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Hormonelle Verhütungsmethoden

Hormonelle Präparate zur Empfängnisverhütung sind besonders zuverlässig. Sie enthalten künstliche Sexualhormone, die in ihrer Wirkung den körpereigenen sehr ähnlich sind. Das bekannteste hormonelle Verhütungsmittel ist die Pille. Es gibt allerdings auch andere Möglichkeiten, die Hormone zu sich zu nehmen und zwar: Spirale, Spritze, Implantat oder Pflaster.

 

Die Pille

Die Pille schützt dreifach gegen eine ungewollte Schwangerschaft:

  • der Eisprung wird gehemmt
  • der Schleimpropfen im Gebärmutterhals wird für Spermien schwerer durchdringlich
  • der monatliche Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird unterdrückt, wodurch das Einnisten einer befruchteten Eizelle praktisch unmöglich ist

Bei richtiger Anwendung verhütet die Pille mit einer Sicherheit von 100 Prozent. Sie ist daher besonders für junge Frauen geeignet, die auf gar keinen Fall schwanger werden wollen. Die Sicherheit wird allerdings durch Erbrechen bzw. Durchfall in den ersten 3 Stunden nach der Einnahme beeinträchtigt. Einige Medikamente wie Antibiotika und Psychopharmaka können die Wirkung der Pille aufheben, deshalb sollte man sich in jedem Fall beim Frauenarzt darüber erkundigen.

Die Pille ermöglicht spontanen Sex, da sie durchgehend vor einer Schwangerschaft schützt. Sie hilft bei starken, schmerzhaften und unregelmäßigen Regelblutungen und verkürzt die Dauer der Menstruation. Die Zwischenblutungen werden ebenfalls deutlich besser. Aufgrund ihrer Hormonzusammensetzung tut die Pille auch der Haut gut und hilft gegen Hautunreinheiten und Akne.

Die Pille kann allerdings auch Nebenwirkungen haben. Dies ist vom Präparat abhängig und davon wie der Körper auf die Hormone reagiert. Die modernen Pillen sind jedoch sehr gut verträglich. Nur selten kommt es zu Übelkeit oder Kopfschmerzen.

Die Pille ist für jede gesunde Frau geeignet. Das Alter spielt keine Rolle. Welches Präparat das richtige ist, weiß der Frauenarzt.

Die Pille gibt vom ersten Einnahmetag an einen sicheren Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft. Voraussetzung ist allerdings, dass der Tag der ersten Einnahme auch der erste Tag der Menstruation ist.

Es ist am besten, wenn man die Pille immer zur gleichen Zeit nimmt. Hat man es mal vergessen, so kann die Einnahme ohne Probleme bis zu 12 Stunden nachgeholt werden. Wenn allerdings mehr als 36 Stunden zwischen zwei Pillen liegen, ist der Schutz vor einer Schwangerschaft nicht mehr gegeben. Die meisten Pillen nimmt man 21 Tage. Dann ist 7 Tage  Pause, in der nach 2 bis 4 Tagen die Menstruation einsetzt. Zu dieser Zeit ist am ebenfalls vor einer Schwangerschaft geschützt.


Die Hormonspirale

Die Hormonspirale ist ein etwa streichholzgroßes T und besteht komplett aus weichem Kunststoff. Sie wird vom Arzt direkt in die Gebärmutter eingesetzt, in der sie 5 Jahre sicher vor einer Schwangerschaft schützt. Aus dem kleinen Zylinder werden täglich ganz geringe Mengen Hormone abgegeben. Sie sorgen dafür, dass sich der Schleim des Gebärmutterhalses verdickt. Die Spermien können somit nicht in die Gebärmutter gelangen. Der monatliche Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird stark vermindert, so dass sich eine befruchtete Eizelle gar nicht einnisten kann.

Die Hormonspirale ermöglicht spontanen Sex. Anwendungsfehler sind völlig ausgeschlossen. Alle 6 Monate sollte jedoch per Ultraschall kontrolliert werden, ob sie noch richtig liegt.

Die Hormonspirale ist besonders gut verträglich und behält ihren Empfängnisschutz auch bei Erbrechen und Durchfall. Die geringe Hormonabgabe ermöglicht somit auch die Verhütung in der Stillzeit. In den ersten 3 bis 6 Monaten treten allerdings häufig Zwischenblutungen auf. Grund dafür ist, dass sich die Dicke der Gebärmutterschleimhaut nur langsam verringert.

Die Hormonspirale ist für alle Frauen geeignet, die eine sichere Langzeitverhütung wollen, an die sie nicht denken müssen. Nicht geeignet ist sie für sehr junge Frauen, bei denen die Größe der Gebärmutter noch keine Hormonspirale zulässt.

