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Vorsicht, Zecke!

Durch immer mildere Winter und wärmere Sommer steigt auch die Gefahr eines Zeckenstichs. Denn die winzigen Spinnentiere lieben Wärme und Feuchtigkeit und vermehren so nicht nur ihre eigenen Art, sondern gleichzeitig auch für den Menschen sehr gefährliche Krankheitserreger.

 


Die Zecke

Die Zecke gehört zu der Gruppe der Milben und ist ein Parasit, der sich vom Blut seiner Wirte ernährt. Zecken bevorzugen dabei kleine Säugetiere wie Mäuse oder Igel, machen aber auch vor großen Rehen oder sogar Menschen nicht halt.

Es sind über 800 Zeckenarten bekannt, die sich hauptsächlich auf die beiden Arten der Schild- und Lederzecken verteilen. Die am häufigsten auftretende Zecke in Deutschland ist der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), eine Schildzecke.

Zecken leben in Europa zumeist im Freien - an Waldrändern, Lichtungen oder Bächen. Obwohl Zecken nicht weit laufen können, verbreiten sie sich über große Gebiete. Das liegt daran, dass sie sich von ihren Wirten, besonders Vögeln, transportieren lassen und so sogar Ozeane überqueren können. Außerdem haben Zecken nur wenige natürliche Feinde, was ihnen das Leben enorm erleichtert. Nur bei einigen Vogelarten, Miniwespen oder Fadenwürmer stehen die Blutsauger auf der Speisekarte.

 

Krankheiten

Um an Blut zu gelangen, benutzt die Zecke ihr wichtigstes Werkzeug: einen hochentwickelten Stechapparat. Mit diesem scherenartigen Mundwerkzeugen reißt sie die Haut des Wirtes auf und gräbt mit einer Art Stachel eine kleine Grube in das Gewebe, die dann mit Blut voll läuft. Davon merkt der Wirt jedoch nichts, denn der Stechapparat sondert vorher eine Art Betäubungsmittel ab. Außerdem hat er zahlreiche kleine Widerhaken, mit denen sich die Zecke an der Haut des Wirtes festhält.

Da Zecken zum Überleben viel Blut brauchen, können sie im Extremfall bis zu 15 Tage an ihren Wirten hängen. Dafür können sie aber mit einer einzigen Blutmahlzeit sehr lange überleben. Im Labor konnten eine vollgesaugte Zecke bis zu zehn 10 Jahre lang ohne weitere Nahrung überstehen. Beim Blutsaugen kann die Zecke jedoch schlimme Krankheiten auf den Wirt übertragen.

Die zwei häufigsten Krankheiten, die von einem Zeckenstich auf den Menschen übertragen werden können, sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose.

 

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Frühsommer-Meningoenzephalitis ist die gefährlichere der beiden von Zecken übertragenden Krankheiten. Dafür kommt sie jedoch nicht so häufig vor, wie die Borreliose. So wurden im Jahr 2006  knapp 550 klinische Fälle von FSME in Deutschland gemeldet. Das FSME-Virus führt bei Patienten zu einer Hirnhaut- oder Gehirn-Entzündung und kann im schlimmsten Falle tödlich enden (ca. 1-2%).

Generell verläuft die Krankheit in zwei Stadien: Sie beginnt mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ähnelt oft einer Sommergrippe. In vielen Fällen ist die Erkrankung damit überstanden. Im zweiten Stadium befällt das Virus das zentrale Nervensystem. Eine Hirnhautentzündung (Meningitis) ist dabei die mildeste Form. Als Symptome können hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und ein steifer Nacken auftreten.

Die schwere Form der FSME ist die Gehirnentzündung. Hier sind nicht nur die Hirnhäute, sondern das ganze Gehirn von der Erkrankung betroffen.
Zu den Symptomen der Hirnhautentzündung kann es hierbei auch zu Bewusstseins- und Sprachstörungen, psychischen Veränderungen, Schädigungen am Rückenmark oder Lähmungen am Körper kommen.
Doch lange nicht jede Infektion führt zu einem schweren Krankheitsverlauf. Woran die Schwere der Erkrankung zu messen ist, hat die Medizin noch nicht herausgefunden. Sicher ist nur, dass das Alter eine sehr große Rolle spielt. Je älter die infizierte Person, desto schlimmer kann die FSME verlaufen. FSME kann nicht behandelt werden, umso wichtiger ist es, sich in Risikogebieten impfen zu lassen.

