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Nagelpilzerkrankungen

Lack deckt das Erregerreservoir ab

Die Veränderungen kommen schleichend: Über Wochen und Monate verfärben sich die Nägel und verdicken sich. So mancher Betroffene nimmt die unschönen Nagelveränderungen als „unabänderlich“ hin oder hält sie gar für eine „Alterserscheinung“. Doch bei einer Nagelpilzerkrankung handelt es sich um eine ernstzunehmende Infektionskrankheit, die wirksam bekämpft werden muss.

„Wer an hartnäckigem Fußpilz leidet, ist besonders gefährdet“, berichtet Dr. Dieter Reinel, Hautarzt aus Hamburg: Wird die Infektion nicht richtig auskuriert, kann der Hautpilz zunächst unbemerkt auf die Hornhaut an den Füßen und die Nägel übergreifen. Auch Fingernägel können betroffen sein. In spröde, rissige Haut und Nägel können die Erreger besonders leicht eindringen. Die Nägel verfärben sich gelblich und werden zunehmend zerstört, die Nagelplatte hebt sich. Kranke Fußnägel können vor allem beim Gehen erhebliche Schmerzen verursachen.

Die Infektionskrankheit kann zudem für den gesamten Organismus belastend sein. „Von selbst“ heilt eine Nagelpilzerkrankung nicht wieder ab. Im Gegenteil: „Die befallenen Nägel sind ein sehr infektiöses Erregerreservoir“, erklärt der Dermatologe. „Man kann andere anstecken, und auch am eigenen Körper kann sich der Pilz zum Beispiel in der Leistengegend oder sogar im Gesicht ausbreiten.“ Deshalb empfiehlt Reinel, schon bei den ersten Anzeichen einer Nagelpilzinfektion einen Dermatologen aufzusuchen. Der Facharzt für Haut, Haare und Nägel wird zunächst durch eine gezielte mykologische Diagnostik sicherstellen, dass es sich tatsächlich um eine sogenannte Onychomykose handelt und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Sind weniger als zwei Drittel eines Nagels befallen, wird der Dermatologe die Behandlung mit einem antimykotischen, das heißt pilzabtötendem Nagellack einleiten.

Reinel warnt nachdrücklich vor Präparaten, bei denen es sich nicht um Arzneimittel handelt und deren Wirksamkeit nicht am erkrankten Nagel nachgewiesen ist. Ein zur Behandlung der Onychomykose zugelassener Nagellack, erzeugt im Nagel ein stabiles Wirkstoffdepot, erläutert Reinel. Der Lack bildet eine wasserfeste, beständige und relativ abriebfeste Schicht, die das Eindringen des pilzabtötenden Wirkstoffs bis ins Nagelbett fördert und den Nagel zusätzlich gegen mechanische Beanspruchung schützt. Der farblose wirkstoffhaltige Lack kann auf Wunsch mit einem kosmetischen Farblack überdeckt werden. Ist auch das Nagelbett befallen, verordnet der Dermatologe vorübergehend -zusätzlich zu einem wirkstoffhaltigen Nagellack - ein Antimykotikum zum Einnehmen. Während der Behandlung müssen befallene Nagelbereiche zudem immer wieder abgetragen werden. Um Rückfälle zu vermeiden, muss der Nagellack regelmäßig angewendet werden, bis der Nagel vollständig gesund herausgewachsen ist, betont Reinel.

Das kann langwierig sein und bei Fingernägeln ein halbes, bei Fußnägeln
ein ganzes Jahr dauern. „Doch dank der einfachen Handhabung und dem sparsamen Gebrauch des wirkstoffhaltigen Nagellacks ist das für gut informierte und dermatologisch betreute Patienten in der Regel kein Problem“, so Reinels Erfahrungen.

Hautarzt-Tipps 

  • Um einem Übergreifen von Hautpilzen auf die Nägel vorzubeugen,
    sollte man eine Fußpilzerkrankung gründlich auskurieren.

  • Eine regelmäßige Fußpflege macht Haut und Nägel widerstandsfähiger:
    Füße, insbesondere Zehenzwischenräume nach dem Duschen gut abtrocknen, danach mit einer Pflegecreme schützen. Fußnägel immer gerade und nicht zu kurz abschneiden, um feine Haarrisse zu vermeiden.

  • Auf gute Passform und atmungsaktives Material der Schuhe achten.


Quelle: Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD) e.V.

 

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