 

Die 3-Monats-Spritze

Die Hormone die man täglich mit der Pille schluckt, werden durch die 3-Monats-Spritze als Injektion verabreicht. Sie bietet 3 Monate lang sicheren Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Die 3-Monats-Spritze bekommt man in den Po- oder Oberarmmuskel. Die Hormone gelangen von dort aus ins Blut und werden so zum Ziel (Gebärmutter und Eierstöcke) transportiert. Der Eisprung wird somit für 4-8 Wochen verhindert. Das  Wachstum der Gebärmutterschleimhaut wird verringert und der zähe Schleim im Gebärmutterhals sorgt dafür, dass die Spermien nicht durchdringen können. Der Schutz vor einer Schwangerschaft bleibt somit noch für 4 weitere Wochen bestehen.

Die 3-Monats-Spritze ist eine sichere Verhütungsmethode. Es besteht keine Möglichkeit bei der Einnahme Fehler zu machen. Da der Empfängnisschutz 3 Monate anhält, ist spontaner Sex möglich. Erbrechen und Durchfall können der Sicherheit nichts anhaben.
 
Die 3-Monats-Spritze hat jedoch viele Nebenwirkungen, die deutlich extremer sind als bei der Pille. Durch Wassereinlagerungen ist es wahrscheinlich, dass man an Gewicht zunimmt. Am Anfang treten häufig Zwischenblutungen auf und nach längerer Anwendung bleibt die Menstruation oft aus. Es kann nach Absetzen der 3-Monats-Spritze ein Jahr dauern, bis der Zyklus wieder normal funktioniert. Bei Nichtverträglichkeit muss man trotzdem mit den Nebenwirkungen leben, da die Wirkung nicht aufgehoben werden kann.

Die 3-Monats-Spritze ist für Frauen geeignet, die eine sichere Verhütung wollen, aber die Pille nicht vertragen. Auch Frauen, die viel unterwegs sind oder im Schichtdienst arbeiten und deshalb keine regelmäßigen Einnahmezeiten einhalten können, ist die 3-Monats-Spritze zu empfehlen. Für junge Frauen, die einen unregelmäßigen Zyklus haben, ist sie nicht geeignet.


Das Hormonimplantat

Das Hormonimplantat ist ein kleines flexibles Kunststoffstäbchen. Es wird vom Arzt auf der Innenseite des Oberarms direkt unter die Haut eingesetzt. Das streichholzgroße Implantat gibt über 3 Jahre immer die gleiche Hormonkonzentration ab und schützt somit sicher vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Mit dieser Verhütungsmethode ist spontaner Sex möglich. Da der Magen-Darm-Trakt mit dem Implantat umgangen wird, besteht keine Beeinflussung der Sicherheit durch Erbrechen oder Durchfall. Häufig treten jedoch Nebenwirkungen in Form von unregelmäßigen Blutungen, Zwischenblutungen und unreiner Haut auf. 

Das Hormonimplantat ist vor allem für Frauen geeignet, die sich aus psychischen, körperlichen oder zeitlichen Gründen nicht um Verhütung kümmern können. Auch für Frauen mit Magen-/Darmproblemen ist das Implantat von Vorteil. Aufgrund seiner wahrscheinlichen Nebenwirkungen ist es für junge Frauen ungeeignet.

 

Das Verhütungspflaster

Das Verhütungspflaster ist etwa 5 X 5 cm groß und wird auf Bauch, Oberschenkel, Po oder der Außenseite des Oberarms geklebt. Die enthaltenen Hormone werden durch die Haut aufgenommen und es wird so relativ sicher eine ungewollte Schwangerschaft verhindert. Der Schutz beginnt, sobald das Pflaster klebt. Es wird 3 Wochen lang jede Woche ausgetauscht. In der Woche ohne Pflaster setzt dann die Regelblutung ein, der Empfängnisschutz bleibt aber weiterhin bestehen. Danach geht es wieder von vorne los.

Spontaner Sex ist möglich. Die verhütende Wirkung wird durch Erbrechen und Durchfall nicht eingeschränkt. Nachteile des Verhütungspflasters sind seine Größe und Farbe. Es ist auffällig und wird deshalb häufig als störend empfunden. Bei vielen Frauen ruft es Hautreizungen hervor. Außerdem kann sich das Pflaster schnell und unbemerkt lösen und damit ist auch der Empfängnisschutz nicht mehr gegeben.

Das Verhütungspflaster eignet sich für Frauen mit einem unregelmäßigen Lebenszyklus, die konkrete Einnahmezeiten nicht einhalten können oder wollen.  Für Frauen, die eine diskrete Verhütung wünschen sowie übergewichtige Frauen ist das Pflaster ungeeignet.

 

Weitere Infos:

Jenny Schnabel

 

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