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23.11.2018

Igeln über den Winter helfen

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Ein Schäfer ohne Hund und Stab

Wenn von einem Schäfer die Rede ist, denken viele Menschen an einen Mann mit Schlapphut und Stab, der mitsamt Hund und Schafsherde über die Wiesen zieht. Tatsächlich gibt es auch heute noch Wanderhirten, aber längst nicht jeder Schäfer lebt so.

Wie Martin Reckfort leben viele Schäfer ganz normal in einem landwirtschaftlichen Betrieb und sind bei ihrer Familie zu Hause. Sein Beruf ist Martin quasi in die Wiege gelegt worden, denn auch sein Vater war schon Schäfer. „Nach dem Schulabschluss habe ich direkt eine Ausbildung zum Schäfer absolviert“, erzählt er. „Die dauert in der Regel drei Jahre und ist vergleichbar mit anderen Berufen aus der Tierwirtschaft.“

Angefangen hat alles 1972, als Friedrich-Wilhelm Reckfort mit drei Schafen auf dem über 400 Jahre alten, denkmalgeschützten Gräftenhof in Nordwalde bei Münster eine Schäferei gründete. Sein Sohn Martin hat die Schäferei übernommen und ist heute Herr über rund 200 Schafe. Obwohl die Tiere aufgrund der Koppelhaltung nicht rund um die Uhr behütet werden müssen, kann sich Schäfer Reckfort nicht allzu viel Zeit zum Faulenzen leisten. „Wir sind ein kleiner Familienbetrieb", so der Schäfermeister, „Von der Fütterung über die Klauenpflege und Schafschur bis hin zur Geburtshilfe, Schlachtung oder Weiterverarbeitung der Felle machen wir hier alles selbst.“

In einer kleinen Werkstatt stellt er Lammfellprodukte wie Satteldecken fürs Fahrrad oder Sonderanfertigungen jeglicher Art selber her. In einem liebevoll eingerichteten Hofladen können die Besucher dann viele kuschelige Naturprodukte rund ums Schaf erwerben. Leben von und mit der Natur lautet die Philosophie der Reckforts. Dabei ist ihnen die Neuschaffung von Biotopen auf dem Gräftenhof genauso wichtig wie der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel.

„Eine artgerechte Tierhaltung ist eine Selbstverständlichkeit“, unterstreicht Martin Reckfort, der auch bei der Energieversorgung auf die Natur setzt. Zwei Windkraftanlagen und ein Blockheizkraftwerk decken den Bedarf an Wärme und Elektrizität auf dem Hof. Besucher sind auf dem idyllischen Anwesen übrigens immer herzlich willkommen.

 

 

INFOS

Schäfer ist nicht gleich Schäfer

Bei uns in Deutschland Rund kümmern sich etwa 28 000 Schafhalter um rund 2 444 000 Schafe. Dabei können die Tiere ganz unterschiedlich gehalten werden.

Bei der so genannten Wanderschafhaltung zieht der Schäfer mit seinem Hund und der Herde von Weide zu Weide. Bei der Hütehaltung grasen die Tiere auf einer nahe gelegenen Wiese und bei der Koppel- bzw. Einzelschafhaltung werden die Tiere auf einer eingezäunten Weide gehalten.

Während bei den ersten beiden Formen der Schafhaltung die Tiere von Hund und Schäfer gehütet werden, ist das bei der Koppelhaltung nicht nötig, weil die Weide von einem Zaun umgeben ist.

Den Winter verbringen Schafe meistens im Stall. Nur in ganz milden Gegenden können sie auch in der kalten Jahreszeit draußen bleiben. In dieser Zeit müssen sie mit Heu, Stroh und zum Teil auch mit Kraftfutter gefüttert werden.

 

Schafe sind wahre Multitalente

Wusstest du, dass Schafe zu den am meisten verbreiteten Haustieren gehören und als die ältesten Nutztiere der Menschen gelten? Sie kommen in allen Ländern der Welt vor. Es gibt rund 500 bis 600 verschiedene Arten.

Schafe haben ein enormes Zusammengehörigkeitsgefühl und sind reine Herdentiere. Nur in der Gemeinschaft mit Artgenossen zusammen fühlen sie sich wohl und sicher. Die männlichen Tiere nennt man Widder, Bock oder Star, das Weibchen Mutterschaf oder Zibbe und das Jungtier Lamm. Werden die männlichen Tiere zur Mästung kastriert, heißen sie auch Hammel.

Nur während der Paarungszeit im Herbst dürfen die Widder zu den Weibchen. Sie liefern sich dann oft heftige Kämpfe. Das sieht aufgrund der großen Hörner gefährlicher aus, als es in Wirklichkeit ist. Schafe haben übrigens einen richtig scharfen Blick und einen guten Riecher: Sie können Feinde schon auf mehrere hundert Meter Entfernung erspähen und von weitem wittern.

Hausschafe sind wahrhaftig Multitalente: Neben Milch und Fleisch liefern sie Wolle, Felle, Fett und Leder. Aus den Därmen werden Saiten hergestellt. In der Landschaftspflege setzt man sie außerdem als lebende „Rasenmäher“ ein, denn sie halten in der Heide, auf Bergwiesen und auf Deichen das Gras kurz und verhindern, dass allzu viele Büsche und Bäume wachsen können.

 

Määäähr über Schafe

Weitere Informationen über Schafe und Schäfer findest du auf folgenden Internetseiten

 

 

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