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Nachdem Lotta das Schwimmen einmal wegen einer Impfung ausfallen lassen musste und der Kurs danach noch zwei Wochen nicht stattfand, ging es, ebenfalls in Lottas 18ter Lebenswoche endlich in das kühle Nass. Innerlich hatte ich mich schon auf viel Radau vorbereitet, aber Lotta macht eben meistens alles anders, als ich denke. Und das ist manchmal auch gut so. Also die aufgeregteste Person war somit ich. Lotta wusste ja noch nicht, was sie so erwartet und der Papa behält in solchen Dingen eher die Ruhe als ich Nervenbündel. Die erste Bewährungsprobe fand unter der Dusche statt. Bereits im Urlaub in Olpe gab das ein riesiges Theater. Natürlich wieder von der Mama. „Zu heiß!“, „Nein, viel zu kalt!“, „Doch bitte einen nicht so harten Strahl!“,... Irgendwann fing Lotta, die sich auf meinem Arm unter der Dusche befand, an zu weinen. Wen mag das wundern. Schließlich war der Strahl letztendlich doch etwas zu nass gewesen. Da können einem wirklich die Tränen kommen. Schuld hatte übrigens wieder einmal der Papa. Klar. Die Reinkes haben am Ende immer Recht. So oder so. Aber zurück ins Schwimmbad, welches sich übrigens in der Rehabilitationsklinik befindet, in der ich arbeite. Hiermit möchte ich ganz schnell noch alle Kollegen lieb grüßen! Ich freue mich schon auf die geruhsamen Stunden, die ich im nächsten Jahr wieder bei euch verbringen kann. So, also die Dusche im Schwimmbad. Ja, was wollte ich denn schreiben? Es passierte nämlich nichts. Ich spülte Lotta ab, mich auch und dann taperte ich vorsichtig ins Schwimmbecken. Lotta schaute sich die anderen Babys an. Ich zog sie durchs Wasser, wir sangen, ich schwang sie im Wasser hin und her, hob sie immer wieder hoch und ließ sie ins Wasser gleiten und schließlich musste sie sogar tauchen. Nichts geschah. Lotta war still. Nicht besonders aus dem Häuschen vor Begeisterung, eher mit neutralem Blick schaute sie mich an und gegen Ende der Schwimmstunde wäre sie fast auf meiner Schulter eingeschlafen. Und dann endlich: Vor lauter Müdigkeit weinte Lotta ganz leise. Also raus aus dem Wasser, unter die Dusche und umziehen. Auch hierbei herrschte wieder absolute Ruhe. Auch die nächsten beiden Schwimmstunden mit dem Papa verliefen absolut friedlich. Und der positive Nebeneffekt war ein andauernder Schlaf im Anschluss. In der darauffolgenden Schwimmeinheit konnten wir es dann endlich wagen, ein kleines Filmchen mit Lotta zu drehen. Also ich meine, die kleine Schwimmratte ist bald reif für Hollywood – Der weiße Hai kehrt zurück! Film ab >> 
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