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Medienkompetenz und Anbieterverantwortung gehören beim Umgang mit sozialen Netzwerken zusammen

22.05.2012

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, hat heute (Dienstag) zusammen mit Vice-President Global Public Policy bei Facebook, Marne Levine, in Berlin den Startschuss für das Projekt "Social Media Advisory Roundtable (SMARt)" gegeben. Das Projekt wird von der Stiftung Digitale Chancen in Kooperation mit Facebook und der Berlin Media Professional School an der Freien Universität Berlin durchgeführt und zielt darauf, die Kompetenz im Umgang mit sozialen Medien zu fördern. Die Bundesministerin setzt damit eine Empfehlung aus dem Dialog Internet um.

"Es geht längst nicht mehr darum, ob wir Soziale Netzwerke gut oder schlecht finden. Soziale Netzwerke sind Realität. Wir müssen Jugendliche deshalb fit machen, selbstbestimmt und verantwortungsbewusst damit umzugehen. Hier sind neben Eltern und Pädagogen auch die Plattformbetreiber in der Pflicht. Ich freue mich deshalb, dass wir mit Facebook einen starken Partner für SMARt gewinnen konnten.
Denn eins ist klar: Medienkompetenz und Anbieterverantwortung gehören beim Umgang mit Sozialen Netzwerken untrennbar zusammen. Gleichzeitig freut es mich sehr, dass mir Frau Levine die Unterstützung für das Internet-Kinderschutzzentrum signalisiert hat, das wir im Herbst einrichten wollen", betont Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

"Social Media verändert die Art und Weise, wie wir kommunizieren und auf Informationen zugreifen. So, wie die Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung erweitert werden, zeigt sich auch die Notwendigkeit, Menschen dabei zu unterstützen, verantwortungsbewusste 'digitale Bürger' zu werden. Diese Verantwortung liegt gleichermaßen bei Lehrern, Eltern, Jugendlichen, Politikern und Unternehmen. Die SMARt Initiative wird diese Akteure zusammenbringen, um gemeinsam in einem konstruktiven Dialog ein besseres Verständnis für Social Media zu entwickeln und 'Best Practice'-Beispiele auszutauschen. Wir freuen uns sehr, einen aktiven Beitrag zu dieser Diskussion leisten zu dürfen und beglückwünschen das Bundesfamilienministerium, die Stiftung Digitale Chancen und die Berlin Media Professional School der Freien Universität Berlin, dass sie eine führende Rolle in dieser Debatte einnehmen", erklärt Marne Levine, Vice-President Global Public Policy von Facebook.

"Soziale Netzwerke sind Spielplatz, Lern- und Lebensort für Kinder und Jugendliche", sagt Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen.

"Die Spielregeln für einen sicheren und verantwortungsbewussten Umgang werden wir im generationenübergreifenden Dialog am Social Media Advisory Roundtable entwickeln. Wir freuen uns, dass wir mit dem SMARt unsere erfolgreiche Projektarbeit zur Förderung der Internetnutzung und Medienkompetenz gemeinsam mit wichtigen Partnern fortsetzen können."

Professor Dr. Klaus Siebenhaar, Direktor der Berlin Media Professional School der Freien Universität Berlin, erklärt: "Medienkompetenz ist heute ohne Zweifel ein Schlüssel für eine erfolgreiche Ausbildung und das lebenslange Lernen. Sowohl Kinder als auch Erwachsene werden über die Medien sozialisiert, sie leben mit und zunehmend auch in ihnen. Während die Kinder die Technologien meist beherrschen, stehen viele Erwachsene dieser Entwicklung oft skeptisch oder ablehnend gegenüber. Schwächen in der Medienanwendung auf Erwachsenenseite stehen dabei Defiziten in der Medienbewertung auf Kinderseite gegenüber. Hier könnten beide Seiten erheblich voneinander lernen."

Im Rahmen des "Social Media Advisory Roundtables (SMARt)" erarbeiten Jugendliche zusammen mit Eltern, Pädagogen, Experten aus dem Jugendmedienschutz und Facebook Strategien zur Stärkung der Medienkompetenz in Sozialen Netzwerken und formulieren Erwartungen an Plattformbetreiber. Die Ergebnisse werden in einer jährlichen Veranstaltung - Social Learning Summit - der Öffentlichkeit präsentiert. Mit der Unterstützung und Begleitung des Projekts setzt das Bundesfamilienministerium eine weitere Empfehlung aus dem Dialog Internet um. Der Dialog Internet wurde im Herbst 2010 gestartet und zielt auf einen modernen, erweiterten Jugendmedienschutz, der die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, die Erziehungsverantwortung der Eltern und den gesetzlichen und technischen Jugendschutz im Internet als gleichrangige Bausteine altersgerecht miteinander verbindet. Im Herbst 2012 soll ein Internet-Kinderschutzzentrum eingerichtet werden. Es koordiniert staatliche Stellen, Internetwirtschaft und Initiativen für Prävention und Opferschutz um effektiv gegen Gefährdungen im Internet vorzugehen.

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