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Tom und sein Opa auf großer Fahrt

Heute besucht Tom seinen Opa. Am Nachmittag wollen die beiden eine Schifffahrt auf dem Rhein machen. "Opa", fragt Tom nach dem Mittagessen, "Opa, wann machen wir denn endlich die Schifffahrt? Du hast es mir doch versprochen." Der Opa sagt: "Schau mal nach draußen. Es gießt ja wie aus Eimern. Heute wird nichts aus der Schifffahrt." Tom sieht aus dem Fenster. Opa hat Recht. Es regnet in Strömen. Der Tom ist sehr traurig. Opa streicht ihm über das Haar und sagt: "Nun lass den Kopf nicht hängen, Junge. Wir machen die Schifffahrt, wenn du mich das nächste Mal besuchst." Das nächste Mal! Das dauert ja noch ewig! Wo sich der Tom doch so auf die Schifffahrt gefreut hat. Und ein dickes Eis sollte er auch noch bekommen. Das hat Opa versprochen, und ausgerechnet jetzt muss es regnen. Gemein ist das!

Opa holt einen großen, schweren Karton aus der Garage und sagt: "Du kannst mir helfen, den Schrank aufzubauen." Aber dazu hat Tom keine Lust. Da macht er nicht mit. Das ist ihm zu langweilig. Er ist wütend und stampft mit dem Fuß auf. Der Opa wollte mit ihm eine Schifffahrt machen und jetzt baut er stattdessen einen Schrank auf. Soll das etwa ein schöner Nachmittag sein?

Tom beschließt, allein eine Schifffahrt zu machen, ohne Opa. Er rennt ins Wohnzimmer und wühlt in einer Schublade, bis er ein rotes Schiffchen findet. Dann schleicht er sich leise ins Badezimmer und schließt die Tür ab.

Tom reckt sich um an den Wasserhahn zu kommen und lässt das Wasser in die Badewanne einlaufen. Dann hockt er sich auf den Boden vor der Wanne, schiebt seinen Ärmel hoch und lässt sein Boot in das Wasser gleiten. Eine ganze Weile spielt Tom. Doch irgendwann wird es ihm zu langweilig, das Boot immer nur im Wasser umher schwimmen zu lassen. ‚Vielleicht braucht der Opa meine Hilfe', denkt Tom und will sein Boot zurückholen. Er beugt sich über den Wannenrand und macht sich ganz lang um nach dem Boot zu greifen. Doch oje! Mit einem Mal verliert er das Gleichgewicht und fällt kopfüber in die Badewanne. Mit einem Riesenplatsch schwappt das Wasser aus der Wanne. Der Tom ist klitschnass, und das ganze Bad steht unter Wasser. Er pustet und prustet und spuckt Wasser. "Au weia", denkt der Tom. Gerade als er einen Wischlappen holen will, hört er eine Stimme wie aus einem Lautsprecher. Die klingt so wie: "Achtung, Achtung!" Was ist das? Der Tom horcht auf. Er ist jetzt ganz still und hört auf die Durchsage: "Achtung, Achtung! Eine wichtige Durchsage!" Das ist doch Opas Stimme. Tom rührt sich nicht. Er ist mucksmäuschenstill. Wenn der Opa die Sauerei im Bad sieht, gibt es bestimmt ein Donnerwetter. "Tom!" ruft der Opa. Immer wieder ruft er Toms Namen. "Junge, wo steckst du? Sitzt du wieder mal auf deinen Ohren?" Jetzt drückt Opa die Türklinke herunter. Er zetert: "Bist du da drin, Tom? Mach sofort die Tür auf!" Mit Herzklopfen geht Tom zur Tür und dreht den Schlüssel herum. Vor ihm steht sein Opa mit einem Sprachrohr, das er aus einer Zeitschrift gemacht hat und sagt wieder: "Achtung, Achtung. Eine wichtige Durchsage..." Weiter kommt er nicht, denn er rutscht auf dem nassen Badezimmerboden aus und saust bis vor die Badewanne. In letzter Sekunde kann er sich noch am Badewannenrand festhalten. Er rappelt sich auf, sieht Tom mit großen Augen an und fragt: "Kannst du mir bitte mal erklären, was hier los ist? Was soll denn die Überschwemmung? Du spinnst wohl." Tom schluckt. Dann grinst er und sagt: "Ich bin über Bord gegangen, Opa." Der Opa sagt: "Das sehe ich. Was bist du denn für ein lausiger Seemann?" Der Tom wird rot. Opa sagt mit ernstem Gesicht: "Das machst du nicht noch mal, haben wir uns verstanden?" Tom nickt und schweigt. Opa sagt: "Komm schon, zieh dir schnell trockene Sachen an. In der Zwischenzeit wische ich das Badezimmer auf."

Tom ist froh, dass Opa fast gar nicht geschimpft hat. Als er endlich angezogen ist, hört er seinen Opa rufen: "Tom, wo bleibst du denn? Ich habe hier..." Mehr versteht er nicht. Tom zieht ganz schnell die Hose an, rennt aus dem Zimmer, reißt die Küchentür auf und..... da sitzt Opa in einem Schiff auf dem Küchenboden. Das Schiff hat er aus dem großen Karton, in dem der Schrank verpackt war, selbst gebaut. Ein Besenstiel ist der Mast, und Toms Bettlaken ist das Segel. Sogar ein Fernglas hat Opa sich umgehängt. "Alle Mann an Deck!", ruft Opa durch sein Sprachrohr. Schon steigt Tom ein. "Willkommen an Bord", begrüßt ihn Opa, der Kapitän. "Mensch Opa. Das Schiff ist toll!", ruft Tom begeistert. Dann sitzen Opa und Tom in ihrem Boot und gehen auf eine große Abenteuerreise. Tom nimmt Opas Fernglas und hält Ausschau nach bösen Piraten und Seeungeheuern. Aber er kann kein Ungeheuer entdecken, nur die dicke Katze des Nachbarn, die auf der Fensterbank sitzt. Den ganzen Nachmittag spielen sie mit dem Schiff, Tom und sein Opa. © Irmgard Partmann

Irmgard Partmann
Zeichnung: Stefanie Reinke

 

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