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Moderne Therapie bei zu starker Regelblutung

Menorrhagie: Experten sprechen sich für Gebärmutter erhaltende Operationsmethoden aus

In einer offiziellen Stellungnahme (Sonderdruck FRAUENARZT) (1) haben sich aktuell Experten für organerhaltende operative Methoden bei Menorrhagie ausgesprochen. Dadurch könne bei den meisten Patientinnen eine Gebärmutterentfernung vermieden werden.

In Deutschland klagt etwa jede fünfte Frau im Alter zwischen 30 und 50 Jahren über eine zu starke oder zu lang anhaltende Menstruation, eine sogenannte Menorrhagie. Folgen der verstärkten Blutung können nicht nur Blutarmut, Müdigkeit und Schmerzen sein. Für die betroffenen Frauen bringt dies oftmals auch erhebliche psychische und soziale Belastungen mit sich, und sie suchen deshalb nach einer Lösung des Problems. Eine vollständige operative Entfernung der Gebärmutter, wie sie hierzulande jedes Jahr 150.000 Mal durchgeführt wird, kann und sollte dabei nur die letzte Option sein, geben Experten zu bedenken. Denn bei bis zu 50 Prozent der Fälle von Menorrhagie sind heutzutage neue, schonendere und organerhaltende Behandlungsverfahren möglich und sinnvoll. Den betroffenen Frauen hierzulande bleiben diese aus Kostengründen aber oft noch vorenthalten.

Die Ursachen für übermäßige Regelblutungen sind oft Hormonstörungen, gefolgt von gutartigen organischen Veränderungen der Gebärmutter wie zum Beispiel Muskelknoten (Myome), Polypen und in circa 15 Prozent bösartigen Veränderungen. Bei der Therapie der hormonellen und gutartigen Veränderungen setzt man zunächst auf die Gabe von Hormonen, doch wählen innerhalb von fünf Jahren circa 40 Prozent der Betroffenen aufgrund der Nebenwirkungen und/oder der nicht zufriedenstellenden Ergebnisse eine operative Therapie.

Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, wird dann häufig zu einer Hysterektomie geraten, also der totalen Entfernung der Gebärmutter durch eine große Operation mit allen damit verbundenen Risiken und Nachteilen wie beispielsweise einem längeren Krankenhausaufenthalt, wochenlanger Genesungszeit und Spätfolgen wie Beckenbodensenkungen und Inkontinenz.

Nach Ansicht der Experten gibt es inzwischen sinnvolle Alternativen zu den Hysterektomien. Durch neue und sanftere Verfahren der Menorrhagie-Therapie ließen sich zwischen 20 und 50 Prozent der Gebärmutterentfernungen vermeiden. Bei diesen modernen Verfahren, den sogenannten Endometriumablationen, wird lediglich die Schleimhaut der Gebärmutter verödet oder entfernt, sodass sich während des Zyklus keine Schleimhaut mehr aufbauen kann und so die Blutung auf ein normales Maß verringert wird oder ganz ausbleibt.

Unter den verschiedenen Ablationsverfahren, die es inzwischen gibt, heben die Experten in ihrer Stellungnahme vor allem die Goldnetz-Methode hervor. Dabei wird eine Elektrode (das Goldnetz) in die Gebärmutter eingeführt. Die Elektrode entfaltet sich dann dort, legt sich an die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) an, und mit Hilfe eines Hochfrequenzstroms wird die blutungsverursachende Schleimhaut anschließend kontrolliert verödet. Die Erfolgsrate der Goldnetz-Methode ist sehr gut. Den behandelten Patientinnen konnte in mehr als 97 Prozent der Fälle eine Entfernung der Gebärmutter erspart werden.

Die globale Endometriumablation mit dem Goldnetz wird von den Experten nicht nur als eine minimalinvasive, schonende und sehr sichere Therapie eingestuft, ihre Vorteile in Bezug auf entstehende Kosten werden ebenfalls hervorgehoben. In Frankreich, England, den Niederlanden und der Schweiz wird die Behandlung von den Krankenkassen bereits bezahlt, sodass dort ein starker Rückgang der Hysterektomien zur Behandlung von bei Blutungsstörungen zu verzeichnen ist. Dagegen tragen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zwar die höheren Kosten für eine häufig unnötige und unwirtschaftliche „Totaloperation“, die Kostenübernahme für eine kostengünstigere und schonendere Endometriumablation hingegen erfolgt bisher nur aufgrund von Einzelanträgen, lokal begrenzten Vereinbarungen oder als Selbstzahlerleistung der betroffenen Frauen.

Experten ebenso wie Patientinnen hoffen nun, durch die offizielle Stellungnahme eine Veränderung herbeizuführen.

 

Quelle: dgk
Foto: © Adam Gregor - Fotolia.com

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(1) Endometriumablation – Operative, organerhaltende Behandlung der dysfunktionellen uterinen Blutung, C. Altgassen, B. Bojahr, K. Diedrich, A. Gallinat, R. Kreienberg, G. Kreuz, T. Römer, R. Söder, D. Wallwiener, Sonderdruck FRAUENARZT, 51. Jg., März 2010, S. 218 – 222

 

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