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16te Lebenswoche: In dieser Woche war es endlich so weit. Lottas erste Turnstunde mit anderen Babys in ihrem Alter sollte zum ersten Mal stattfinden. Das Turnen hat einen besonderen Namen, nämlich Pekip. Hier kommen nicht nur die turnenden Babys sondern alle Anwesenden ins Schwitzen, aber dazu später mehr. Vorausgehend fand ein Elternabend statt, den ich auch besuchen wollte. Ich pumpte also schön Milch ab, damit mein Baby nicht auf seine Abendmahlzeit verzichten musste und machte mich, nachdem Lotta in Papas Obhut war, auf den Weg dorthin. Es wurde so einiges beredet, es war eben ein Elternabend, also weit entfernt von amüsanter und aufregender Abendgestaltung. Nach einiger Zeit klingelte mein Handy und mir schwante Böses. Richtig, ohrenbetäubendes Geschrei und eine gehetzte Stimme: „Sie will die Flasche nicht!“ sorgten dafür, dass ich meinen ersten Elternabend frühzeitig verlassen musste. Ja, man sollte rechtzeitig damit beginnen, die „Notfälle“, die gerade am Tage des Elternabends passieren, zu üben. Da es sich allerdings in diesem Fall um einen wirklichen Notfall handelte, schnappte ich das nächste Taxi und fuhr nach Hause, wo mich Lotta mit verweintem Gesicht erwartete. Schluchzend dockte sie sich an die Brust und schlief nach zwei Schlucken Milch beleidigt ein. Ich habe nichts dagegen, einen Elternabend abzubrechen, aber irgendwie möchte Lotta mich jeden Abend anwesend haben. Es fallen also auch Dinge wie ein netter Abend in einer Lokalität oder ein Kinobesuch weg. Hier möchte ich ganz lieb die Mama von Lottas Freund grüßen, die mich gerne beruhigt, dass alles bald besser wird, schließlich sei es bei ihr ja auch der Fall gewesen. Den Kinobesuch verschieben wir dann auf Lottas 13. Geburtstag, denn in der Pubertät sind Mamas nun wirklich out! Nun denn, eine Woche später begann dann Lottas erste Turnstunde. Die Kleinen wurden ausgezogen und die enge Bude wurde auf 24, gefühlten 40 Grad aufgeheizt. Lotta war sehr interessiert und schaute sich die anderen Babys gespannt an. Turnmutter Frau Pekip zeigte ihr einen Handschuh mit Glöckchen an den Fingern und sie schaute beispielhaft hinterher, griff begierig danach und drehte sich mit Hilfe von Frau Pekip auf den Bauch. Alles prima, bis das Baby zu ihrer Rechten anfing zu weinen. Da gab es kein Halten mehr. Die Unterlippe schob sich nach vorne und Lotta verweigerte das pädagogische Gestrampel und beachtete nur noch das Weinen der anderen Babys um munter einzustimmen. Den Höhepunkt erreichte sie, als ich sie, nassgeschwitzt durch die Heulerei, auch noch in ihre Kleidung zwängen musste. Hier hätte auch Turnvater Jahn seine Freude gehabt. In der nächsten Turnstunde war Lotta schlauer. Sie täuschte einen wahnsinnigen Hunger vor und beobachtete die anderen Babys von dem sicheren Ort an Mamas Brust und fühlte sich diesmal recht wohl. Wozu auch turnen? Die 7 Kilogramm verwachsen sich schon von alleine. Und Fussball macht sowieso mehr Spaß als diese Turnerei. Recht hast du, Lotta
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