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Was verbirgt sich hinter "Homöopathie"?

Das Wort "Homöopathie" kennt mittlerweile jeder. Doch nicht jeder weiß so ganz genau, was sich dahinter verbirgt. Darum möchte ich mit diesem Beitrag einen kurzen Einblick in die gängigsten homöopathischen Vorgehensweisen geben.

Vorweg möchte ich kurz erläutern, dass man das Wort "Homöopath" nicht mit dem Wort "Heilpraktiker" gleichsetzen kann. Die Homöopathie ist eine sehr umfangreiche und komplexe Behandlungsform der Naturheilkunde, aber es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, naturheilkundlich zu behandeln. Daher arbeitet nicht jeder Heilpraktiker automatisch homöopathisch.

Die Homöopathie wurde 1790 von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann entdeckt und arbeitet nach dem Prinzip "Ähnliches heilt Ähnliches". Dieses Prinzip sei am Beispiel der Zwiebel, in der Homöopathie unter dem lateinischen Namen Allium cepa bekannt, einmal näher erläutert. Der Saft der Zwiebel lässt bekanntlich die Augen tränen und die Nase ordentlich laufen. Hat nun z.B. Ihr Kind eine Erkältung, bei der die Augen tränen und die Nase ein klares, wässriges Sekret absondert, ohne dass Ihr Kind mit rohen Zwiebeln zu tun hatte, wäre Allium cepa das Mittel der Wahl, weil es ganz ähnliche Symptome hervorruft wie diese spezielle Erkältung.

Um die homöopathischen Mittel richtig anzuwenden, ist ein erfahrener Behandler notwendig, da sich die Auswahl des spezifischen homöopathischen Medikaments nicht nach dem Krankheitsnamen oder einem einzelnen Symptom richtet, wie z.B. Neurodermitis oder Juckreiz, sondern in erster Linie von den Besonderheiten eines Krankheitsbildes, wie z.B. eine Verschlimmerung im warmen Wohnraum oder im warmen Bett, eine Besserung des Zustands am Abend und vieles mehr. Es ist auch wichtig, wie das Kind aussieht, das behandelt wird. Hat es z.B. dunkle Ränder unter den Augen oder eine belegte Zunge? Bei jeder Krankheitserscheinung wird der Behandler ein anderes Mittel als das am besten passende Medikament wählen. Bei roten Wangen ohne Wärmeentwicklung wird z.B. ein anderes Mittel verschrieben als bei roten Wangen, die sich gleichzeitig auch warm anfühlen.

Um das beste Mittel verschreiben zu können, das dann auch eine möglichst schnelle Linderung erreicht, sind jede Menge Fragen zu beantworten, so dass ein klassisch homöopathisch arbeitender Arzt oder Heilpraktiker bei der ersten Behandlung etwa zwei Stunden Zeit für den Patienten braucht. Denn die körperlichen und psychischen Besonderheiten jeder Krankheit bestimmen die Mittelwahl. Demzufolge ist Schnupfen hier nicht gleich Schnupfen. Deshalb ist es auch nicht möglich, für eine Krankheit ein bestimmtes homöopathisches Mittel als Arznei zu nennen, so wie es die Schulmedizin tut. In der Homöopathie ist es durchaus üblich, dass Ihr Kind bei einer Erkältung ein bestimmtes Mittel verschrieben bekommt und bei der nächsten Erkältung wiederum ein ganz anderes. Ebenso ist es möglich, dass Ihr Kind ein und dasselbe Mittel für seine Mittelohrentzündung einnehmen soll, das ihm später auch bei Durchfall hilft.

Daher ist es für einen Homöopathen immer sehr wichtig, ganz genau geschildert zu bekommen, wie ein Krankheitsbild sich zeigt, und ob sich das Kind seitdem auch vom Gemüt her verändert hat, dass es z.B. besonders nörgelig oder aufgekratzt ist. Viele Kinder fühlen sich auch trotz hohem Fieber nicht krank, was wiederum ein wichtiger Indikator für die Mittelwahl darstellt.

Diese Vorgehensweise ist die, wie die Homöopathie seit über 200 Jahren praktiziert wird. Neuerdings arbeiten viele Ärzte oder Heilpraktiker zunehmend mit homöopathischen Komplexmitteln. Dies sind Mischungen verschiedener homöopathischer Einzelmittel, die bei einem Krankheitsbild häufig Verwendung finden. Da hier wieder wie in der Schulmedizin der Krankheitsname für die Mittelwahl herangezogen wird und nicht der individuelle Zustand des Kindes, ist die Medikamentenwahl hier schneller und einfacher. Der große Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass das Mittel, das Ihr Kind z.B. gerade für eine Mandelentzündung bräuchte, eventuell nicht in der Mischung vertreten ist, weil hier nur die häufigsten Mittel verwendet werden. Dann kann natürlich auch keine Besserung eintreten. Aber selbst, wenn das nötige Arzneimittel in der Mischung vorhanden ist, wirken bei dieser Methode auch die Reize aller übrigen Arzneien des homöopathischen Komplexmittels auf das Kind ein, was eine zusätzliche Belastung darstellen kann.

Die Zuordnung von Krankheitsbildern zu bestimmten homöopathischen Arzneien wird auch in der Literatur zur Eigenbehandlung oder zur Behandlung von Kinderkrankheiten oft getroffen. Hierbei sollte man ebenfalls berücksichtigen, dass in diesen Büchern meistens nur sehr wenige Eigenarten des Krankheitsbildes zur Unterscheidung der einzelnen Mittel aufgeführt werden können und die passende Arznei möglicherweise gar nicht genannt wird. Eine komplette Darstellung aller Mittel ist in Büchern für den Laien auch gar nicht zu leisten, denn die Homöopathie kennt mittlerweile tausende von Heilmitteln, und ständig kommen neue Substanzen hinzu. Daher sollte man sich, wenn man sich oder seinem Kind ernsthaft eine gute homöopathische Behandlung zukommen lassen möchte, in die Hände eines Fachmanns der Homöopathie begeben, denn diese Heilmethode erfordert viel Erfahrung und eine jahrelange Ausbildung. Dafür ist sie aber auch in der Lage, fast alle Krankheiten zu heilen, bei denen noch keine Organzerstörung stattgefunden hat.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern beste Gesundheit,

Maike Kratschmer

 

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