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Carolin feiert das Mondfest (2)

Die 19-jährigen Carolin Boeckers macht derzeit in der chinesischen Stadt Liuku ein freiwilliges soziales Jahr. Hoppsala steht in regem Kontakt mit der jungen Frau und berichtet euch hier über Carolins Erlebnisse in der Fremde ....

 

Tradition in Asien: das Mondfest

Carolin ist jetzt schon einen Monat in China und es geht ihr sehr gut. Vor wenigen Tagen hat sie zusammen mit einer ihrer Schülerinnen das Mondfest gefeiert. Das Mond- oder Mitherbstfest wird in Asien am 15. Tag des Mondmonats nach dem traditionellen chinesischen Kalender begangen.

"Es war alles sehr neu und spannend", erzählt Carolin, "Ich habe das Mondfest zusammen mit Dora und ihrer Familie, die der Lisu-Minderheit an gehört, verbracht. Die Lisu sind die größte Minderheit hier in Liuku. Ich versuche neben Chinesisch auch Lisu zu lernen, was eigentlich ganz leicht ist. Zum Beispiel heißt Reis essen Zsa sza und Hund heißt Ana."

Am Samstagnachmittag wurde Carolin mit einem Mojo - ein dreirädriges Auto - abgeholt, da Dora außerhalb Liukus in den Bergen lebt. Ihr Dorf sieht aus, als käme es direkt aus einem Märchen. Überall sind die typischen chinesischen Berge undmittendurch fließt ein atemberaubender Fluss. Typisch sind auch die Reisterrassen.

 

Ärmlich, aber sauber

Ihre Eltern besitzen einen kleinen Bauernhof. Das Haus ist sehr ärmlich eingerichtet, aber trotzdem ist alles sauber. Es gibt eine Glühbirne, die als Lichtquelle dient und ein Wasserschlauch, aus dem die Familie frisches Wasser bekommt. Das Wohnen hier hat einen ganz eigenen Charme.

Außerdem hält die Familie Schweine und überall flitzen die kleinen quirligen Ferkel umher. Und das sind nicht die einzien Jungtiere. Die Hündin hat gerade geworfen. Da in China während des Esses die Knochen einfach auf den Boden geschmissen werden, sind die Tiere wirklich sehr nützlich, denn Hunde und Katzen halten den Boden schön sauber.

"Sobald wir ankamen, wurde ich schon von Doras Mutter gebeten, mich hinzusetzten. Der kniehohe Tisch stand direkt vor dem Haus und kleine Hocker waren darum verteilt. Nachdem Dora mir gesagt hatte, dass ich heute ihr Bett bekommen und sie auf einem auf Steinen liegenden Brett schlafen würde, zeigte sie mir die Stelle im Fluss, wo sie im Sommer immer schwimmen geht. Dann wurde es auch schon dunkel und wir mussten uns auf den Weg zurück zum Haus machen. Dor tangekommen gab es endlich Abendessen: Huhn, Reis, Fisch, Kartoffeln und irgendein grünes Blattzeug."

 

Spezielle Gastgeschenke

Die Zubereitungsart ist sehr gewöhnungsbedürftig. Man rupft die Federn, zerkleiert dann das Huhn und lässst es kochen... Und Carolin durfte sich als Gast über etwas ganz Besonderes freuen: den Hühnerkopf.

Nach dem Essen wurde der Tisch weggerückt, damit alles freien Blick auf den Mond hatten. Dann wurde der Mondkuchen geholt und. Ein Mondkuchen ist mit allem Möglichen gefüllt: Ananas, Mango, Litschi, Ei, Fleisch, Pfirsich aber auch Kokos.

 

Legenden um das Mondfest

Es ranken zahlreiche Mythen um das Mondfest. Einer alten Legende nach soll Hou Yi, ein Bogenschütze, die Welt von einer Hitzewelle befreit haben. Vor etwa 4000 Jahren brannten zehn Sonnen auf die Erde und vernichteten die Ernte der Menschen. Der mutige Krieger aber hatte neun der Himmelskörper vom Himmel geschossen und so die Bevölkerung vor dem Hungertod gerettet ... Zum Dank schenkte ihm eine Göttin ein Unsterblichkeitsmittel, das Hou Yi jedoch nicht zu sich nahm. Stattdessen schluckte es seine Geliebte Chang'e, als derBogenschütze auf der Drachenjagd war. Der Preis für das unendliche Leben war jedoch hoch: Wer das Mittel zu sich genommen hatte, musste sein künftiges Dasein auf dem Mond fristen. Als Hou Yi von seiner Hatz nach Hause kam, sah der Mann seine Geliebte zum Erdtrabanten entschwinden. Seine Wut machte aus dem Volkshelden einen Tyrannen, der am Ende getötet wurde. Und seine Seele soll zur Sonne aufgestiegen sein. Zusammen mit seiner Geliebten stehen die beiden seitdem für Sonne und Mond.

Dieser alte Mythos passt zur chinesischen Philosophie des Yin und Yang, das die gegensätzlichen, aber trotzdem aufeinander bezogenen Prinzipien beschreibt.

Es gibt noch viele weitere Legenden, die sich um das Mondfest ranken.

"Es ist jedenfalls ein außergewöhliches Ereignis", so Carolin, die schon ganz gespannt auf das ist, was sie in den nächsten Monaten so erwartet. Aber bei aller Gastfreundschaft: Auf Hühnerköpfe könnte sie wohl verzichten ....

 

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