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Unnötige Gebärmutterentfernung

Unnötige Gebärmutterentfernung: In Deutschland häufiger als in anderen Ländern. Experten plädieren für Alternativen

In Deutschland bekommen jährlich ca. 150.000 Frauen ihre Gebärmutter entfernt, obwohl es für viele organerhaltende Alternativen gibt. Ein Grund für die Entfernung ist eine übermäßige Monatsblutung, die Menorrhagie. Inzwischen weiß man aber, dass bei dieser Blutungsstörung in bis zu 50 Prozent der Fälle organerhaltende Verfahren möglich sind. Sie werden weltweit mit Erfolg angewendet – etwa in den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz. Deutschland hinkt hinterher. In einer aktuellen Stellungnahme haben deutsche Experten sich für gebärmuttererhaltende Eingriffe und gegen unnötige Gebärmutterentfernungen ausgesprochen.

Etwa jede fünfte Frau zwischen 30 und 50 Jahren leidet unter einer Menorrhagie: Die Blutungen sind übermäßig stark und dauern länger als sechs bis acht Tage. Viele Frauen fühlen sich dadurch seelisch und sozial sehr belastet. Da der Blutverlust hoch ist, kann es zu Kreislauf-Problemen bis hin zur Bettlägerigkeit, zu Eisenmangel und ausgeprägter Müdigkeit kommen.

Ursache können hormonelle Störungen sowie gutartige oder bösartige Veränderungen an der Gebärmutterschleimhaut sein. In den meisten gutartigen Fällen wird zunächst versucht, das Problem mit einer Hormonbehandlung zu lindern oder Geschwülste und Polypen chirurgisch zu beseitigen. Reicht dies nicht aus oder sind für die Menorrhagie keine Ursachen erkennbar, wird meist zu einer Gebärmutterentfernung geraten. Und das, obwohl durch ein Abtragen oder Veröden der Gebärmutterschleimhaut („Endometriumablation“) viele Gebärmutterentfernungen bei gutartigen Erkrankungen vermieden werden könnten.

Im Vergleich zur Gebärmutterentfernung sind Endometriumablationen schonende Verfahren, die sich durch eine geringe Komplikationsrate sowie kurze Eingriffs- und Erholungszeiten der Patientinnen auszeichnen. Das gilt insbesondere für die Verfahren der zweiten Generation („globale Ablation“), denen Mediziner eine hohe Sicherheit und Erfolgsquote attestieren. Hierzu gehört auch die Goldnetzmethode – in angelsächsischen Ländern ist sie bereits Routine. Sie gilt den Experten als besonders wirksam und komplikationsarm, und sie kommt ohne vorhergehende Hormonbehandlung aus. Hierbei wird in der Gebärmutter ein in Länge und Breite individuell auf die Patientin eingestelltes dünnes Netz aus Goldfäden entfaltet. Mithilfe eines Hochfrequenzstroms wird die blutungsverursachende Schleimhaut in wenigen Sekunden kontrolliert verödet, die Gebärmutter selbst bleibt unverletzt. Eine Studie ergab, dass in mehr als 97 Prozent der Fälle die Blutungsstörung auf diese Weise nachhaltig gestoppt und so unnötige Gebärmutterentfernungen verhindert wurden.

Insbesondere die neueren globalen Verfahren können helfen, Kosten zu sparen. Es verwundert daher, dass hierzulande die Kosten für die schonenderen Verfahren nur von wenigen gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Man kann nur hoffen, dass sich Deutschland dem fortschrittlicheren Standard anderer Länder bald anpasst.

Quelle: DGK
Bildquelle: fotolia.com, yuri arcurs

 

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