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Hospizarbeit – der andere Blick aufs Sterben

Zugegeben, die Themen „Sterben“ und „Tod“ schieben wir alle gerne weit von uns weg, und sie haben in unserem Alltag wenig Platz. Als ich noch hauptberuflich als Krankschwester arbeitete, habe ich eine Fortbildung zum Thema „Tod und Sterben“ des örtlichen Hospizvereins besucht. Natürlich dachte ich, es ginge dabei um Patienten, die ich beim Sterben begleite. Aber tatsächlich ging es in einem Großteil der Veranstaltung um das eigene Sterben.

Ich hatte zunächst Angst und wollte mich nicht mit dem Thema auseinandersetzen. Schließlich habe ich mich doch darauf eingelassen. Bis heute denke ich immer mal wieder daran und finde es irgendwie tröstlich zu wissen, dass Sterben und Abschiednehmen nicht quälend und schlimm sein müssen, sondern auch friedlich und versöhnlich sein kön-nen. Zum einen sorgt die sogenannte Palliativmedizin für einen möglichst schmerzfreien letzten Lebensabschnitt, zum anderen setzt sich die Hospizbewegung für ein begleitetes, bewusstes und selbstbestimmtes Abschiednehmen ein.

Wichtig ist, dass diese Lebensphase nach den Bedürfnissen des Sterbenden ausgerichtet und der Alltag so gestaltet wird, dass er seinen Wünschen entspricht. Somit ist Hospizarbeit so vielfältig und individuell, wie es die Menschen selbst sind. Viele Menschen möchten so sterben, wie sie gelebt haben: Zuhause, mit Angehörigen und  Nachbarn, die regelmäßig vorbei schauen, und der geliebten Katze, die Trost gibt. Andere gehen lieber in ein Hospiz und setzen damit auch ein äußeres Zeichen, dass sie die letzten Wochen und Monate bewusst erleben möchten.

An vielen Orten gibt es inzwischen sogenannte Hospizdienste. Die Mitarbeiter der Hospizdienste arbeiten in der Regel ehrenamtlich und kommen direkt nach Hause. Sie bieten Gespräche an, erledigen gemeinsam mit dem Sterbenskranken Dinge, die er noch regeln will, machen zusammen mit ihm Ausflüge oder sind einfach nur für ihn da.

Für Familien mit Kindern gibt es besondere Hospizdienste, die sich auf die Begleitung von sterbenden Kindern spezialisiert haben. In dieser schwierigen Situation ist es sehr hilfreich, jemanden zu haben, der sich Zeit nimmt und auch mal für die Geschwisterkinder ein offenes Ohr hat, denn manchmal trauen sich Kinder nicht, den ohnehin belasteten Eltern ihre Ängste anzuvertrauen. Hospize und Hospizdienste bieten auch über den Tod hinaus Begleitung an, beispielsweise in Form von Gesprächskreisen für trauernde Angehörige.

Auch wenn ich natürlich nicht weiß, wie ich tatsächlich sterben werde und ob ich dann immer noch so sterben möchte, wie ich es mir mit Anfang dreißig vorgestellt habe, beruhigt es mich zu wissen, dass es Menschen gibt, denen es ein Anliegen ist, Sterbende zu begleiten. Und vielleicht gelingt es bis dahin, Sterben als Teil des Lebens noch mehr in das Bewusstsein der Menschen zu bringen.

Sabine Stübe-Kirchhof / DGK
Foto: twinlili  / pixelio.de

 

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