf. Im Koran sind viele Verhaltensregeln, die ein guter Moslem einhalten muss. So beten Moslems fünfmal am Tag immer in Richtung Mekka. Das ist eine heilige Stätte, zu der jeder Moslem einmal in seinem Leben hinreisen sollte. Pilgerfahrt nennt man so etwas. Dann gibt es bei den Muslimen noch den Ramadan. Eine Zeit, in der die Gläubigen weniger essen und sich dadurch auf das Wesentliche beschränken sollen. An diesen Tagen wird gefastet bis die Sonne untergeht. Muslime dürfen während Ramadan am Tag nichts essen, trinken oder geschweige denn etwas in den Mund nehmen. Nicht mal ein Kaugummis oder Bonbons.

Es gibt noch mehr Regeln im Koran. Zum Beispiel das man Almosen an Arme gibt die nichts eigenes haben. Hungerleidenden Essen zu geben ist die Pflicht von jedem guten Moslem. „Warum willst Du denn dann mein Salamibrot nicht, Du hast doch auch Hunger und ich will es Dir geben“ frage ich schon ein bisschen ungehalten, denn auf diesen Punkt ist Ahmed noch gar nicht zu sprechen gekommen. Ahmed erzählt mir, dass alle Moslems kein Schweinefleisch essen dürfen. Also auch mein Salamibrot nicht.
„Schade“ denke ich mir. Weil ich das Brot jetzt selber essen muss und weil ich auch gerne Almosen gegeben hätte.

"Sind Muslime nicht auch Terroristen?“, frage ich Ahmed. Der schaut ganz traurig aus und sagt mir dass viele Menschen versuchen würden, die Lehren des Koran für ihre Zwecke auszunutzen. Der Islam ist aber eigentlich eine friedliebende und tolerante Religion, die mit Terrorismus überhaupt nichts am Hut hat versucht mir Ahmed zu erklären. Das glaube ich Ahmed sofort, denn er ist wirklich nett und sieht nicht wirklich so aus aus als plane er einen Anschlag. Zufrieden lächele ich Ahmed an und packe mein Brot in die Tasche. Ich werde meiner Mutter einfach sagen, dass ich ab heute Moslem bin. „Nie mehr Salamibrote!“ sage ich und knuffe Ahmed in den Arm.

 Stephanie Wolf

 

 

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