Hoppsala
 

Die Struktur von hoppsala.de alle Inhalte

Du bist hier: Home »» Gesundheit »» Gesundheitstipps

Suchen

Home

Journal

Pädagogik

Junge Familie

Gesundheit

Erste Hilfe

Gesundheitslexikon

Gesundheitstipps

Fit durch das Jahr

Kind & Gesundheit

Allergien

Neurodermitis

Diabetes

 

Ernährung

Freizeit & Feste

Kindergeburtstage

DIY - Selbstgemacht!

Seite für Kinder

Bücher für Kids & Co

Gewinnspiele

Impressum

 

Aus der Bücherecke

Die fabelhafte Reise des Gaspard Amundsen

lesen


Zurück zur letzten Seite Druckversion Seite empfehlen Einen Kommentar schreiben

 

Pilze im Darm

Wodurch entsteht eine Fehlbesiedlung im des Darms?
Wie kommen krankmachende Pilze in den Organismus?
Was kann man tun?

In der heutigen Zeit werden leider sehr oft und viel zu schnell Antibiotika verordnet. Selbstverständlich sind diese Medikamente in manchen Fällen lebensnotwendig. Nimmt man zunächst einmal das Wort Antibiotika, Anti=gegen, bios=Natur, also: gegen die Natur, so ist gut vorstellbar, das ein Antibiotikum viele Keime zerstört.

Das Medikament kann nämlich nicht unterscheiden, ob es krankmachende Keime oder auch gesunde Keime vernichten soll. Es wirkt also systemisch, übertrieben ausgedrückt wir ein Unkrautvernichtungsmittel, das auch nicht unterscheidet, ob es nun Unkraut vernichtet oder aber auch andere Pflanzen.

Ähnlich wie in der Natur draußen herrscht in unserem Organismus ein ökologisches System, nur in kleinere Dimensionen (Mikroökologie). Dieses kann durch die wiederholte Gabe von Antibiotika gestört oder sogar zerstört werden.

 

Das erste Antibiotikum...

... wurde von Alexander Fleming entdeckt. Er was Mikrobiologe und züchtete in seinem Labor Bakterien auf sogenannten Kulturplatten an. Eines Tages beobachtete er auf dieser Platte den Wachstum eines Schimmelpilzes, welcher das Heranwachsen der Bakterien verhinderte. Daraus schloss er, das dieser Pilz (Penicillium), ein sogenannter Gießkannenschimmelpilz einen Wirkstoff enthält, der das Wachstum von Bakterien hemmt bzw. verhindert.

Das war die Geburtsstunde der ersten Penicillins, dessen Entdeckung nach dem 2. Weltkrieg für viele Menschen Lebensrettend war und auch heute noch ist.

Da jedoch, wie oben schon erwähnt, kein Unterschied gemacht wird zwischen "guten " und "bösen" Keimen, wird oft durch die Gabe eines Antibiotikums die gesunde Flora (z.B. im Darm, in der Scheide oder auf der Haut) mit zerstört oder zumindest stark beeinträchtigt.

Pilze im Darm müssen für die Verdauung vorhanden sein. Es gibt jedoch krankmachende Pilze wie Hefe- und Schimmelpilze, die, wenn sie in großer Konzentration vorkommen, das mikrobiologische System stören.

Sie vermehren sich vor allem durch den Genuss von Zucker und Süßem sehr stark. (Hintergrundinformationen zu diesem Thema bekommen Sie hier. Somit schädigen sie das Immunsystem und die gesunde Darmflora kann nicht ausreichend funktionieren.

Ob die Darmflora wirklich gestört ist, kann mit einer Stuhlprobe heraus gefunden werden. Es gibt Speziallabors, die sich hauptsächlich mit diesen Fragestellungen befassen.

Ergibt die Probe den Befall krankmachender Pilze in pathologischen Konzentrationen, so sollte eine Anti-Pilzbehandlung folgen.

 

Alternative Pilzbehandlungen

Es gibt alternative Pilzbehandlungen, die jedoch in meiner Praxis nicht immer so erfolgreich waren, wie ich es mir vorgestellt hätte. 

Ein Nystatinpräparat stört den Stoffwechsel des Pilzes, so dass seine Konzentration stark zurück geht. Gleichzeitig zur Medikamenteneinnahme sollte der Betroffene eine sogenannte Anti-Pilz-Diät durchführen. Bei dieser Diät sollte auf Zucker in jeder Form verzichtet werden, also keine Süßigkeiten, Schokolade, Marmelade, süßen Säfte, Cola, kein Zucker, Honig, süßes Obst, Kuchen u.s.w.

Der Pilz ist jedoch nicht auszuhungern. Kleine Mengen Zucker finden sich in vielen Nahrungsmitteln zur Konservierung (z.B. Ketchup, saure Gurken, Konserven,....) und sind kaum bzw. nicht zu vermeiden. Die Diät wird aber dadurch nichtbeeinträchtigt. Es geht darum, große Mengen Zucker zu vermeiden!

Die Behandlung einschließlich Diät umfasst einen Zeitraum von zwei Wochen. Das reicht meist aus, um ein gutes , mikroökologisches System wieder her zu stellen.

Um den Therapieerfolg zu verstärken, werden aufbauende Präparate wie Mutaflor und Paidoflor verabreicht. Das sind Keimpräparate, die sich in der Darmflora ansiedeln und auch dort über einen längeren Zeitraum verweilen. Joghurt-Keime regen zwar das Immunsystem an, können sich aber nicht ansiedeln, da es sich um ein probiotisches bzw. prebiotisches Nahrungsmittel handelt.

Mutaflor ist ein apathogener, d.h. nicht krankmachender Colikeim, der für die Verdauung des Immunsystems absolut erforderlich ist. Das Präparat sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es steht in unterschiedlichen Konzentraten zur Verfügung:

  • Mutaflor Suspension für den Säugling (Dosierung: 1xtäglich 1ml 1 Woche lang)
  • Mutaflor 20 mg für Kinder ab 3 Jahren (Dosierung: 2xtäglich 1 Kapsel. Die Kapsel kann auch geöffnet und der Inhalt unter die Nahrung gemischt werden, wenn das Schlucken der Kaspel noch Schwierigkeiten bereitet.)
  • Mutaflor 100 mg für Jugendliche und Erwachsenen (Dosierung: 2 x täglich 1 Kapsel über einen Zeitraum von 10 Tagen).

Das Präparat sollte möglichst während des Essens eingenommen werden, so sonst die Magensäure viele Keime zerstört und keine ausreichende Ansiedlung erfolgt.

Liebe Grüße und eine pilzfreie Zeit wünscht Ihnen

Gabriele Halsband

 

Hier findet Ihr weitere Artikel aus unserem Bereich Gesundheitstipps

nach oben

Zurück zur letzten Seite
Druckfähige Version dieser Seite
Diese Seite empfehlen
Meinung zu diesem Artikel schreiben

Yoga & Spirit

Auf unserer Partnerseite so-ham.de findest du viele Inspirationen rund um Yoga und Achtsamkeit. Gönn dir eine Auszeit auf




Quicklinks



 

© hoppsala.de | Entwicklung: HEIM:SPIEL | Datenschutz