 

Risikogebiete

Ein Risikogebiet definiert sich durch eine bestimmte Anzahl an FSME-Erkrankungen in einem Landkreis pro Jahr bzw. in einer Fünf-Jahresperiode. Dabei muss der Infizierte auch in diesem Landkreis von einer Zecke gestochen worden sein.  In Deutschland ist vor allem der Süden betroffen. Doch die Zahl der Risikogebiete steigt. 1998 waren noch 63 Landkreise im gesamten Bundesgebiet als FSME-gefährdet eingestuft, 2006 sind es schon 96 Stadt- und Landkreise.

 

Borreliose

Borreliose ist die Krankheit, die in Deutschland am häufigsten von Zecken übertragen wird. Man schätzt, dass sich jedes Jahr 60.000 – 80.000 Menschen neu mit der Krankheit anstecken.

Borreliose infizierte Zecken gibt es dabei in ganz Deutschland. Da der Verursacher, das Borreliose Bakterium (Borrelia burgdorferi), im Mitteldarm der Zecke lebt, dauert es viele Stunden bis die Borrelien in das Blut der Menschen gelangen. Je schneller man also die Zecke entfernt, um so niedriger ist das Risiko an Borreliose zu erkranken.

Hat sich der Mensch jedoch erst einmal angesteckt, ist es schwierig die Erkrankung zu diagnostizieren. Denn Borreliose ist eine multisystemischen Krankheit, die viele Symptome haben kann. Dazu gehören in einem frühen Stadium Abgeschlagenheit, Fieber- und Kopfschmerzen. Später können Hirnhautentzündungen, starke Schmerzen, Herzprobleme und sogar Gesichtslähmungen beobachtet werden. Im dritten chronischen Spätstadium treten dann häufig Gelenkentzündungen auf und eine Haut, die sich wie Pergamentpapier anfühlen.

Eines der wenigen typischen Anzeichen für eine Borreliose ist die Wanderröte (Erythema migrans). Das ist eine ringförmige Hautrötung rund um die Einstichstelle, die nach einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich zu sehen ist. Doch ganz sicher ist auch diese Erkennungsmethode nicht, da die Wanderröte nicht bei allen Borreliose-Infizierten auftritt.

Gegen Borreliose Bakterien gibt es weder Abwehrmittel noch Impfungen. Man kann sich sogar mehrfach anstecken und auch mehrere Borreliosen verschiedener Stadien gleichzeitig haben. Da die Borreliose aber eine bakterielle Erkrankung ist, lässt sie sich generell gut antibiotisch behandeln. Besonders Symptome des Frühstadiums können mit Antibiotika in Tablettenform behandelt werden. Bei später auftretenden und chronischen Symptomen sind oft Antibiotika-Abgaben durch mehrwöchige Infusionen notwendig.


Weitere Infos findet ihr auf folgenden Seiten:

 

Wie kann ich mich schützen?

Es gibt keinen 100%igen Schutz vor Zecken. Doch man kann einiges tun, um Zeckenstichen vorzubeugen:

  • Vermeidet es möglichst durch hohes Gras oder Unterholz zu laufen.
  • Tragt geschlossene Kleidung. Besonders kurze Hosen stellen eine unnütze Gefahr dar, denn Zecken bewegen sich hauptsächlich am Boden.
  • Außerdem ist helle Kleidung besser als dunkle, denn man kann die Zecken gut darauf erkennen und sie noch vor einem Stich entfernen.
  • Insektenabweisende Mittel bieten zwar keinen vollständigen Schutz, können aber für eine Weile helfen.
  • Wieder zu Hause, sucht euren bzw. den Körper eurer Kinder nach Zecken ab.
    Zecken bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollte an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt besonders gründlich nach Zecken gesucht werden.
  • Zuletzt bietet sich besonders bei Menschen, die in Risikogebieten leben und sich gerne in der Natur aufhalten, eine Schutzimpfung an.

 

Diese Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Impfung wird von den meisten Krankenkassen getragen und besteht aus drei Injektionen.
Die ersten beiden Impfungen werden im Abstand von ein bis drei Monaten durchgeführt. Die dritte Impfung nach ca. neun bis zwölf Monaten schließt die Grundimmunisierung ab. Der Impfschutz wirkt nun für mindestens drei Jahre. Danach reicht eine Auffrischungsimpfung, ein sogenannter Booster.

Wurde eine Impfung im Winter verpasst oder entscheidet man sich im Sommer spontan in einem Risikogebiet Urlaub zu machen, besteht außerdem die Möglichkeit einen schnellen Impfschutz zu erhalten. Hierbei erhält man zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen.

Eine Zeckenschutzimpfung ist vergleichbar mit einer jeden Impfung, bei der Antikörper gebildet werden, und beinhaltet deswegen so gut wie keine Nebenwirkungen.

Melanie Breforth

 

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